TEN . MLog 07 . Pandora . Rebellin . 12108.2256

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Beitragvon Ghjea Lii » Fr 31. Dez 2010, 21:35

Personen: das Team, Anders
Wörter: 733


=^.^= an Bord der Tenjin =^.^=

"Wir sind so gut wie da.", übersetzte ich relativ tonlos Anders' eher kompliziertere Ausführungen und bekam einen genervten Blick von Rhoya. Vielleicht dachte sie, ich würde voraussetzen, dass sie den Jungen nicht verstand. Vielleicht tat ich das sogar. Es war nicht jeder an den Umgang mit Anders gewohnt. Und vor allem an Klein-Anders nicht. Ich schon. Ich war an Klein-Anders gewohnt, an Anders in groß und an jede digitalisierte und andere Form von ihm. Anders war so sehr Familie, dass er fast schon wie ein dritter Vater war. Oder eben großer Bruder weil er ja auch eine "Schöpfung" meiner Väter war. Paps hatte ihn entwickelt, dann hatten sie ihn beide programmiert und Dad war maßgebend an seiner äußeren Erscheinung beteiligt gewesen und... ja. Es war eben ihr Projekt. Und es wurde immer nur noch größer. Und ich war stolz weil sie soviel damit geschaffen hatten. Anders war das Bindeglied zwischen verschiedenen Schiffen und überall wo Anders war konnte man sich hundertprozentig auf ihn verlassen.
Außer eben seine Subroutinen und was weiß ich noch wurden beschädigt so wie hier. Aber in dem Fall was hier an Bord passiert war vielleicht noch das geringste Übel.

Wie mich die anderen ansahen, darauf achtete ich nicht. Auch nicht, dass meine Finger irgendwie ruhelos über diese Feder strichen die ich mittlerweile in den Händen hielte und damit nervös wirkend Kreise in die Luft zeichnete ohne darauf zu achten.
Aber ich schenkte allen ein gewohnt strahlendes Lächelnd, machte eine einladende Bewegung als Anders voran spazierte. "Bitte schön, bitte sehr, bitte gleich, alle kommen dran.", sang ich halb, machte eine Verneigung und ließ alle vorangehen. Vor allem Solar. Der sollte jetzt endlich mal irgendeine Art von Gewissheit erlangen. Das musste so schwer für ihn sein.
Für mich auch. Apropos. Mein Mundwinkel zitterte in die Höhe, ich drehte mich um, betrachtete einen anderen Schachteinstieg, stopfte die Feder so zwischen meine Brüste dass sie von dem Band des Bikinioberteils gehalten wurde und zog die Flügel so eng wie möglich an meinen Rücken ehe ich mich in die Röhre quetschte.
Es war verdammt wichtig, dass sie Lu fanden, das Schiff zum Laufen brachten oder was genau sie jetzt eigentlich vorhatten. Ich würde meinen Dad suchen. Er musste hier sein.Sicher waren meine Eltern auch wichtig für alle, eben wegen ihrer Fähigkeiten und Talente und dem Wissen und so aber... vor allem waren sie wichtig für mich. Und ich hatte gerade gemerkt wie sehr.

Ich wusste nicht wieviele Federchen irgendwo hängen blieben, es fühlte sich als würden meine Flügel kahl rasiert und Tränen schossen in meine Augen aber ich krabbelte weiter, bis da wo es ein bisschen weiter wurde. Brennen tat es trotzdem wie Hölle.
Aber das war es wert. Hier irgendwo musste dieser Gang langgehen, der... ja. Hier. Genau. Da waren schwarze Federreste.
Natürlich... die könnten auch alt sein. Sicher war Daddy hier schon öfter mal durchgekrabbelt wenn er was gewartet hatte oder so... aber das Blut an der Feder die ich zwischen den Brüsten stecken hatte... das war frisch. Ob es allerdings sein Blut war oder... von einem anderen oder... ich wusste es nicht. Ich wollte es nicht wissen. Doch, eigentlich schon. Irgendwie nicht. Ich... nun, ich wusste wie sich Solar gefühlt haben musste als Rhoya ihm die Jack gezeigt hatte. Vielleicht hatte er sich noch schlimmer gefühlt. Vielleicht nicht. Ich wusste es nicht. Ich war nur sehr verunsichert und wollte allein sein und auch wieder nicht und...
Aber du bist nie allein, Schätzchen.
Wir sind doch da.
Wir können auch nett sein!
Ja... können.
Daddy ist sicher hinter der Ecke dort.
Aber wahrscheinlich tot.

Ich hasste die Stimmen. Ich hasste mich. Ich hasste all das hier. Ich hasste die Allianz. Ich wollte zu meinem Daddy. Und in seine Federn kuscheln wenn er die Flügel mich herum zog so wie ein Nest. So wie früher wenn ich nicht schlafen konnte.

Um die Biegung zu krabbeln war schwierig, obwohl dahinter das ganze erweitert wurde und da auch ein Raum war. Sogar der Einstieg war hier größer. Und etwas... nun, es war stockdunkel. Und dieser Geruch nach... Blut und... Tod und... raschelte da was? Irgendwie hatte es diesen seidigen Klang von... von Federn... das waren wohl meine eigenen. Aber ich versuchte ja sogar den Atem anzuhalten um keinen Lärm zu machen. Obwohl ich beim Krabbeln sicher schon genug gemacht hatte.
Ich schluckte. "Da...ddy?", flüsterte ich. Da raschelte es wieder!
Cmdr Ghjea Lii
Erste Offizierin der USS Britannia
Adjutantin des Rektors der Akademie
Dozentin für: RPGS, RPGL, STAW, STAM

Cmdr Valar Szin; Lt Tyrone Fernandes; LtjG Chiu Afeoth; SCPO Jayden Solin Stone; Cad Ben Deeuard; Pandora Stone-Soleily

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Ghjea Lii
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