°- TEN - Log 04 - Cmdr Ner'Ayez - CO - 12083.1330 -°

CO: Ner'Ayez Diszra - XO: Kelav T'Rish - DXO: Youkichirou Masaoka

Moderatoren: John Connor, Operationsstab

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Beitragvon Ner'Ayez » Mo 6. Dez 2010, 12:18

Personen: Youkichirou Masaoka, 2 NPCs, Cardew Ganestra, komische Frau; Rest des Teams (Rubens, D'Mora

Erwähnte Personen: Team Blau (erwähnt), Diverse (NPCs)


"Jeder Schritt vorwärts, den der Geist auf seinem Wege zur Erkenntnis tut, bringt irgendeine Entdeckung, die nicht nur neu, sondern, im Augenblick wenigstens, auch die wertvollste ist."
John Locke

Wörter: 1.483



```°ø,¸ =/\= Tenjin – Irgendein Raum, neben einem halb eingestürzter Gang, nach vielen anderen halbeingestürzten Gängen =/\= ¸,ø°```

Orientierungssinn hatte ich weder nach dem Sprint noch vor dem Sprint gehabt, jeder Gang in dem wir nun herumirrten sah gleich aus, mal abgesehen von den Monstern und Irren die man antraf und mit viel Phantasie bildeten auch die Wandschäden ganz unterschiedliche Muster. Wäre ich jetzt ein Künstler, mir würde gewiss etwas positives daran auffallen, doch mein Magen sagte mir, das ich hier weg wollte und das tat er jetzt seit gefühlten Wochen!
Nicht das es nicht toll wäre mal seine Ruhe zu haben, auf einem Schiff das mal eben fünfzig Jahre in die Zukunft reiste, seinen eignen Kindern begegnete, die um ihr Überleben kämpften weil irgendein total Bekloppter eine Gruppe gegründet hatte, die alle Rassenvermischungen im Universum auslöschen wollte. Super Idee, echt, mal abgesehen davon, das wir – laut der Urvolk-Theorie die irgendein verrückter Raumschiffcapitain mit einem Namen der klang wie ein Kartenspiel rausgefunden haben wollte – alle dieselben Ursprungsgene hatten. Und selbst wenn nicht war das doch irgendwie sehr... naja... verückt halt, ein weniger treffendes Wort fiel mir dazu nicht ein.
Vielleicht noch beängstigend.
Zu der anhaltenden Kälte mischte sich jetzt ein seltsames Gefühl, denn das warme Blut eines seltsamen Tieres durchtränkte meine Uniform, auch wenn ich es mir vom Gesicht gewischt hatte, es klebte noch immer an mir und es stank im Übrigen sehr widerlich. Nicht das ich wehleidig oder empfindlich wäre oder so. Wie kam ich eigentlich genau jetzt auf den absurden Gedanken, dass man meinen geruch als unangenehm empfinden könnte und ich mich deshalb duschen sollte? Ich wurde alt, alt und bequem. Gut das wir gerade in einer Schlacht waren, mehr oder weniger.
Cardew Ganestra wieder zu treffen war verwirrend wie immer und eigentlich folgten wir ihm nur, weil ich die Hoffnung hegte er würde uns zu den anderen zurückführen, mit der Hölle in die er uns führte hatte ich nicht gerechnet. Ich sollte wohl aufhören so optimistisch zu denken, dann konnte man mich wenigstens nicht mehr enttäuschen dahingehend.
Das die Angst die ich empfunden hatte sich nun langsam zu zynischer Verbitterung wendete war mir nichts neues und in den nächsten Jahren würde sich das wohl auch nicht ändern, denn mein Sohn hatte sich das wohl eindeutig von mir abgeschaut.
Jetzt stand ich da. Eine Hand in die Hüfte gestemmt, die andere mit blutigem Schwert auf eine Konsole gestützt und starrte den Techniker und meinen Sicherheitschef an, wie sie versuchten einem kleinen Chip Daten zu entlocken, die mich gerade nur periphär interessierten, denn mein Kopf war schon weiter, drehte sich um Direktiven, besonders eine, die temporale, denn wie sollte ich, als Mutter, nicht versuchen zu verhindern das eintrat was ich hier erfahren hatte?
