TEN . Pandora (08) & Merlin (01) . Rebellen . 12109.1910

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TEN . Pandora (08) & Merlin (01) . Rebellen . 12109.1910

Beitragvon Ghjea Lii » Sa 1. Jan 2011, 18:09

Personen: Jayden

Wörter Merlin: 843
Wörter Pandora: 975

We are Family!


=^.^= an Bord der Tenjin =^.^=

Der Schacht war eng. Na gut hier vorne nicht mehr so. Aber immer noch traute ich mich nicht wirklich raus. Ja, ich hatte etwas rascheln hören und es hatte wie seidige Federn geklungen wenn sie aufeinanderrieben, wenn sich Flügel schlossen oder wenn Flügel halt so... herabgezogen waren und so und... ach wie sollte man das beschreiben, das konnte nur jemand verstehen der selbst Flügel hatte. So wie ich. Und Dad. Und... ja... sonst kannte ich keinen mehr der das hatte oder verstehen könnte.
Ich holte noch einmal Luft. Vielleicht hatte er mich... gar nicht gehört. Wenn überhaupt wer hier war. Wer sagte nicht, dass ich mir das alles bloß einbildete? Immerhin war... war ich auch verrückt. Irgendwie. Hörte Stimmen und so. Die in mir waren und mit mir sprachen.
Du nennst uns verrückt?
Wir sind doch echt.
Immer bei dir.

Aber das Kichern, das kam mir nicht mehr so abstrus und abwegig und.. und... einschüchternd gespenstisch vor wie früher. Trotzdem musste ich noch einmal durchatmen bis ich mich aus dem Schacht heraus in diesen anderen Raum gleiten lassen konnte den ich erreicht hatte und wo ich geglaubt hatte das zu hören. Oder eben nicht. Oder doch. Oder...
"Daddy?", fragte ich in die Dunkelheit, schluckte und nahm mein tragbares an die Hüfte geklettetes Dings um an dem Rädchen zu drehen und zu versuchen, dadurch etwas Licht zu werfen.



'Scheißescheißescheiße...', ging es mir immer wieder durch den Kopf, als ich versuchte, mein Bein abzutasten. Spüren konnte ich es nicht mehr, aber da war es zumindest noch. Hatte auch nicht gut getan, sich aus dem Schacht fallen zu lassen. Aber was sollte man machen, wenn das Ping nun einmal von hier kam?
Ich war fündig geworden, das war das Einzige, was gerade wirklich zählte. Und doch irgendwie auch nicht ganz, denn Jay war zwar da, aber reagierte nicht. Und ob da Lebenszeichen waren oder das nur mein Wunschdenken war, das wusste ich selbst nicht.
Irgendetwas hatte geflüstert ... oder auch nicht. Und dann war da Rascheln und ein klapperndes Klacken wie von Schuhen oder sowas, Stiefeln. Ich sah auf, schluckte, denn die Finsternis war selbst für mich nur schwer zu durchdringen, zumal meine Augen ohnehin brannten und da irgendwas Feuchtes war, das ich gerade nicht einordnen konnte.
Die Stimme dann aber, die konnte ich einordnen - und das mit absoluter Sicherheit. Und es erleichterte, ließ mich durchatmen, überhaupt wieder atmen. "Küken!", krächzte ich, erkannte meine eigene Stimme selbst nicht mehr, aber ich brachte zumindest einen Ton raus. Und hob mühsam meinen Flügel zu Seite, dass er Jay, den ich im Arm hielt, und mich nicht mehr schützend verbarg.


"Daddy!"
Jetzt schossen die Tränen der Erleichterung und des Überwältigtseins in meine Augen, als ich ihn da sitzen sah, jetzt in leicht pinkes Licht getaucht das ein wenig gespenstisch den Raum beleuchtete, ausgehend von meinem Hüftklebedings, das ich nun wieder da dranheftete und schon neben ihm hinfiel, ihn umarmte.
Drei, vier, vielleicht auch mehr nicht wirklich geweinte und doch aus den Augen laufende Tränchen befeuchteten seine Klamotten und Federn.
Dann schniefte ich auf und erkannte, wer da eigentlich noch lag. "Paps!", schnell sah ich zu meinem geflügelten Vater auf. "Ist er... hat er... ich meine..."
Ich schluckte. Dann beugte ich mich erst einmal hinab um nach Lebenszeichen meines gefleckten Vaters zu suchen. Das musste Herzschlag sein. Wenn auch nicht ganz gleichmäßig und mit ein paar Aussetzern. Aber da war einer. Und Atmung. Auch schwach. Aber da. Und mit sehr großen Abständen zwischen den einzelnen Luftzügen. Als wäre er ganz weit weg.
Ich musste Dad nochmal umarmen. Spüren dass er da war, die Flügel eng an mich gefaltet.
"Wieso seid ihr hier? Was ist passiert? Geht es dir gut? Es wird alles wieder. Solar ist auch hier. Und Rhoya. Und wir haben Hilfe, aus der Vergangenheit. Und sie suchen jetzt Lu. Und dann wird alles gut. Nicht wahr?"



