STA – MCPO Tain - CXO - Log34 – 12078.1456

CO: Arscosea Chakoty - XO: Jadzia Bennet

Moderatoren: John Connor, Operationsstab

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Beitragvon Leopold FvB » Mi 1. Dez 2010, 13:34

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Vorkommende Personen: Agarthon, Chakoty, OPS-Offizier (NPC)
Erwähnte Personen: Cartwright, Taal
Wörter: 1197

=/\= USS Stardust | Deck 8 | Sicherheit – Tag 23 | 10:00 Uhr =/\=

Nach einer einigermaßen geruhsamen Nacht, einem nahrhaften Frühstück und einer kurzen Dusche fühlt ich mich schon fast wieder wie ein Andorianer. Zwar hatte sich noch nicht völlige Normalität im Schiffsdienst eingestellt, denn viele Soldaten hatten auf Saros I enorm lange Schichten geschoben und mussten sich nun mehr ausruhen als normalerweise, aber wir waren auf dem besten Wege zurück zum Dienstplan wie er vor dem Zwischenfall geherrscht hatte. Ich selbst war da das beste Beispiel, denn obwohl ich mich am Vortag bis nach neun Uhr am Abend noch mit Petty Officer Agarthon beschäftigt hatte, stand ich heute schon wieder fast pünktlich zur Alpha Schicht in meinem Büro. Das war nicht zuletzt auch der Tatsache zu verdanken, dass der Zwischenfall mit dem verschwundenen Team sich als halb so schlimm herausgestellt hatte. Der in solchen Dingen leider unerfahrene Unteroffizier, der ja nur aufgrund der Verletzung des eigentlichen Leiters seiner Gruppe zum Chef avanciert war, hatte nämlich bei der Hilfe für einen Bauern seine Uniformjacke ausgezogen und dabei schlicht vergessen, seinen Kommunikator mitzunehmen. Das kleine Emblem hatte also im Haus des Satyr fröhlich vor sich hin gepiept, während sein Besitzer draußen bei dem Transport irgendwelcher schweren Sachen schwitzte. Natürlich war das ein Verstoß gegen die internen Vorschriften, doch immerhin war nichts mit dem Team passiert und alle waren wohlauf von Lieutenant Cartwright aufgefunden worden, womit Agarthon die erste Strafe eigentlich schon gestern hinter sich gehabt hatte, denn ich war mir mehr als nur sicher, dass die erfahrene und loyale Soldatin, die teilweise das Training an Bord leitete, einige Takte zu so einer Schlamperei zu sagen hatte. Heute und in der kommenden Woche allerdings würde der Petty Officer seine von mir verordnete, wahre Strafe absitzen.

“Guten Morgen, Chief.“, grüßte er mich entsprechend zerknirscht als ich den ersten Fuß in meine Abteilung setzte. Dort saß er nämlich an der Zentrale für die interne Sicherheit, wo sämtliche Rufe an Bord eingingen, die an meine Abteilung gerichtet waren. Bemerkte jemand eine Schlägerei, kam an offen stehenden Türen vorbei oder sah Geister, dann drückte er auf das Emblem auf seiner Brust und rief die Zentrale. Insgesamt war das für die meiste Zeit eine äußerst langweilige Aufgabe, denn auf einem gut organisierten Schiff wie der Stardust passierten recht wenige Zwischenfälle und selbst wenn es einmal soweit war, bestand seine Aufgabe lediglich darin, den Ruf entgegen zu nehmen und andere Männer an den Ort des Geschehens zu schicken. Je nach Vorfall musste auch Meldung an mich gemacht werden, aber mehr beinhaltete dieser Dienst nicht. Natürlich wusste ich, dass Agarthon diese Arbeit hasste, weil er sich für einen Frontkämpfer und den perfekten Soldaten für die erste Reihe hielt, und genau deswegen war es die ideale Strafe für ihn. So konnte ich ihm nämlich eine Lektion erteilen, die er sich auf Saros I redlich verdient hatte, ohne dass es zu einem offiziellen Eintrag in seiner Akte kam. So sehr mich die Unachtsamkeit des jungen Unteroffiziers nämlich auch ärgerte, so wenig wollte ich ihm doch seine weitere Karriere verbauen, indem ich disziplinarische Probleme vermerkte. Ich bezweifelte zwar, dass seine Laufbahn ohne diesen Vermerk sehr viel weiter kam, wenn er nicht ab und an damit beginnen würde, die Welt durch etwas anderes als ein Zielfernrohr zu betrachten, doch wenigstens würde ich dann nicht schuld sein an seinem ewigen Petty Officer. “Guten Morgen, Petty Officer.“, grüßte ich also nur freundlich zurück und verschwand sogleich in meinem Büro, denn es gab eine Menge Berichte zu lesen und Arbeit nachzuholen. Auf Stellvertreter konnte man sich immer nur zur Hälfte verlassen und der Rest blieb eben liegen bis man Zeit dafür hatte. Den heutigen Tag, den wir ohnehin mit dem Flug zu einem nahegelegenen Planeten verbringen würden, den der Captain aus bisher unbekannten Gründen untersuchen wollte, würde ich also ausschließlich hier am Schreibtisch verbringen müssen.

