ULog 01 – Lt Masaoka – CXO/DXO – 12116.2341

CO: Ner'Ayez Diszra - XO: Kelav T'Rish - DXO: Youkichirou Masaoka

Moderatoren: John Connor, Operationsstab

ULog 01 – Lt Masaoka – CXO/DXO – 12116.2341

Beitragvon Youkichirou » Sa 8. Jan 2011, 22:25

ULog 01 – Lt Masaoka – CXO/DXO – 12116.2341

Personen: Lieutenant Commander Sarah Pearles

Wörter: 1149

==== ^ Zurück in der Schule ^ ====

~ Erde, Japan, Tokyo, Sternenflottenausbildungsstätte ~

Kaum war ich wieder in der Heimat, wurde ich auch sofort schriftlich zur japanischen Sternenflottenvertretung beordert. Offenbar hatten meine Eskapaden während der letzten Mission auch die Zeitbrücke übertreten und waren an die Ohren von Flagoffizieren gelangt, die nun eine Erklärung haben wollten. Nachdem ich über eine Stunde verhört, nein, das trifft es nicht, angeschrien wurde, legte man schließlich fest, dass ich „Nachholbedarf“ in der Grundausbildung hätte. Also zwängte ich mich in meine frisch gereinigte Uniform und saß nun gelangweilt neben frischen Rekruten, die mich teilweise argwöhnisch anstarrten. Ja, es war sicherlich nicht alle Tage so, dass ein Lieutenant zusammen mit Crewman die Schulbank drückte.

„Passen Sie gefälligst auf, Masaoka-san.“, ermahnte mich der Unteroffizier, der gerade etwas über „Sicherheitsaspekte während eines Außeneinsatzes“ erzählte. „Lieutenant Masaoka.“, erwiderte ich nur und schaute nach vorne. Irgendwie fand ich es lustig, ihn damit zu ärgern, dass er rangniedriger war als ich. Normalerweise interessierte mich so etwas nicht, doch in diesem Fall verleitete es mich zu einem Grinsen. Was hatte er denn schließlich davon, wenn ich aufpassen würde? Weder würde ich etwas dabei lernen, noch würde sein Unterricht dadurch besser werden. Außerdem verhielt ich mich still, so dass auch eine etwaige Störung meinerseits ausgeschlossen war. Anscheinend schien der Kerl das aber nicht zu kapieren, so dass er mich immer wieder aufrief, um ihm unwichtige Fragen zu beantworten. Dabei war dieser ganze Mist doch eh nur für die Akten.

Ein wenig später war dann auch Pause. Ich setzte mich in die Kantine und bestellte mir nur einen Tee, um mich ein wenig zu entspannen. „Hallo, Masaoka-san.“, sprach mich eine weibliche Stimme auf einmal von der Seite an. Zu meinem Überraschen setzte sich eine bekannte Person neben mich. Es war Sarah Pearles. „Oh, hallo, Miss Pearles. Welch‘ eine Freude sie hier zu sehen. Aber: Was machen Sie hier?“, konnte ich mein Erstaunen nicht zurückhalten und fragte das Erste, was mir auffiel. „Ich arbeite hier schon eine ganze Weile als medizinische Betreuerin. Hatte ich das gar nicht erzählt?“, antworte sie mir in ruhiger, neutraler Stimme und zeigte dabei auf ihren Ausweis. Vage erinnerte ich mich an die letzte Begegnung mit ihr. Vermutlich hatte sie mir so etwas in die Richtung dabei gesagt. Zumindest wusste ich, dass sie, im Gegensatz zu Finish-Finella, gleich nach dem Krieg wieder im Einsatz war.

„Ah, doch, ich erinnere mich. Und wie geht es Ihnen so?“, versuchte ich die Konversation am Laufen zu halten. „Na ja, ich warte immer noch darauf, endlich wieder einem Schiff zugeteilt zu werden. Ansonsten geht es mir aber gut. Und ihrerseits? Was machen Sie denn hier? Auch einen neuen Job angenommen?“, fragte sie mich scheinbar interessiert. Ich schüttelte nur den Kopf. „Mir könnte es durchaus besser gehen, aber ich bin gesund. Denke ich zumindest. Ich bin wegen Nachschulung hier, weil ich mich nach Meinung der Obrigkeit nicht ordnungsgemäß verhalten habe. Lustiger Weise haben die mich im selben Atemzug gefragt, ob ich nicht wieder in der Forschung einsteigen wolle. Da habe ich doch glatt das Gefühl, das ganze hier ist reine Schikane, nur um mich in die Forschungsabteilung zurückzuholen.“, antworte ich leicht seufzend und zeigte dabei auf meinen Pass.