Ob ich gerade selbst weinte oder nicht, dessen war ich mir nicht bewusst, war auch vollkommen egal, denn ich hatte meine Familie wieder beisammen und ... mein Blick fiel nach unten, als Pandora selbst nach Lebenszeichen suchte. Da sie nicht heulend zusammenbrach oder Ähnliches, konnte ich selbst durchatmen. Ich hatte mir nicht eingebildet, dass Jay noch da war ... so ein bisschen zumindest. Ja, meine Familie lebte und ich hatte auch gar nicht anders gekonnt, als das wirre, pinke Plappertäschchen fest an mich zu drücken, als es mir um den Hals gefallen war. Nun musste ich tatsächlich leise lachen.
"Das klingt gut, sehr gut, wirklich. Wir ... na ja, das Schiff wurde angegriffen und ich hab Jay gesucht ... und gefunden. Du weißt ja, wir haben diese Sender, die uns immer sagen, wo der andere ist und so.", stieg ich selbst in gewohnter Manier auf ihren Laberflash ein und seufzte dann noch einmal tief auf. Ja, jetzt konnte ich auch daran glauben, dass alles wieder gut werden würde. So irgendwie eben.
"Wir müssen ihn zu irgendwem bringen,d er sich mit Medizin auskennt, damit die ihn wieder hinbekommen und ... eh was?!", blinzelte ich schließlich, als mich ihre Worte auch wirklich alle erreicht hatten - reichlich spät.
"Wie aus der Vergangenheit? Hä?!"


Ich strahlte meinen Daddy an. Wenn Daddy da war, dann war alles gut. Er und Paps würden alles richten. Sie hatten immer alles gerichtet. Sie hatten mich gerichtet und die Schiffe und die Büchse und Anders und... alles eben.
Aber erst musste man Paps richten. Und dann... ja... das Schiff wieder hinkriegen. Alle Schiffe. Und... oh! Ich nahm das Leuchtdings von der Hüfte und suchte im Kontextmenü nach irgendwas, damit ich Paps helfen konnte.
"Hilf mir mal.", forderte ich Daddy auf, als ich es aufklappte um die zwei Klebepads rauszuholen und ihn aufforderte es an die richtige Stelle am Rücken zu kleben. Natürlich würde mich das was da gespeichert war nicht zur tollen Medizinerin machen, aber vielleicht fiel mir dann was ein, womit ich Paps aufwecken könnte!
"Hm? Oh. Ja.", sagte ich, als er das Ding anklebte und ich kurz schauderte weils kalt war.
"Ja also, da ist so ein Schiff aufgetaucht. Die äh... wie hieß die noch... also da ist auch so'ne Kommandantin drauf die ist voll... naja, sie is hübsch, erinnert mich an Lu und so... also... wie hieß die... Nerds... Nurs... Nar... ner... ja, genau. Ner'Ayez. Von der Phoenix. Also, so heißt das Schiff. Das sind Sternenflottler. So wie du und Paps! Also... früher."



"Die Phoenix?!", platzte es aus mir heraus und ich starrte Pande einen Moment lang ungläubig an. "Hey, von der hab ich gehört ... die war schon damals berühmt, als du gerade mal in Planung warst." Ich grinste und kontrollierte noch einmal tastend, ob die Pads nun richtig saßen, ehe ich meine Tochter abwartend und auch erwartungsvoll ansah, mein Blick dann aber auch wieder zu Jay wanderte, als sie sich mit hochkonzentrierter Miene daran machte, ihn noch einmal zu untersuchen, Puls zu messen und so ...
"Der ist auf jeden Fall viel zu unregelmäßig.", brummte Pande schließlich und ich sog scharf die Luft ein.
"Dann ist sein Herz gerade nicht ganz auf der Höhe.", murmelte ich und geriet dann unvermittelt in rege Betriebsamkeit, als ich begann, Jaydens Taschen abzutasten. Aufatmend zog ich ein winziges Gerät heraus und blinzelte in die Dunkelheit. "Küken, tu mir doch bitte mal einen Gefallen und hol da vorne, etwa fünf Meter weiter links unten an der Gangwand aus der Klappe die mobile Lichteinheit, ja?" Ich vermutete, dass sie nickte, denn sie krabbelte los, während ich begann, Jaydens Oberteil zumindest so weit zu verbannen, dass seine Brust freilag.
Als wir dann endlich, zwar nicht viel, aber eben genug, Licht hatten, tastete ich auf der blassen Haut nach diesem kleinen, harten Plättchen, das direkt darunter lag, auf Höhe des Herzens. Dort wurde das kleine Kästchen schließlich mit einem leisen Klack-Geräusch angesetzt, von Magnetismus an Ort und Stelle gehalten, ehe ich es mit zitternden - und wie ich nun sehen konnte reichlich blutigen - Fingern aktivierte und einen geheimen Code eingab. Ja, der tatsächliche Schlüssel zu Jaydens Herz.


