TEN - D'Mora Log4 - 12104.2231

CO: Ner'Ayez Diszra - XO: Kelav T'Rish - DXO: Youkichirou Masaoka

Moderatoren: John Connor, Operationsstab

TEN - D'Mora Log4 - 12104.2231

Beitragvon Quork » Mo 27. Dez 2010, 21:19

Petty Officer Second Class Hatham Eveh D'Mora
Charlog: 28
Schreiberlog auf der Unit: 19
Schreiberlog: 67

Woerter: 621
Betroffen:
PC: Team Blau
NPC:
Genannt/Indirekt:
PC:
NPC:


Die geheimnisvolle Frau, die aber eine gewisse Aehnlichkeit zu unserer Rio... Kommandantin aufweist, kletterte sehr schnell und gelenkig hoch, gefolgt von Commander NerAyez. Darauf folgten einige weitere Personen, und als letzte kletterten Lieutenant Masaoka und ich, er hinter mir. Der Aufstieg verlief ziemlich wortlos, und ich verfiel in Gedanken. Ich war viel zu kurz auf der Resolution gewesen, um wirklich etwas von Lilin lernen zu koennen; ohne sie war ich wieder voellig blind fuer fremde Emotionen und Gedanken. Nur kurz hatte ich was gespuert, ein ueberwaeltigendes Chaos an Emotionen, aber zu kurz, als dass ich etwas haette davon einsortieren koennen, und ich wusste auch nicht sicher, von wem es war. Mein Gefuehl hatte mir zunaechst gesagt, es sei die Kommandantin - aber es passte absolut nicht zu ihrem Erscheinungsbild, weder in jenem Moment noch generell. Trotzdem beschaeftigten sich meine Gedanken konstant mit diesem Erlebnis, obwohl ich genau wusste, dass ich nichts rauskriegen wuerde daraus. Ausser dass ich mir einen Lehrer suchen sollte.

Inzwischen war ich schon am Ende des Schachtes angekommen und so schob ich, den Kopf schuettelnd, die Gedanken bei Seite. Mein Blick schweifte ueber die Bruecke, aber ich nahm den Raum kaum wahr, die Gestalten dort faszinierten mich zu sehr. Die fremde Frau und unsere Kommandantin, die sich gleichzeitig im Gelaende orientierten, die eigenen Leute ueberblickten und sich verstohlen argwoehnisch musterten. Meine zwei Mitwissenschaftler, wie ich inzwischen wusste Master Chief Maidie, namentlich Epiphany und Crewman Wolf, namentlich Rubens, verloren sich in Zaertlichkeiten. Ich fragte mich, ob sie sich so ablenkten von den Schrecken hier, oder sie so verarbeiteten, oder ob sie so an solche Situationen gewoehnt waren dass sie das nicht so stark beschaeftigte. Erschrocken musste ich feststellen, dass ich selbst auch gewissermassen abgestumpft war, nach den Erlebnissen in der galae s'Shiar, die in den Geschehnissen auf der Du'Danda Class Raumstation gipfelten, mit den Yy'a'ihla-su und dem ganzen anderen Kram.

Anschliessend liess ich meinen Blick zu Lieutenant Masaoka schweifen, der komisch anteilslos dastand, sowie zu dem Rebellen, der auffallend wenig in Erscheinung getreten war bisher. Ploetzlich merkte ich, dass alle auf den Schirm zu gucken schienen, und es sickerte zu mir durch, dass jemand was gesagt hatte. Ich drehte mich in die gleiche Richtung und erblickte eine Anomalie. Mein astronomischer Verstand wischte sofort alle bisherigen Gedanken beiseite und ich fing an, die Anomalie zu analysieren. Die visuellen Daten sagten nicht viel aus, und ich blickte mich um, ob ich eine funktionstuechtige wissenschaftliche Konsole finden kann. Das konnte alles moegliche sein, von einem instabilen Raum-Wurmloch ueber etwas in Art eines natuerlichen Transwarp Conduit bis hin zu irgendwas unbekannten. Ich entdeckte eine Konsole, die brauchbar wirkte, und fragte, an die Commander gewendet: „Ma'am? Darf ich einen Blick auf die Sensordaten zu der Anomalie werfen?”
„Tun Sie das” erwiderte sie sofort, und ich kletterte ueber den Schutt zu meinem Ziel.
„Massive Strahlungsemission im gesamten erfassten elektromagnetischen Band... Partikelemission, alles denkbare von Alphastrahlung bis hin zu Chronitonen...” Die Werte waren wirr, und nicht mit etwas Konventionellem zu erklaeren. Ich entsann mich einer alten Dozentin, die uns mal sagte: „Wenn alles Plausible ausgeschlossen ist, sucht nach dem Unplausiblen - wenn es notwendig ist, dann auch nach Variablen, wo eine Konstante ist...” Sie hatte uns eine Uebung aufgegeben, bestimmte Sensordaten auszuwerten. Ein Sinn war erst erkennbar, als man sie durch einen Suchalgorithmus schickte, der die einzelnen physikalischen Konstanten in Frage stellte.
Genau das gleiche beschloss ich hier zu tun. „Einen Moment bitte...” murmelte ich leise. Der Algorithmus brauchte sichtlich lange durch die Schaeden an der Rechnerstruktur, endlich jedoch bekam ich, was ich wollte.
„Und die Anomalie wirkt masseverzerrend... Die Gravitationskonstante variiert um einen Faktor im Bereich von zehn hoch drei...” Ich blickte auf gespannt auf die Reaktion der Commander.
Quork
 
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