TEN–GLog 07/03–Wolf/Maidie–tempCSO/SCI–12090.0211

CO: Ner'Ayez Diszra - XO: Kelav T'Rish - DXO: Youkichirou Masaoka

Moderatoren: John Connor, Operationsstab

TEN–GLog 07/03–Wolf/Maidie–tempCSO/SCI–12090.0211

Beitragvon RubensWolf » Mo 13. Dez 2010, 01:08

Wörter: 2697
Epi: 1360
Rubi: 1337

Beteiligte Personen: Cmd Ner’Ayez, Lt Masaoka, Lu, Cardew (erw.), namenloser Techniker


== Tenjin, nahe dem Panoramadeck ==

Was diese Dinger waren, war unmöglich zu sagen. So verändert, verwuchert wie ihre Körper waren, konnte man sie nurmehr entfernt als Humanoide klassifizieren. Und so wie es wirkte, waren es ehemals Rebellen. Oder waren sie es immer noch? Zwischen dem Geschrei des einen, der Röcheln des anderen Ungetüms musste man sich zusammenreißen, um den Blick wieder aufs Wesentliche zu lenken. Ich musterte sie, studierte die Anatomie, die noch erkennbar war. Unter all den krebsartigen Auswüchsen an Muskelmasse und Knorpeln steckte zweifelsfrei früher eine normale Person. Die spitzen Ohren, die einem der Biester nicht abhanden gekommen waren, erinnerten an einen Teil seiner Herkunft. Vulkanisch, oder im Zweifelsfalle romulanisch wirkte dieses Merkmal, auch wenn es auch andere Spezies mit ähnlichen Gehörorganen gab. Aber der Rest, inklusive dem verzogenen Rahmen seines Körperbaus, war unerkennbar. Sein, oder ihr, rechter Arm war länger als gewöhnlich, überseht von Beulen aus Muskelsträngen und Fehlbildungen. Doch die Rechte Hälfte seines Körpers zeichnete ein deutlich unterschiedliches Bild. Sie wirkte wie ein vertrockneter Zweig, verschmorte Haut die sich über einen dürren, beinahe skelettierten Arm legte wie ein Leichentuch.
Das andere Ding, welches sich kaum noch wand, röchelte unter seiner verkohlten Haut, der unförmige, aufgeblähte Bauch ließ dem Brustkorb kaum Raum zum Atmen. Die Haut zog sich sehnig über den kleinen Rippenkäfig, gelblich-braun, bis zur Unkenntlichkeit mutiert. Die runde Kugel, die sich dort abzeichnete, wo bei den meisten Humanoiden die Eingeweide lagen, war überseht von kleinen und größeren schwarzen Flecken. Nekrose, totes Gewebe, das vom Körper nicht mehr am Leben erhalten werden konnte. Es bestand kein Zweifel, dass der Anblick dieser Kreaturen elend war, ekelhaft und widerwertig. Doch ebenso klar war es, dass wenn wir helfen wollten, wir es bald tun sollten. Möglichst sofort, wenn es in unserer Macht stand.





Bilder zogen kurzzeitig an meinem geistigen Auge vorbei, als ich diese Kreaturen dort vor mir sah. Sie erinnerten mich mit ihren Verbrennungen und Entstellungen an meinen eigenen Unfall. Als ich mich nach meiner ersten OP im Spiegel sah, wollte ich am liebsten sterben. Da, wo vorher mal mein Gesicht war, war eine hässliche Fratze, die durchaus mit dem Kreaturen dort vorne mithalten konnte. Doch ich schüttelte den Gedanken schnell aus meinem Kopf und drehte mich wieder dem eigentlichen Problem zu. Ich hatte Rubens immer noch nahe bei mir, jederzeit bereit, ihn aus der Gefahrenzone zu zerren, falls dies notwendig war. Ich selbst hatte zwar nie ein Eskortierungstraining gehabt, war aber durchaus mit Situationen wie diesen vertraut.

