TEN – Log 01 – Maidie – SCI – 12086.2256

CO: Ner'Ayez Diszra - XO: Kelav T'Rish - DXO: Youkichirou Masaoka

Moderatoren: John Connor, Operationsstab

TEN – Log 01 – Maidie – SCI – 12086.2256

Beitragvon Youkichirou » Do 9. Dez 2010, 21:34

TEN – Log 01 – Maidie – SCI – 12086.2256

Personen: Youkichirou Masaoka, Commander Ner’Ayez, Rubens Wolf, Rest des Teams

Wörter: 1022

==== ^ Wiedersehen ^ ====

~ Tenjin, irgendwo verloren in den unzähligen Gängen ~

In diesem ganzen Wirrwarr von Licht- und Audioeffekten schien ich nun ganz alleine zu sein. Youki hatte ich schon vor Ewigkeiten aus den Augen verloren und schließlich war auch der Rest des Teams spurlos verschwunden. Glücklicherweise hatte ich zwischendurch wenigstens ein Gewehr gefunden, was definitiv eine bessere Waffe abgab, als dieses Kinderspielzeug der Sternenflotte. Und außerdem hatte der eine Allianzler, der vor mir auf dem Boden sich windete, ein nettes kleines Schwert dabei, welches im Nahkampf sicherlich nützlich kommen würde. Dennoch war mir ganz und gar nicht wohl, alleine hier herumlaufen zu müssen. Wer weiß, was die Rebellen oder Allianzler hier so trieben. Denn ich war nicht derjenige, der diesen Typen so zugerichtet hatte. Ganz im Gegenteil: Es sah eher nach Bisswunden aus, die von einem Tier stammen könnten.

Plötzlich nahm ich einen stechenden Geruch war. Es war eine Mischung aus vielen widerlichen Zutaten. Ich konnte Verwesung und verbranntes Fleisch ausmachen. Darunter mixte sich noch so einiges anderes, was meine empfindliche Nase fast abtötete. Mit dem Gewehr am Anschlag schaute ich um die Ecke und musste mit Erschrecken feststellen, dass dort eine Art Monster herumlag. Der Gang sah entsprechend zugerichtet aus und ich konnte Blut ausmachen. Ich schlich mich vorsichtig weiter voran, um nicht überrascht zu werden. Schließlich könnte dieses Monster immer noch leben oder die Bekämpfer jenes Ungetüms sich hier herumschleichen. Ich untersuchte den Boden nach Spuren und musterte dabei gleichzeitig die Umgebung. Der Kampf hatte vor nicht allzu langer Zeit stattgefunden und offenbar wurde der tödliche Schlag von einem schwertartigen Gerät vollzogen. Jedoch wies das Bein des Untiers auch Brandmale von einer Phaserwaffe auf. Einer der größeren. Ich wusste, dass Youki eine solche dabei hatte. Ein Kleidungsfetzen am Boden, welches offenbar von einem Sternenflottenanzug stammte, verstärkte den Eindruck, dass mein Team hierfür zuständig war.

Glücklicherweise bewegte sich bei all meinen Untersuchungen in meiner Umgebung rein gar nichts. Somit konnte ich dem Vieh ohne Furcht den Rücken kehren und weiter der Spur folgen, die mir nun gegeben wurde. Blutige Fußspuren verliefen weiter in den Korridor hinein. Die Anzahl der Fußspuren nach zu urteilen, war es vier Leute, wobei letztere keine Schuhe zu tragen schien. Jedoch war diese Person offenbar auch leicht verletzt, da das Blut auf dem Boden nicht nur von dem Monster stammte. Bevor ich jedoch weiter darüber nachdachte, bewegte ich mich schnell weiter fort und erreichte bald einen Raum. Auch hier kam ich zu spät an, als ich zwei tote Allianzler ausfindig machte. Der eine wurde offenbar halb ausgeweidet, während der andere glatt erschossen da lag. Es war ein seltsames Bild. Jedoch schien der merkwürdige Begleiter kein Verfolger, sondern ein gewünschter Anwesender zu sein.

Dennoch war an der Szenerie etwas komisch. Vom Körper des Ausgeweideten konnte ich Schleifspuren ausfindig machen, die darauf hinwiesen, dass der Vierte im Bunde nun weggezerrt wurde. Doch es war keiner der Leute gewesen, die ich seit dem Ungeheuer verfolge. Hinweis hierfür waren mehrere kleine Brocken getrocknetes Blut, welches definitiv aus einem früheren Kampf stammte. Dieses war jedoch eindeutig nicht vom Geschliffenen, sondern von einer Fünften Person. Die Spur war noch Recht frisch, so dass ich auch sogleich folgte.