=/\= USS Stardust | Deck 3 | Brücke – Tag 24 | 08:45 Uhr =/\=

Pünktlich wie es unter normalen Umständen meine Art war, hatte ich heute wieder den normalen Dienst begonnen, indem ich zunächst die aktuellen Meldungen der Nachtschicht gelesen hatte und mich anschließend auf die Brücke begab, um dort den Taktiker abzulösen. Wie sich herausstellte, war ich gerade noch rechtzeitig gekommen, um das inspirierende Feuerwerk der Jem'Hadar beobachten zu können, dass diese ungeschickter Weise auf unseren Schilden veranstaltet hatten. Es war ziemlich typisch für diese gezüchteten Soldaten, dass sie erst auf alles schossen, was sich in ihrer Nähe zu bewegen wagte, und anschließend die Fragen stellten, doch in diesem Fall war ich durchaus ein wenig sauer. Einerseits hatten wir nämlich eine Übereinkunft mit dem Dominion, dass wir ungestört in diesem Quadranten forschen durften, und andererseits war es nur uns zu verdanken, dass es die abtrünnigen Jem'Hadar der sogenannten Chiasmar überhaupt noch gab. Zum Glück hatte der Offizier an der OPS aber mehr Erfolg bei der Identifikation der Schiffe als er zuvor bei deren Entdeckung gehabt hatte und so war es dem Captain schnell gelungen, die schießwütigen Schiffe von ihrem Fehler zu überzeugen. Jetzt hatte er dafür ein Date mit dem Anführer dieser Rebellen innerhalb des Dominions und das war für mich als Sicherheitschef auch nicht gerade die schönste aller vorstellbaren Varianten. Aber immerhin war bis dahin noch etwas Zeit und so konnte ich ein Team vorbereiten, das Chakoty begleiten würde.

Viel mehr noch als über die Undankbarkeit und Schießwut dieser Schiffe aber ärgerte ich mich darüber, dass wir sie nicht entdeckt hatten, bevor sie mit voller Macht auf unseren Rumpf feuerten. Hätten diese Abtrünnigen über eine Galor oder gar einen größeren Schlachtkreuzer verfügt, wären wir in Sekunden vernichtet worden, ohne überhaupt die Schilde in einem voll geladenen Zustand zu bringen. “Warum zum Teufel haben wir die nicht vorher gesehen?“, fragte ich also den Offizier an der OPS per Brückenkommunikation, so dass es niemand sonst mitbekam. “Sie haben sich hinter dem Mond versteckt, Chief.“, lautete die ernüchternde Antwort und ich musste mich schwer beherrschen, nicht die Augen zu verdrehen und mit den Fühlern zu wackeln. Wie konnte man nur derart beschränkt sein und trotzdem Offizier werden? “Wir können also auf Lichtjahre Entfernung die Temperatur eines Planetenkerns messen, aber sehen nicht, was sich in ein paar hunderttausend Kilometern hinter einem winzigen Mond befindet?“, fragte ich daher sarkastisch zurück, was mir zunächst einmal einen verwirrten Blick des Mannes einbrachte, für den er sich in seinem Sessel umdrehen musste. Dann tippte er wieder auf seine Konsole und Sekunden später hatte ich seine diesmal brauchbare Erwiderung: “Der Trabant besteht zu großen Teilen aus Magnesit. Das blockiert unsere Sensoren.“ Obwohl das eine Erklärung für unsere Lage war, konnte ich mich damit als Sicherheitschef nicht zufrieden geben. Zwar war mir dieses Problem der partiellen Blindheit schon oft begegnet, aber diesmal würde ich es nicht einfach hinnehmen. “Informieren Sie Lieutenant Taal!“, befahl ich also. “Er soll sich eine Lösung einfallen lassen, wie wir durch Magnesit sehen können.“ Wie erwartet, bekam ich natürlich sofort den Protest des Offiziers an der OPS, der zumeist ja ein ausgebildeter Techniker war zurück: “Chief, momentan gibt es keine technische Lösung für dieses Problem. Es ist unmöglich mit Sensoren durch Magnesit zu scannen.“ “Dann soll der Lieutenant eben etwas erfinden.“, schrieb ich nicht ganz ohne Ärger zurück und fügte etwas an, dass dem jungen Offizier hoffentlich klar machen würde, dass ich nicht weiter zu diskutieren gedachte. “Wofür hat er schließlich seine tollen Noten auf der Akademie bekommen?“
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Leopold FvB
 
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