Doch etwas wunderte mich schon die ganze Zeit. Alle Leute aus dem Team waren inzwischen anwesend und in Kampfposition. Doch keiner rührte sich. Es war so, als hätte jemand eine unsichtbare Mauer zwischen uns und den Kreaturen errichtet und wir warteten alle nur darauf, dass sie verschwindet. „Worauf warten wir?“, schnaubte die unbekannte Frau genervt. Offenbar war sie von der Situation auch irritiert. Keiner war sich so richtig sicher, ob wir nun schießen sollten oder nicht. Plötzlich feuerte Youki jedoch einen tödlichen Schuss auf den Kopf der einen Kreatur ab, so dass jene blank nach hinten umfiel. Alle schauten ihn an, doch er schüttelte nur den Kopf. „Die wollen nicht mehr leben. Wir sollten sie erlösen.“, meinte er offenbar ehrlich aus tiefstem Herzen. Ich wusste nicht, ob das so stimmt. Doch wenn es wahr war, was er sagte, dann war der Auftritt dieser Kreaturen einzig und allein dafür bestimmt, dass wir sie abknallen.

Doch ich war trotz dieses Ausspruches von Youki immer noch verwirrt. Der übrig gebliebene schaute uns noch immer röchelnd an und bewegte sich keinen Millimeter. Wollte er wirklich nur sterben? Unbewusst suchte ich nach Rubens Hand und fand diese auch schnell. Ich griff leicht zu und feuerte ebenfalls die Waffe in meiner Hand ab. Somit war auch der zweite nun nur noch eine Erinnerung in den Köpfen seiner Mitstreiter. Durch das Team ging ein leichtes Raunen, doch Youki unterbrach die unangenehme Stille. „Kommt, wir müssen weiter, zur Brücke.“, empfahl dieser etwas kleinlauter als sonst und zeigte dabei in Richtung Panoramadeck.





Ich fasste ihre Hand, drückte sie fest, nachdem sie ihr Gewehr abgefeuert hatte. Obwohl nur aus der Hüfte geschossen, mit einer Hand, traf Epiphany genau ins Schwarze. War es ein Gnadenschuss? Hatten diese beiden Schüsse die Kreaturen, diese ehemaligen Rebellen wirklich den Wunsch gehabt, zu sterben? Nun würden wir das wohl nicht mehr klären können. Der Sicherheitschef hielt zur Eile an, und objektiv betrachtet hatte er Recht. Es galt, zur Brücke vorzustoßen, die Situation, diesen fliegenden Container wieder in den Griff zu bekommen. Und irgendwie mussten wir uns in dieser Umgebung unseren Weg suchen. Ich blickte Epiphany an, die neben mir stand, und meinte in ihrem Blick einen Moment lang etwas Gequältes, etwas Unsicheres zu sehen. Ich wusste nicht warum, aber sanft strich mein Daumen über ihren Handrücken, als Geste, die Rückhalt spenden sollte. „Schon gut“, flüsterte ich ihr zu, bevor ich darüber nachgedacht hatte. Oder, ob das jemand gesehen hatte.

Mein Blick wanderte weiter, zu dem Techniker, der die Gruppe begleitete. Ich meinte, ihn zuvor bereits einmal auf den Gängen der Phoenix gesehen zu haben, aber bei hunderten von Crewmitgliedern hatte man oft das Gefühl, ein Deja Vu zu erleben. Er hatte inzwischen wieder seinen Tricorder zur Hand genommen, den er eifrig studierte. Mir fiel das Gerät auf, welches an der Oberseite angekoppelt war. Es wunderte mich nicht, wenn die Technik uns Wissenschaftlern etwas vorenthielt, doch dieses Stück Technologie wirkte nicht, als würde es aus dem Flotteninventar stammen. Er tippte etwas auf den Bedienfeldern seines Scanners herum, schien kurz die Stirn in Falten zu legen, bevor er unserer Kommandantin und Masaoka ein knappes Nicken widmete, bevor er begann weiter zu gehen, in die Richtung, in die offenbar auch die Fremde in unserer Gruppe wollte. Commander Ner’Ayez hatte ihre Klinge beiläufig an ihrer Seite, doch in einer Position, in der das bereits daran klebende Blut sich langsam der Spitze nähren konnte. Ein schauderhafter Anblick, als wir der Gruppe folgten, voran zu unsrem nächsten Ziel.