Folgsam war ich losgekrabbelt, hatte das Licht geholt und beleuchtete nun das was, Daddy mit Paps tat. Mit großen Augen sah ich zu und merkte kaum, dass ich mir auf der Lippe herumbiss.
Aber genauso besorgt betrachtete ich nun auch Dad selbst, der ja auch nicht grade aussah wie frischer Morgentau. Da war Blut an den Fingern und da an der Schläfe und das Bein sah auch ziemlich mitgenommen aus, auf dem Paps halb drauflag weil er ihn wohl ein wenig hochgezogen hatte als er ihn gefunden hatte.
Und... nun, ich hätte ja ein Stück Kleidung abgerissen um ihn notdürftig zu verbinden, aber bei dem was ich anhatte war das nicht wirklich möglich.
Also nahm ich seufzend das Hemd von Paps dafür her und tupfte mit ein wenig Spucke feucht gemacht erst mal Blut von Dads Schläfe um zu sehen was da war, aber die Wunde war schon ziemlich verkrustet, also blutete zumindest nicht mehr. Das sollte sich dann aber auf jedenfall jemand ansehen!
Dann sah ich aber gebannt erst mal zu Paps, weil ich jetzt tatsächlich sehen konnte, wie sich die Brust hob und senkte. Tatsächlich piepte das kleine Kästchen das Dad da drangepappt hatte jetzt erst einmal, dann zweimal, dann noch einmal, dann dreimal, dann noch einmal. Und dann... fingen Paps Augenlider an, sich langsam zu bewegen!
"Mer...lin.", murmelte er, noch bevor er die Augen wirklich offen hatte und ich musste mir mit aller Mühe das laute Quietschen unterdrücken und auch das Auf-Ihn-Draufwerfen, knutschte dafür erst einmal Dad und kuschelte dann Paps sehr fürsorglich, der immer noch versuchte die Welt zu fokussieren.
"He... Kleines, was machst du denn... hier.", er klang noch etwas tonlos, aber die Mundwinkel schienen sich schon wieder nach oben ziehen zu wollen. Vor allem aber sah er zu Daddy hoch und schenkte ihm jetzt auch einen ganz tiefen Blick.
Ja, meine Eltern waren süß!
Und jetzt konnte ich auch beginnen sie alle so zu verbinden dass wir hier weg konnten, weil sicher konnte man anderswo viel besser helfen.



Da war schon wieder etwas Feuchtes und ich sah verschwommen, aber es war egal, denn ich fühlte mich regelrecht high, als Jayden meinen Namen sagte und die Augen begann zu öffnen, tief Luft einsog.
Ob es half, dass ich seine Stirn küsste und ihm wirre, weiße Strähnen aus eben dieser strich, ihn etwas mit Blut bemalte dabei, keine Ahnung. Zuletzt aber drückte ich ihn an mich, lachte leise und hochgradig erleichtert. "Ja, alles wird gut.", meinte ich nun auch final zu Pandora und half ihr wenig später beim Verbinden.
Dass ich jetzt schon wieder rumfluchte und mit Jayden begann, technische Details des Schiffsangriffs und anschließenden halben Zusammenbruchs des Energienetzes zu besprechen, war wohl das allerbeste Zeichen dafür, dass es mir besser ging, seelisch besser, emotional besser.
Und dann hoppelhumpelten wir auch schon den ersten Gang entlang, fachsimpelten darüber, wie man nun denn am schnellsten Richtung Brücke kam, als wir alle drei erstarrten und innehielten.
Angriffsalarm!
Cmdr Ghjea Lii
Erste Offizierin der USS Britannia
Adjutantin des Rektors der Akademie
Dozentin für: RPGS, RPGL, STAW, STAM

Cmdr Valar Szin; Lt Tyrone Fernandes; LtjG Chiu Afeoth; SCPO Jayden Solin Stone; Cad Ben Deeuard; Pandora Stone-Soleily

IRC: Cassanna, Catzchen, Meeze
"Was war noch mal Vakuum?" - "Warte... ich hab's im Kopf..."
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