TEN – Log 02 – Lt Masaoka – CXO/DXO – 12074.2220

CO: Ner'Ayez Diszra - XO: Kelav T'Rish - DXO: Youkichirou Masaoka

Moderatoren: John Connor, Operationsstab

TEN – Log 02 – Lt Masaoka – CXO/DXO – 12074.2220

Beitragvon Youkichirou » Sa 27. Nov 2010, 21:13

TEN – Log 02 – Lt Masaoka – CXO/DXO – 12074.2220

Personen: Commander Ner’Ayez Mha Shadiz, Cardew Genestra, Crewman, Ungetüm, zwei Allianzler

Wörter: 1383

==== ^ Ich bin nicht verrückt ^ ====

~ Irgendwo auf der Tenjin ~

Perfekt! Meine werte CO hatte nicht nur die Führung meines Teams übernommen, sondern auch noch spürbare Angst. Ich meine, klar, man hatte immer eine gewisse Furcht. Das war gewöhnlich für eine Mission, wo das eigene Leben in Gefahr war. Und vor allem das der Crew, wenn man mal von ihrer und meiner Sicht ausging. Dennoch stand ihr das noch weniger als mir. „… wie Geister …“, drang an mein Ohr, als ein kühler Wind meine Wange streifte. Ich konnte mir ein zynisches „Nicht wecken.“ als Antwort nicht verkneifen, so dass mich meine CO nur einmal kurz anschaute und dann sich weiter durch die Gänge begab. Es war schon eine witzige Situation. Ein Klappergestell an Schiff, eine ebenso zittrige CO, die vielleicht damit bewies, dass sie eventuell auch eine weibliche Seite besaß, ein viel zu aufgedrehter CXO, der meinte, dass er mit seiner CO gut Freund sein kann , eine Crew, die von einem seltsamen Führungsduo geführt wurde und lauter Rebellen, bei denen niemand wusste, ob man ihnen wirklich trauen kann. Der Traum eines jeden Sicherheitschefs. Ach Moment, das war ja ich.

„Wir haben die Kommverbindung zum Rest des Teams verloren.“, sprach jemand hinter uns aus. Wie jetzt? Welcher Rest des Teams? Ich dachte, die wären direkt hinter uns? Was war das denn schon wieder? Irgend so eine Verschwörung gegen den Sicherheitschef, damit er gefeuert werden würde aufgrund mangelnder Zusammenhaltekompetenz? Ja genau, das musste es sein. „Wenn man nicht mehr weiter weiß, geht man einfach immer links entlang.“, hallte es von der guten Ner’Ayez her. Was war denn das für eine dämliche Weisheit? Wenn man immer links geht, landet man doch mit großer Sicherheit irgendwann wieder am Anfangspunkt. „Nein, rechts.“, begann ich ihr zu widersprechen, um ihr hoffentlich damit deutlich zu machen, wie dumm ihr Vorschlag war. Doch das wollte sie offenbar gar nicht hören, da sie sofort wieder auf ihr „Links“ behaarte.

„Wir sollten auch eine Spur legen, falls wir im Kreis laufen.“, versuchte ich dann einen Kompromiss zu finden. Doch die werter Kommandeurin war nicht sonderlich beeindruckt und fragte mich daraufhin, womit wir jene Spur legen sollten. „Oh, wir haben Kleidungsfetzen, Haare … oder Blut.“, meinte ich dann leicht witzelnd, doch offenbar gefielen ihr meine Witze nicht. Keiner mochte meine Witze. Ich verstand das gar nicht. So unlustig waren die doch gar nicht. „Eeeeh… Commander? Lieutenant?“, erklang es abermals hinter mir. Ich schaute den Crewman an, der furchtbar verunsichert aussah. Er hielt ein Stück Metall hoch, was wir wohl zum Markieren nutzen sollten. Endlich mal jemand, der etwas Sinnvolles zur Situation beitrug. In meinen Gedanken klopfte ich ihm auf die Schulter, als ich ein gefährliches Geräusch wahrnahm.

Meine Augen sahen nichts, aber da war eindeutig ein Wesen, das auf uns zukam. Und was auch immer es war, es bedeutete nichts Gutes. Da meine CO offenbar zu gefangen von der Tatsache war, dass dort etwas auf uns zukam, was wir nicht identifizieren konnten, gab ich den Befehl zum Laufen. Ein einfaches „Los.“ ertönte aus meinem Mund und ließ unser Grüppchen den Rückzug antreten. Offenbar begann das Biest uns auch zu verfolgen. Jedenfalls hörte ich diverse Geräusche, die diese Vermutung nahe legten. Dennoch wagte ich es im Moment nicht, hinter mich zu blicken. Schließlich würde das eine Verlangsamung der Geschwindigkeit bedeuten. Und die konnten wir uns im Moment nicht leisten.

Auf einmal heulte das Vieh laut auf. Nun drehte ich mich doch einmal um. Ich wusste nicht, was passiert war. Ich konnte lediglich ausmachen, dass sie das Vieh gegen die Wand warf. Offenbar war irgendetwas oder irgendwer auf seinem Rücken. Abermalig zischte das Monster vor sich hin und schlug sich noch fester gegen die Wand. Nun konnte ich auch deutliche eine Bewegung ausmachen, die offenbar die Ursache dessen war. Sofort reagierte ich auf diese Chance und zielte mit meinem Gewehr auf das Ungeheuer. Es war doch wirklich gut gewesen, mir dieses „Kawumm“-Waffe geben zu lassen. Sie dürfte jetzt perfekt ihren Zweck erfüllen. Ich zielte auf die „Beine“ oder was auch immer es waren des Ungetüms und brachte ihn somit zum Fall. Doch damit war es noch lange nicht erledigt. Doch nun sprang auch die Person vom Rücken des Viehs und ließ mir so eine freie Schussbahn auf den Kopf des zappelnden Unwesens.