Vorausgesetzt wir kämen zurück.... Irgendwann...
„...Commander...“ rief irgendwer im Hintergrund und ich glaubte auch nicht zum ersten Mal, bis ich die Gnade hatte meinen Kopf anzuheben und herumzusehen, wo ich verstand auf was der Crewman mich aufmerksam machen wollte.
Tatsächlich viel mir neben Blut, Leichen, verletzten und meinen Leuten etwas auf und das war die stehende Person an einer Konsole. Keine meiner Alarmsirenen sprang an, die mir sagten ich solle den fremden zur rede stellen, denn er trug keine Uniform. Er war ein Rebell, das war deutlich und da waren diese Drachen auf den sehnig-muskulösen Armen, das etwas durchscheinende Top und Weste unter langen, schwarzen Haaren, die nur gemäßigt interessiert zu einem Zopf gebunden waren, leichte Wellen aufwiesen. Die schwarze, robuste Hose über festen Stiefeln, das Katana, das am Gurt auf dem Rücken ruhte, über dem dazu gehörenden Wakizashi, vereinzelte Kratzwunden die sich die Arme hinunterzogen.
Zuerst hatte ich eine abwinkende Geste gemacht, denn Solar lief ja hier herum, auch wenn er in einem anderen Team war, bis mir eben genau das auffiel, auch das die Hüfte weitaus weicher und runder schien als die Person sich aufrichtete, als ich feststellte, das diese Tätowierungen nicht so ausufernd waren und nicht abgeschnitten nicht bis auf die Unterarme reichten. Und ich meinte auch, das die Person kleiner war als mein Sohn, also straffte ich dann – mich im plötzlichen Handlungszwang sehend, den der Aufruf „Commander!“ erklärte – meine Haltung und räusperte mich lautstark.
Ich war mir fast sicher das Solar sein Katana nicht am Rücken trug und ausserdem waren seine Wunden doch eigentlich gerade erst geheilt worden, dort klebte Blut in den Haaren, altes Blut, so wie an Krusten, die wie Verbrennungen wirkten und ein Hosenbein aufgerissen hatten. Und überhaupt... das war doch kein Mann!
Tatsächlich starrte ich in das eindeutige Gesicht einer Frau, auch wenn sie etwas verschlagen wirkte, nicht in charakterlicher Hinsicht. Bläuliche Flächen an einer Gesichtsseite, geronnenes Blut in verklebten Haarsträhnen die eingetrocknete Wunden abdeckten, während sie nun den Kopf schief legte, nachdem sie mich einen Moment aus diesen dunkelgrünen Mandelaugen angestarrt hatte, die wie bei Solar neben einer ausgeprägten Riffelnase lagen. Irgendetwas war so erschlagend seltsam an ihr, das ich einfach nicht draufkam was...
„Ehm... was machen sie hier? Ich kenne sie nicht...“ eröffnete ich dann ein unverfängliches Gespräch, das aber doch recht schnippisch und schnell abgeschnitten wurde.
„Ich sie auch nicht, sind wir ja quitt!“ erklärte die Hybridin, hob die Hand zum winken und drehte auch schon bei, was mich sie verdutzt und blinzelnd anstarren lies. Sie war geschäftig am flüchten, vielleicht Sicherheit, die alternative wäre das sie Angst vor mir hatte und nicht mit mir im Selben Raum sein sollte, aber dafür gab es ja keinen Grund, immerhin halfen wir ihnen hier ja.
„Eeeeh....“ entglitt es mir ehe ein Ruck durch meinen Körper fuhr. „He, Fräulein, stehenbleiben!“ entwich es mir im Befehlston und sie erstarrte, fuhr herum und starrte mich aus entsetzt geweiteten Augen an. Was hatte ich denn jetzt gemacht?! Sie sah erschrocken und blass aus, schien das wohl öfter gehört zu haben, wenn ihre Mutter sie bei irgendetwas ertappt hatte. Wie lange das aber hersein musste wusste ich nicht.