Rubens hatte Recht mit seinen wenigen Worten. „Schon gut“, das war es wohl. Es war schließlich nicht das erste Mal, dass jemand durch mich oder wegen mir sein Ende gefunden hatte. Die Gruppe vor uns ging ziemlich zügig voran und keiner schien die Tatsache zu hinterfragen, was wir erreichen wollten. Ich hielt es für ziemlich unwahrscheinlich, dass dieser Kahn noch zu retten war, geschweige denn steuerbar. Was also wollten wir auf der Brücke? Gab es da irgendetwas, was uns half?

Ich nutzte die Gelegenheit und schaute mich ein wenig um. Das Panoramadeck war riesig und war zu seiner Blütezeit sicherlich ein schöner Ort, um zu entspannen. Schade, dass wir so etwas nicht auf der Phoenix hatten. Wäre sicherlich lustig, da mit- Eine Schockwelle unterbrach mich jäh und dieses Mal war es Rubens, der mich gerettet hatte. In meinem Kopf dröhnte es und ich hatte keine Ahnung, was passiert war. Ich schaute Rubens an, welcher halb über mir lag und laut atmete. In meinem Sichtfeld entdeckte ich außerdem Youkichirou, der vor unserer Kommandeurin kniete. „Alles okay bei dir?“, fragte ich Rubens nun besorgt. Er nickte mir nur kurz zu und half mir dann auf.

Doch am liebsten hätte ich mich gleich wieder hingelegt. In meinem Kopf drehte sich alles und was ich dort sah, erweckte in mir dazu noch eine tiefste Übelkeit. Ein Teil des Panoramadecks war heruntergefallen und unter und über dem Trümmerhaufen waren eine Menge Rebellen, sowohl Kinder als auch Erwachsene. Ich konnte von hier nicht ausmachen, ob da noch was lebte. Doch die Wahrscheinlichkeit war gering, dass bei diesem Anblick von Blut und Körperteilen tatsächlich jemand lebend hervorgehen sollte. Davon mal abgesehen, dass es mir eh schwer fiel, gerade aus zu denken. Mit dem Schwindel und der Übelkeit kam jetzt auch noch ein Hustenanfall, der offenbar von dem aufgewirbelten Staub folgte. Alles in allem musste ich gerade wohl ziemlich jämmerlich aussehen.





Ich stützte Epiphany, so gut ich konnte, als ihr starker Husten ihren Körper durchfuhr. Mit der freien Hand hielt ich sie fest, so gut ich konnte, bevor sie sich schließlich etwas erholen konnte, die Kehle immer noch merklich trocken. „Wir hätten Wasserfalschen mitnehmen sollen“, murmelte ich, als ich mit der Unterlauflampe meines Phasergewehrs die Umgebung erhellte. Der Anblick war wenig beruhigend, denn zwischen Metallträgern, Kabeltrassen, Verkleidungen standen einzelne, funkenspendende Kabel hervor, die wohl teilweise noch Strom führten. Ab und an auch heraus stehende Teile von komplizierterer Schiffstechnik, die ich nicht identifizieren konnte. Aber tatsächlich war es am unangenehmsten, die Toten zu sehen. Ihr verdrehten Gliedmaßen, die starren Arme, die unter dem Geröll hervorragten. Seit den ersten Minuten hatte dieses Schiff eine gespenstische Aura, etwas bedrohliches lag in der Luft. Und es begann mir zu dämmern, dass dies hier nicht länger ein Schiff, ein Habitat der Rebellen war. Es war zu einem Massengrab geworden, und der eiskalte Hauch in der Luft passte genauso gut zu einem versagenden Umweltkontrollsystem, wie er zu den letzten Atemzügen dutzender Opfer passte, die in einem Moment ihres Lebensfunkens beraubt wurden.

„Alle tot.“ war der trockene Kommentar, den die fremde Schwerkämpferin äußerte, bevor sie ihren Blick von den Trümmern aus Mensch und Maschine abwandte, und einen Ausweg suchte. Offenbar waren wir mindestens ein Deck nach unten gefallen, mitsamt allem, was über uns hereinbrach. Ich hob den Lichtkegel so an, dass ich versuchte über uns etwas zu erkennen. Doch außer einem großen, dunklen Loch, wo sich einstmals die Decke über dem Luftraum des Panoramabereichs befand, war kaum etwas wahrzunehmen. Offenbar war auch ein Teil des Klimatisierungssystems getroffen, denn so etwas wie Dampf schien in Unmengen auszuströmen. „Wir müssen da rauf.“ Hörte ich nur, bevor ich die Fremde mit der Klinge bereits wieder versorgt, über die Rampe, den Haufen aus Bruchstücken dieses Schiffs nach oben klettern sah. Der andere Rebell folgte ihr kichernd, irre, und beunruhigend unbeschwerten Schrittes. Und das, obwohl er umgeben war von den Leichen seiner Freunde. Ich sah kurz zu meiner Kollegin neben mir hin, versuchte ihren Blick zu lesen.






