PHX - D'Mora+Romanov - 12119.2220

CO: Ner'Ayez Diszra - XO: Kelav T'Rish - DXO: Youkichirou Masaoka

Moderatoren: John Connor, Operationsstab

PHX - D'Mora+Romanov - 12119.2220

Beitragvon Quork » Di 11. Jan 2011, 21:13

Ensign Yuri Romanov

und

Petty Officer Second Class Hatham Eveh D'Mora
Charlog: 33
Ulog: 1
Schreiberlog auf der Unit: 24
Schreiberlog: 74

Woerter Yuri: 1357
Woerter Quork: 824
Betroffen:
PC:
NPC:
Genannt/Indirekt:
PC:
NPC:


==Zuhause==
Am letzten gemeinsamen Abend war es ein Ritual, dass wir uns alle miteinander die Bäuche vollschlugen. Wobei der Terminus 'sich den Bauch vollschlagen' dem, was sich tatsächlich an diesem Abend auf unserem Grundstück abspielte in keiner Weise gerecht wurde. Es war ein Gelage, ein Fest wie wir es nur selten hatten. Es war ja auch ein seltener Anlass, denn heute war die ganze Familie wieder einmal beisammen. Leider war das wirklich extrem selten, da mein Bruder und mein Vater auch in der Sternenflotte waren. Der eine als Ingenieur, der andere als Diplomat.
Also kam irgendwer auf die grandiose Idee, dass das ja ein Anlass zum feiern wäre, und wie es nicht anders hätte sein können, fanden alle anderen – meine Wenigkeit inklusive – die Idee genau so grandios. Kurzum wurde also hinter dem Haus ein großer Tisch aufgebaut und alles für ein rauschendes Fest bereit gemacht. Es mussten Wagenladungen gewesen sein, die wir auf dem Tisch platziert hatten, und wie immer durfte natürlich nichts davon übrig bleiben. Eingeladen war so ziemlich jeder, der irgendwie etwas mit uns zu tun hatte und gerade in Reichweite war. Es wurde Musik gemacht, gesungen, getrunken und gegessen als hätte man Jahrelang nur Feldrationen bekommen. Eine lange Nacht, mal wieder, diesmal aber nicht so hochprozentig, zumindest in meinem Fall. Immerhin musste ich im Shuttle noch eine halbwegs passable Figur machen.

Am nächsten Tag packte ich das wenige zusammen was ich mit aufs Schiff nehmen wollte. Eigentlich war ja alles was ich brauchte in meinem Quartier, aber einiges fand sich halt immer, was dann doch noch an Bord nützlich war. Der Abschied nahm noch eine ganze Weile in Anspruch, zum einen weil viele mir anscheinend viel zu sagen hatten, zum anderen weil etliche sich zu dieser Uhrzeit kaum bewegen konnten. Ja, feiern war immer auch harte Arbeit.

Die meisten meiner Kollegen aus der Abteilung hatten sich zum Urlaub vom Schiff gemacht, und so konnte ich in Ruhe das Schiff besichtigen, Labore anschauen, Freizeitraeume ausprobieren. Und mich ueber die Sternenflotte insgesamt besser informieren. Geschichte, Rangstrukturen, Schiffe. Langsam beschlich mich der Wunsch, auf ein anderes Schiff zu wechseln. Die USS Phoenix war und ist ein Schlachtschiff. Ich wollte hingegen endlich der Astronomie nachgehen, auf ein Forschungsschiff gehen. Die mir zugaenglichen Berichte listeten, was Entdeckungen angeht, auffallend haeufig einen Namen: USS Hyperion, Luna Class. Das, was ich ueber die Crew erfahren konnte, war genauso interessant, anziehend - eine sehr bunte Mischung verschiedener Spezies, darunter solcher, die in der Sternenflotte wohl selten anzutreffen sind.

Und: Die Leitung der medizinischen Abteilung hatte eine junge Betazoidin. Name: Zara Monte. Sie wusste noch nicht, dass ich zur Sternenflotte gewechselt hatte - und vielleicht koennte ich sie ja ueberraschen? Und hatte nicht Rosanna erzaehlt, dass ihre Eltern auf der USS Hyperion gewesen waren? Dann erinnerte ich mich noch mehr - ja, sie selbst hatte auch gesagt, dass Zara auf der USS Hyperion ist, mit ihrem Partner, Eleens Vater, Tiru Rakaar. Wo, wenn nicht dort, war mein Platz, um meinen Teil gegen die sich anbahnende Katastrophe zu tun? Dem Schiff, welches Heimat von Rosannas Eltern und Heimat von Eleens Eltern ist?