„Gehören sie auf dieses Schiff?“ fragte ich dann vermittelnder nach, nachdem ich mich geräuspert hatte und mit meiner schwindenden Strenge wuchs ihre Arroganz, als sie das Kinn stolz anhob und mich abfällig musterte, mit arbeitend-verspannter Kiefermuskulatur.
„Geh mir nicht auf den Zeiger, ich hab zu tun!“ warf sie mir vor die Füße, drehte bei, sah unsicherer zurück, zog die brauen zusammen und murrte noch ein. „Commander-Weib!“ hinterher, das eher an ein trotziges Kind erinnerte, als an die Kriegerin von davor. Komische Frau.
Erst wartete sie ab das ich mich von ihrem Anfuhr erholte, dann hatte sie es doch wieder eilig, so dass ich die Triumphmeldung meines Sicherheitschefs nicht mehr mitbekam, das er jetzt irgendwelche anderen Störsender orten konnte.
„Hey!“ rebellierte ich nun selbst und folgte ihr aus dem Raum wieder hinaus, doch rannte fast in sie hinein als sie über dem futternden Betazoiden stehen geblieben war.
„Kitz!“ Er reagierte nicht. „Hirsch!“ Er reagierte immer noch nicht. „Elch!!!“ Er schmatzte genüsslich und sah hoch, zwischen uns hin und her, begann zu kichern.
„Rehlein.“, korrigierte ich sie, woraufhin er die Augenbrauen hob und sie mich anschrie: „Das weiß ich auch!“
Irgendwie hatte ich den Eindruck das sie mich nicht mochte.
„Rehkitzding! Ab zum Mistkäfer.“ befahl sie dem verwirrten irren dann, der sich den Mund mit seinem Unterarm abwischte, wobei der noch verschmierter war und er somit sein ganzes Gesicht jetzt rot hatte.
„Falter.“
„NERV MICH NICHT, DU DUMME KUH!“ platzte es aus ihr heraus, trotzig frech und ich hob eine Augenbraue. Ja, das kam mir irgendwoher einfach nur bekannt vor, aber mein Gehirn schien sich gerade jeglicher Erkenntnis zu verweigern.
Letztlich zog sie Cardew auf die Beine, recht rabiat und stärker als ich vermutet hatte um sich dann schimpfend in einen Gang zu verkrümeln, wobei sie sowohl japanisch als auch bajoranisch schimpfte. Ob ihr das bewusst war?
„Masaoka. Wir folgen ihr.“ entschied ich dann, aus einem Bauchgefühl heraus, das mir das schlichtweg befahl und kurzdarauf hörten wir weiter vorne Waffenfeuer, was es nahezu bestätigte, das dieses Gefühl richtig gewesen war.
Das schien auch Masaoka zu verleiten sein Phasergewehr liebevoll an seine Brust zu pressen, als wir uns heranschlichen um zu helfen und kurz danach schon an einer Ecke angelangten, wo die komische Frau Cardew zu Boden drückte – wohl damit er nicht vorsprang um ein Desaster auszulösen, mit der anderen Hand eine lange, edle, scharfkantige Klinge ziehend, die fein in der Luft surrte und garantiert selbst Knochen zerteilen würde.
Sie kam mir bekannt vor, die Art konzentriert zu blicken, sich zu fokussieren, wie sie sich jetzt bewegte, langsam und katzenhaft, ich hatte da Gesichtslose Bilder an eine Person im Kopf die ich sehr gut kannte.
Dann sprang sie auf, erst sie, mit ihr Masaoka und ich folgte auch irgendwie um dann zu erkennen, das das dort vorne unsere Leute waren, der Rest unseres Teams der von der Allianz zu Boden gedrückt wurde, kurz vor der Exekution...

[NRPG: Ihr seids draN ^^]
Admiral Ner'Ayez Diszra
Im IRC unterwegs als Drache

Kommandierender Offizier (CO) der USS Phoenix
Dozentin für "RPG - Schreiben und Leiten")


Commander Ner'Ayez Mha Shardiz

Kommandierende Offizierin der USS Phoenix
Lieutenant junior Grade Ner'Ayez "Lavar" T'yar
Wissenschaftlerin an Bord der USS Phoenix
Ner'Ayez Diszra-Lyn

Kleiner Wirbelwind, Plagegeist und selbsternannte Regentin der USS Phoenix

Kadett Sheen
Kadett in der Task Force 47

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