Ich hatte mich zwar einigermaßen wieder beruhigt, war mir trotzdem aber nicht sicher, ob ich so einen Aufstieg nun schaffen würde. Die Kletterei an sich würde mir normalerweise kein Kopfzerbrechen bereiten, aber mit meinen momentanen Zustand und der Tatsache, dass wir hier im wahrsten Sinne des Wortes „über Leichen gingen“, erleichterte das mein Gemüt nicht gerade. Ich bemerkte Rubens eindringlichen Blick, der eindeutig fragte: „Kannst du noch? Geht es?“. Doch hier ging es nicht mehr darum, ob es geht. Ich wollte nicht hier unten bleiben, so viel stand fest. „Ihr geht voraus.“, kam es plötzlich von Youki. „Nur für den Fall der Fälle.“. Doch sein Kommentar galt nicht uns, sondern unserer Chefin, die sich nun langsam ebenfalls den Berg hocharbeitete.

Ich wollte ihm gerade etwas Böses an den Kopf werfen, als dies unser mit einer einladenden Geste ebenfalls den Vortritt ließ. Ich wagte es nicht, ihn weiter anzuschauen, sondern nickte stattdessen Rubens zu, der mir nun dicht folgte. Ich hatte Befürchtungen, dass seine Kletterkünste nicht die besten waren und ich ihm vielleicht etwas helfen konnte. Der Aufstieg war ziemlich beschwerlich. Einerseits kämpfte ich gegen den Schwindel an, andererseits half ich Rubens hinaufzukommen. Youki folgte uns dicht auf und schien die Hürde gut zu meistern. Ich kannte ihn so gar nicht, doch im Moment war dies mir egal. Meine Sorge galt einzig und allein Rubens und wenn wir oben waren, würde ich ihn loben, auch wenn es kindisch war.

Kurze Zeit später waren wir das auch. Die Fremde hatte nicht sonderlich auf uns gewartet und war schon ein Stück weiter entfernt. Wir schlossen daher mit schnellerem Schritt auf. Als wir wieder alle beisammen waren, klopfte ich Rubens auf die Schultern: „Gute Arbeit, mein Freund.“. Ich hoffte, ihm ein nettes Lächeln schenken zu können, ohne dabei allzu miserabel auszusehen. Er schien das Lächeln zu erwidern und ging nun weiter an meiner Seite voran. Es dauerte nicht mehr lange, da standen wir auch schon vor dem nächsten Problem. „Dieser Lift ist die einzige Verbindung zur Brücke.“, kommentierte die seltsame Frau die Tatsache. Doch offenbar war dieser außer Betrieb, wie sowieso alles hier. In diesem Moment war mir diese ganze Sache so über, dass ich meine gesamten aufgestauten Emotionen mit einem Mal an einem Trümmerhaufen entließ, indem ich dagegentrat. „Wieso kann nicht einmal alles klappen!“, rief ich lauter als gewollt gegen die Wand.





Irgendwie war mir der rote Faden ein wenig abhanden gekommen. Freund? Irgendwie schmeckte mir das nicht im Geringsten. „Ich würde es auch begrüßen, wenn die Schallduschen funktionieren würden.“ sagte der spitzohrige Wissenschaftler. Ich musste schmunzeln, stimmte ihm zu, und runzelte dann die Stirn. Ein äußerst seltsamer Charakter, für einen Vulkanier, und ich musste mich immer mehr wundern. Ich sah dann in die Gruppe, als auch Lieutenant Masaoka aufgeschlossen hatte, und sagte es einfach gerade heraus: „Dann klettern wir eben den Turbolift-Schacht nach oben. In den Schächten sollte es doch auch Steigbügel geben, oder irre ich mich?“