Andererseits - ich hatte die USS Phoenix lieb gewonnen. Dieses wunderschoene Schiff, seine geheimnisvolle Kommandantin, seine sympathische und teilweise leicht durchgeknallte Crew. Das Quartier, in welchem ich materialisiert war, nein, falsch, materialisieren werde, nein, auch falsch, hoffentlich ja nicht, ach, Rosannas Quartier eben. Mein Startpunkt auf der Phoenix, mein Startpunkt in der falschen Zukunft. Ich hatte so viel auf und mit der Phoenix erlebt, obgleich es nur wenige Tage waren - wir waren wortwoertlich durch Feuer und Tod gegangen.

Das Zischen der Tuer der Astrometrie, in welcher ich gerade sass, riss mich aus meinen Gedanken, und ich drehte mich um, erblickte einen Ensign.

==USS Phoenix, mein Quartier==
Wie lang war eigentlich genau mein Landurlaub? Ich hätte schwören können, dass ich mein Quartier gerade erst verlassen hatte. Ging alles immer viel zu schnell vorbei, zumal ich mir ja eigentlich vorgenommen hatte, noch etliche Freunde und Bekannte auf der Erde zu besuchen. Letztendlich sind aus den etlichen nur einige wenige geworden, denn wo ich auch war, fast immer mussten wir dann auf das Wiedersehen anstoßen. Meinen mager gefüllten Seesack warf ich auf mein Bett und entledigte mich meiner Alltagskleidung. Wenn ich schon hier war, dann war es am besten, wenn ich mal nachsah ob die Halbgötter in Gelb nicht mal wieder alles kaputtrepariert hatten.

Nach allem was ich wusste waren an den wissenschaftlichen Einrichtungen auf dem Schiff in erster Linie Wartungsarbeiten durchgeführt worden. Im Regelfall beinhaltete das auch Verbesserungen, die fast immer erst selbst noch einmal verbessert werden mussten, um den Zustand vor der Verbesserung wieder zu erreichen. Zuvor replizierte ich mir aber noch einen Kaffee. Etwas zu essen brauchte ich freilich nicht, die kleine, leichte und ausgewogene Fressorgie von gestern Abend war wahrscheinlich noch nicht einmal halb verdaut. Immerhin, der Kaffee schmeckte exzellent, das Replikatorsystem war also in bester Ordnung. Ein guter Anfang.


==USS Phoenix, astrometrisches Labor==
Es waren noch nicht viele an Bord, daher war ich relativ schnell mit den Formalitäten, die halt so anfielen, wenn man sich nach dem Urlaub wieder auf dem Schiff einfand, durch. Zu meiner Überraschung wurde mir bescheinigt, dass ich bei bester Gesundheit war, hatte ich doch eigentlich erwartet, dass der diensthabende Arzt angesichts meiner etwas unbewussten Lebensweise während meines Urlaubs zuerst in Tränen der Verzweiflung ausbrach, nur um mir dann einen Vortrag über die schädlichen Wirkungen von Alkohol und reichhaltigem Essen zu halten.

Als ich durch die Tür der Astrometrie trat, fiel mein Blick auf einen Romulaner, der mich etwas verdutzt anblickte. Kein Wunder, waren ja nur eine handvoll Wissenschaftler auf dem Schiff. Die dominierende Uniformfarbe war gelb und ich war auf den Gängen fast nur Ingenieuren begegnet, die angeregt aus dem Warpkernchen plauderten.
Der Romulaner stellte sich mir als Hatham D'Mora vor. Wir hatten anscheinend bislang noch nicht das Vergnügen uns kennenzulernen. Ich konnte mich dunkel erinnern, dass ich ihm schon einige Male über den Weg gelaufen war, es hätte aber auch jeder andere gewesen sein können. Die letzten Wochen an Bord waren ein wenig hektisch. Es war der übliche Smalltalk, den wir zunächst führten. Ich erfuhr unter anderem dass Hatham noch nicht lange an Bord war. Noch einmal versuchte ich in meinen Erinnerungen zu stöbern ob ich ihn schon mal irgendwo gesehen hatte, aber etwas genaues wollte mir nicht einfallen.
Also machte ich mich an die Arbeit und sah mir das Protokoll der durchgeführten Arbeiten an. Es war überraschend kurz, vor allem die Liste der durchgeführten Aktualisierungen. „Sind schon alle Wartungsarbeiten an den wissenschaftlichen Systemen erledigt?“, fragte ich etwas verwundert. „Soviel ich weiß ja“, gab Hatham zurück, „das Hauptaugenmerk liegt wohl momentan beim Antrieb.“ „Da liegt es gut. Für wann sind die Testläufe der Sensorenphalanx geplant?“ „Laut Plan fangen wir übermorgen mit den Langstreckensensoren an. Allerdings wurden einige Änderungen im Wartungsplan angekündigt.“

Ausgezeichnet! Die Techniker hatten keine schlimmen Verwüstungen angerichtet und es war noch Zeit, bis die genau so langwierigen wie langweiligen Sensorentests anststanden. Ein Start nach Maß, das kam nicht alle Tage vor.