Plötzlich fing Sarah leicht an zu lachen. Ich hatte keine Ahnung, was so lustig war, aber offenbar amüsiert sie meine Situation. Eigentlich war es ja auch nur zum Lachen. Schließlich klopfte sie mir leicht auf die Schulter und erklärte mir dann: „Hätten Sie doch mal gleich was gesagt. Sie drücken sicher gerade gelangweilt die Schulbank, oder? Wenn Sie Lust haben, hole ich Sie zu mir in die Abteilung, da kann ich noch fähige Hände gebrauchen.“. Ich grübelte erst kurz nach, wunderte mich dann doch aber sehr über ihr Angebot. „Ich bin aber Sicherheitler. Das einzige, was ich abgesehen davon kann, ist mir experimenteller Technik umgehen oder kleinere Dinge umbauen bzw. reparieren. Medizinisches Wissen habe ich doch keines. Außer jenes, welches mich selbst betrifft.“, bemerkte ich und schaute sie verwirrt an. „Ach, wir arbeiten aber oft genug mit relativ wilden Kreaturen. Meist zu Schauzwecken für die neuen Rekruten. Da brauche ich immer Leute, die aufpassen. Die meisten hier in dieser Anstalt trauen sich das nicht zu und ich stehe somit oft alleine da.“, beendete sie meine Verwirrung und schaute mich dann mit einem leicht fragenden Blick an.

Und somit landete ich schließlich in der medizinischen Abteilung, wo ich jedoch eher das Gefühl hatte, in einen Zoo geworfen worden zu sein. Und ob das so viel besser war, als einfach im Unterricht zu sitzen, wusste ich auch noch nicht. „Ach, Mist, jetzt spinnt mein Tricorder herum.“, bemerkte ein junges Mädchen, das gerade dabei war, die Kreaturenleiche zu untersuchen. „Zeig mal her.“, meinte ich in meiner gewohnt lockeren Art. Sie schaute nur kurz verwirrt auf mein Rangabzeichen, gab mir dann aber schnell den Tricorder, der merkwürdige Geräusche von sich gab. Ich kannte die Technik dieser Variante von Tricordern in- und auswendig. Man hatte sie nach all den Jahren auch nicht ersetzt, da es dafür keine Notwendigkeit gab.

Schnell griff ich in den Werkzeugschrank und öffnete in routinierter Machart den Tricorder. Das Problem kannte ich aus meiner Zeit noch gut. Die alten Energiezellen verursachten dies, da die Kontakte mit dem Alter den Geist aufgaben. Glücklicherweise konnte man das immer wieder temporär mit ein wenig Reinigungsmittel und Ätznatron wiederherstellen. So wirklich das Beste war es jedoch dennoch nicht. Schnell war der Tricorder also wieder einsatzbereit, so dass ich das Ding dem Mädchen zurückgeben konnte. „Danke sehr, Lieutenant.“, bedankte sie sich höflich. Währenddessen bemerkte ich den argwöhnischen Blick von Miss Pearles, die offenbar schon sich freute, einen Techniker heranholen zu dürfen.

Schließlich war wieder Pause und ich setzte mich an einen Tisch, um etwas zu essen. „Sir?“, erklang eine helle Stimme vor mir. Ich schaute auf und entdeckte das Mädchen von vorhin. „Kann ich mich dazusetzen?“, fragte sie höflich und deutete dabei auf den Platz. „Nur zu.“, erwiderte ich schnell und aß langsam weiter. Sie setzte sich auch prompt hin und schaute mich an. „Wie kommt es, dass sie in der Kantine für die Rekruten essen? Gibt es für Angestellte die Fakultät nicht noch eine andere Kantine?“, wollte sie nun recht neugierig wissen und schien dabei heftig zu grübeln. „Ach, ich bin einfach nur jemand, der die Regeln missachtet hat und dafür nun büßen darf.“, lachte ich sie an und zeigte dabei mein PADD, wo jeden Tag meine Anwesenheit drauf vermerkt wurde.

Ehe jedoch weitere Sätze ausgetauscht wurden, wurde es laut im Gebäude. Hektisch kam Sarah Pearles auf mich zugelaufen. Sie trug eine ernste Miene und sprach auch sogleich das Problem an: „Masaoka. Ein Rekrut hat Mist gebaut und jetzt sind uns fast alle Laborkreaturen entwischt. Wir müssen die sofort wieder einfangen, bevor sie sich im örtlichen Ökosystem niederlassen können. Kommen Sie.“. Ich nickte, verabschiedete mich von dem Mädel und machte mich sofort auf den Weg.

„Ach ja, noch was: Einige dieser Kreaturen sind höchstgefährlich. Vielleicht sollten Sie sich gut ausrüsten.“. Super, das würde ja was werden.
Lieutenant Youkichirou Masaoka
Sicherheitschef und zweiter Offizier auf der USS Phoenix

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