Man hätte kaum bis fünf zählen können, bevor unsere Kommandantin bereits den entsprechenden Befehl gab. Doch der wurde bereits leicht übertönt von dem hallenden Lachen, dass der irre Rebell von sich gab, als er hastig im Schacht verschwand. Es gab keine Einwände. Unser Techniker hatte sich bereits nützlich gemacht, indem er den Türmechanismus kurzgeschlossen hatte, worauf hin die Türen mit roher Gewalt geöffnet werden konnte. Die fremde Rebellin, offenbar von steter Unruhe getrieben, trat an den Rand des Schachtes, schien sich kurz umzusehen, bevor ein kräftiger Sprung sie scheinbar direkt an die entgegengesetzte Seite der vertikalen Röhre brachte. Dort allerdings, das konnte ich von meinem Standpunkt aus erkennen, befanden sich keine Steigbügel, um nach oben zu gelangen. Mein Staunen war allerdings groß, als ich nurmehr sah, wie sie scheinbar von der Wand wieder wegsprang, teils zurück auf die andere Seite, und auch hinauf. Und nach oben hin verschwand ihre Gestalt, als hätte die Schwerkraft im Bereich der Turbolift-Röhre eine Fehlfunktion.

Mir wurde warm, und ich begann etwas zu schwitzen, als wir die Kletterpartie bereits ein gutes Stück fortgesetzt hatten. Vor mir, oben, kletterten unsere Kommandantin, danach Epiphany, während unter mir der Techniker, der Wissenschaftler, und schließlich der Lieutenant als Schlusslicht folgten. Mein Gewehr hatte ich mir um die Schulter gehängt, um die Hände frei zu haben. Einerseits, um zu klettern, andererseits um mir den Schweiß mit meinem Ärmel von der Stirn zu wischen. Ich hielt dazu kurz inne, um nicht abzustürzen, wischte mir beide Hände an dem Uniformstoff trocken, und sah nach oben, um einzuschätzen, wie viel uns noch erwartete. Aber der obere Teil der Röhre war nicht das einzige, was ich sah, und sicher nicht das, was mich kurz zu einem Grinsen verführte.






Schon wieder klettern, dachte ich mir nur, als ich mich die kleinen Stufen hochhangelte. Leitern waren definitiv nicht mein Ding, auch wenn es mir nicht so viel ausmachte. Ich schaute kurz nach unten, um zu sehen, ob noch alle da waren. Dabei entdeckte ich Rubens grinsendes Gesicht, das im schlechten Licht aussah, als würde es gleich zur Grinsekatze persönlich mutieren. „So ist das also…“, murmelte ich vor mich hin und stieg schlussendlich durch die bereits offene Tür zur Brückensektion. Diese war sogar besser erhalten, als der Rest des Schiffes. Doch auch hier hat ein Kampf gewütet, wenn dieser auch weniger extrem ausgefallen zu sein schien.

Schließlich war auch Rubens oben angekommen und ich grüßte ihn mit einem verdächtigen Grinsen auf meinem Gesicht. Bevor er jedoch einen Schritt zurücktreten konnte, war ich bereits mit meinen Händen an seinen Wangen und zog an jenen. „Na? Hatten wir auch eine schöne Aussicht?“, fragte ich ihn zuckersüß, während ich weiter an seinen Wangen herumspielte. Rubens selbst kommentierte dies jedoch nur mit einem „Au, au, au“ und schaute dabei leicht schuldig, auch wenn ich wusste, dass er es bewusst genossen hatte. Nun war auch der Rest oben angekommen, so dass wir uns nun zur Fremden gesellten, die bereits an den Kontrollen herumspielte.

„Oh mein Gott.“, kam ein Kommentar von links, während ich den Betazoiden kichern hörte. Die Ursache des Ausrufs war eine riesige Anomalie direkt vor uns und offenbar steuerten wir direkt darauf zu. „Wenn wir mit diesem Wrack auf eine Anomalie dieser Größe treffen, dann…“. Ich wagte es nicht, den Satz zu beenden. Stattdessen schaute ich Rubens an, der ebenfalls ungläubig den Strudel vor uns anschaute. „Wir sollten weg.“, war seine Reaktion auf das aktuelle Geschehen.

Er hatte Recht und ich hatte keine Einwände.
PO3 Rubens Wolf TempCSO USS Phoenix
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