Auf einmal konnte ich Schussgeräusche ausmachen, die ganz aus der Nähe stammten. Schnell schlich ich mich heran, um nicht in einen Hinterhalt zu geraten. Ich konnte gerade so noch einen Blick auf eine Vierer Gruppe ausmachen, ehe diese in den aufsteigenden Rauch verschwand. Unter ihnen waren definitiv Youki und unser Captain. Ein paar Kampfgeräusche inklusive umfallender Körper beendete die Geräuschkulisse und ließ auch den neuaufsteigenden Rauch verebben. Nichtsdestotrotz blieb es schwer, eindeutig etwas auszumachen. „Rebellen!“, rief die nur allzu bekannte Stimme. „Sie können rauskommen! Masaoka hier!“, fuhr er fort. Irgendwie hatte er in letzter Zeit eine komische Art zu reden.

Ich beschloss noch kurz, die Situation zu beobachten, bevor ich mich erkenntlich gab. Schließlich wollte ich wissen, wen er da aus der Deckung holte und wer die anderen beiden Personen waren. Aus diesem Grunde schlich ich mich nahe genug heran, um die Leute sehen zu können, die dort standen. Leider konnte ich nicht allzu viel ausmachen, außer den Fakten, die ich sowieso nun schon wusste. Jedenfalls handelte es sich hier um keine feindliche Truppe, so dass ich nun völlig unspektakulär dazu stoßen wollte. Musste ja keiner wissen, dass ich hier Spurenleser gespielt habe. Das erweckt sowieso nur unnötiges Aufsehen und ob ich denn in der Sicherheit nicht damit besser aufgehoben wäre. Aber ich glaube, gerade das macht den Reiz des Ganzen aus: Du tust etwas, was du eigentlich nicht können solltest und überrascht damit die anderen. Wäre ich bei der Sicherheit, wäre dies sicherlich nicht so großartig gewesen.

Mit festem Schritt ging ich also nun auf die Gruppe zu. Doch schon gleich entdeckten meine Augen etwas, was mein Herz einen Schlag aussetzen ließ. Es war Rubens, der zwar leicht fertig aussah, aber dort in voller Lebensgröße und Gesundheit vor mir stand. Ich hatte schon fast vergessen, wie schön es doch war, ihm gegenüber stehen zu dürfen. Meinem Gesicht entwich jedwede Anspannung, die sich stattdessen nun unbewusst in meinen Armen sammelte. „Hallo, Rubens…“, flüsterte ich ihm fast zu, holte dabei jedoch ganz unterbewusst mit dem Arm aus. „Schön dich wiederzusehen.“, beendete ich meinen Satz und ließ meine Hand gegen seinen Rücken schwingen. Ich glaube, damit hatte ich mir eine schöne, schlechte Angewohnheit von meiner Mutter abgekupfert: Gefühle über Gewalt herauszulassen.

Sofort sprang ich näher an den nun hustenden Rubens heran. „Es tut mir Leid, ich weiß nicht, ich wollte…“, brabbelte ich vor mich hin und wusste nun selber nicht mehr, was ich machen sollte. Ohne dass ich es selber merkte, hatte ich Rubens an mich herangezogen und strich ihm sanft über den Rücken. Als sein Husten sich wieder beruhigt hatte und ich nun die seltsame Blicke vom Rest des Teams erntete, löste ich die „Umarmung“ schnell wieder und stand nun leicht verlegen da. Doch professionell wie ich war, setzte ich sofort wieder das Pokergesicht auf und schaute nun Youki an. „Willkommen zurück im Team, Epiphany.“, begrüßte er mich und deutete in Richtung des nächsten Ganges, in den es nun wahrscheinlich weitergehen sollte. Eine freundliche Geste gegenüber Youki und ein Zwinkern zu Rubens ließ unser Team schließlich weiterlaufen.
Lieutenant Youkichirou Masaoka
Sicherheitschef und zweiter Offizier auf der USS Phoenix

Master Chief Petty Officer Epiphany Maidie
Wissenschaftlerin auf der USS Phoenix

Im IRC auch Gao, das flauschige, fellige Etwas
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