Doch ehe ich abdrücken konnte, war auch schon meine werte CO am Ort des Geschehens und schlitzte einmal mit voller Kraft durch den „Hals“ des Tieres. Vorbei war das Rumgeheule des mutierten Wesens, welches sich noch kurz wendete, bevor es endgültig den Geist aufgab. Ich schritt an Ner’Ayez heran und reichte ihr ein Tuch, um das „Blut“ von sich abwischen zu können. Sie nahm es an sich und tupfte auch sogleich ihr Gesicht damit ab. Währenddessen wollte ich mich um die Person neben dem Kadaver kümmern. Doch diese stand nun direkt auf dem Rücken des Wesens und tanzte einen völlig unrhythmischen Tanz. Jetzt erkannte ich auch sein Gesicht. Es war der durchgedrehte Betazoide von der Madaestra. Aber wieso war er ihr? Sollte er nicht bei dem ebenso verrückten Captain sein? „Geht es dir gut, Betazoide?“, fragte ich zur Sicherheit nach, auch wenn mir bewusst war, dass ich wohl keine sinnvolle Antwort zu erwarten hatte.

„Gut gemacht, Feuerkäfer, der Virus ist platt. Nun können die grünen Männer nicht mehr entkommen. Eine Freude.“, grinste er mich an, während er weiter seine Runden auf dem leblosen Körper drehte. „Grüne Männer? Die Allianz? Sind hier welche?“, versuchte ich aus seinen Worten einen Sinn zu entnehmen. Ich konnte mich glücklich schätzen, dass ich mich noch an die „Übersetzung“ für „grüne Männer“ erinnern konnte. „Gleich beim nächsten Bein, beim nächsten Glied, ja. Die Gedärme müssen ausgemistet werden, sonst stirbt er.“, antworte er offenbar auf meine Frage. Es gab so wenig Sinn wie schon damals. Doch ich vermutete, dass dies ein „Ja“ bedeutete. „Komm, Feuerkäfer.“, kommandierte er auch sogleich. Ner’Ayez und der Junge hatten keine Einwände, so dass wir ihm kurz folgten.

Es dauerte nicht lange, da standen wir auch schon vor einer Tür, die offenbar noch intakt war. Jedenfalls wirkte sie so, als wäre sie noch nicht völlig zerstört worden, so wie der Rest des Schiffes. Ich wollte gerade noch einen Plan für das Stürmen des Raumes abgeben, als der verrückte Betazoide auch schon lauthals die Tür gewaltvoll öffnete und hineinrannte. Ich reagierte sofort und nutzte sein vermutlich ungewolltes Ablenkungsmanöver als Deckung und erledigte auch sogleich den ersten Kämpfer. Der zweite war jedoch besser verschanzt. Jedoch hatte der Betazoide offenbar noch kein Feuer abbekommen, was an ein Wunder grenzte. Sofort rannte er um die Ecke, wo man nur noch ein lautes Aufschreien hören konnte.

„Ich habe einen Grünen für mich ganz allein.“, jubelte die Stimme des Betazoiden. Sofort kam er aus der Ecke gerannt und hatte dabei einen Allianzler im Schlepptau. Nein, falsch. Ein Messer steckte im Rücken des Allianz Soldaten, womit der Betazoide ihn vorandrückte. Ein schmerzverzehrtes Gesicht kam uns entgegen, als der Soldat schließlich direkt vor uns zu Boden sackte. Nun sah ich auch das gesamte Ausmaß des Massakers. Der Betazoide hatte während des Laufens sein gesamtes Rückgrat aufgeschlitzt und dabei das Rückenmark sorgfältig herausgetrennt. Welch chirurgische Präzision für so einen verrückten Kerl. Und nun begann er das Rückenmark auch noch zu essen. Sofort drehte ich mich weg und untersuchte den Raum, um nicht weiter mir dieses Elend anschauen zu müssen. Meine CO folgte sogleich auf. Offenbar war auch ihr das zu viel für ihr Gemüt.

„Schauen Sie mal hier, Commander. Sieht aus wie ein Störsender. Offenbar wollen die den Kontakt zur Außenwelt verhindern, ganz getreu dem Motto: Wenn sie schon selber nicht mehr wegkommen, sollen die anderen es auch nicht können. Bestimmt haben die noch mehr über das gesamte Schiff verteilt.“, sprach ich mit Ner’Ayez, die mir nur langsam zunickte. „Dann zerstören wir ihn endlich.“, sagte sie, während sie schon ihr Schwert ansetze. Doch ich hielt sie auf. „Nein, ich werde ihn auseinander bauen. Vielleicht können wir einen Tricorder so umbauen, dass er die die Signale der anderen Störsender auffangen kann, wenn wir dessen Chip nehmen.“, erklärte ich schnell und nahm den Sender an mich. Mit wenigen gekonnten Handgriffen, war das Ding auch schon offen. Ich trennte den Sender von der Stromversorgung und nahm den Chip heraus. „Crewman, können sie etwas derartiges erreichen, was ich eben erklärt habe?“, fragte ich nun unsern stillen Begleiter, der leicht nickend mir den Chip abnahm. Hoffentlich wird das was.
Lieutenant Youkichirou Masaoka
Sicherheitschef und zweiter Offizier auf der USS Phoenix

Master Chief Petty Officer Epiphany Maidie
Wissenschaftlerin auf der USS Phoenix

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