Der Mensch schien nicht sehr technikerbegeistert. Er kam mir nichtmal vom Sehen bekannt, aber das war bei der Groesse des Schiffes und der Kuerze meiner bisherigen Zugehoerigkeit nicht weiter verwunderlich.
„Und, wie war Dein Urlaub?” fragte ich ihn, den Sajphralae, oder, wie die Menschen sagen, Smalltalk fortfuehrend und er erzaehlte von ethanolgetraenkten Abenden und exorbitanten Fressorgien. Eine... interessante Art und Weise, seine Freizeit zu verbringen. Seinen Erzaehlungen konnte ich entnehmen, dass er in einer eher laendlichen Gegend aufgewachsen war. Schliesslich folgte die obligatorische Gegenfrage nach meinem Urlaub, und ich erzaehlte davon, wie ich mich ueber die Foederation und die Sternenflotte informierte und ueber Einheiten, die potentiell interessanter sein koennten fuer mich.
„Sag mal, Yuri, hast Du mal ueberlegt, das Schiff zu wechseln? Auf eines, das mehr wissenschaftlich ausgerichtet ist?” fragte ich meinen Gespraechspartner schliesslich, betrachtete ihn gespannt.

„Ich habe nicht nur überlegt das Schiff zu wechseln“, gab ich zurück und wandte mich Hatham zu, „ich hab es sogar getan.“ Augenscheinlich hatte er mit vielen Antworten gerechnet, aber mit dieser wohl eher weniger. „Ist schon etliche Jahre her“, fuhr ich fort, „ich war damals auf der USS Florence stationiert. Olympic-Klasse.“ „Ein Hospitalschiff?“, Hatham war jetzt noch ein wenig verwunderter. „Ganz genau“, ich musste schmunzeln, „die Wissenschaftliche Abteilung ist auf so einem Schiff zwar ziemlich klein, aber immerhin vorhanden. Nur leider gibt’s nicht wirklich viel zu tun, die meisten Forschungsarbeiten sind medizinischer Natur und werden in aller Regel von den Medizinern selbst übernommen. Genau genommen haben wir nur die Labore zur Verfügung gestellt und den Rest der Zeit Poker gespielt.“
Es kamen einige Erinnerungen an die alte Zeit zurück. Im Dominionkrieg war die Florence im Dauereinsatz. Wir waren alle als Sanitäter ausgebildet, aber wirklich zum Einsatz kamen wir selten. Die Mediziner an Bord eines Hospitalschiffs waren in aller Regel derart gut ausgebildet und zahlreich, dass sie auf Sanitäter verzichten konnten.
„Hast du nur aus dem Grund das Schiff gewechselt?“, fragte Hatham nach, ich nickte. „Um ehrlich zu sein ist es mir sogar ziemlich schwer gefallen. Wir waren eine verschworene Truppe und ich hab mich mit allen an Bord bestens verstanden. Aber ich bin auch nicht zur Sternenflotte gegangen und professioneller Pokerspieler zu werden.“ „Und wie bist du dann auf die Phoenix gekommen, also nach allem was ich gehört habe ist Poker hier an Bord ein Volkssport.“
Treffender hätte ich es nicht formulieren können und musste lachen. „Ich hab das Schiff zufällig aussuchen lassen. Einzige Voraussetzung war dass es kein anderes Hospitalschiff ist. Und so ist es halt die Phoenix geworden. Damals allerdings noch die Phoenix-A. Ich sag ja, es ist Jahre her. Aber mal davon ab: Wieso fragst du?“

„Nun... Ich habe auf ch'Rihann praktische Astronomie studiert, wollte Astrometriker werden. Stattdessen wurde ich in die galae s'Shiar eingezogen. Als Sicherheitler” erwiderte ich.
„Na toll...”
„Japp. Und dann hat unser Riov unbedingt mit seiner neuen experimentellen Tarnanlage rumspielen muessen und hat uns und die SB98 Resolution 300 Jahre in die Zukunft katapultiert. Nachdem ich die Sternenflottler naeher kennenlernte, lief ich bei der naechsten Gelegenheit ueber. Dort kaempften wir gegen eine Invasion von Spezies 8274 in unseren Raum. Nach paar Monaten davon kam ein Hueter des Zeitstroms zu uns, und schickte mich auf die USS Phoenix rueber. Bekanntlich kaempften wir da gegen eine faschistoide Allianz.”
„Jou... Also ziemlich kampferfahren?” meinte Yuri waehrend er die Kalibrierung der Sensoren ueberpruefte.
„Ja, genau” erwiderte ich, die Analyseprogramme testend. „Und so langsam hab' ich's einfach satt, ich will auf ein reines Forschungsschiff, und mir ist die USS Hyperion in's Auge gefallen.”
„Hyperion... Luna Class, oder?” ueberlegte der Mensch, und ich bejahte.
„So, wenn ich ehrlich bin, koennte ich was zu Essen vertragen... Wie waer's mit einmal Schiffscasino und 'ne Runde Poker? Hab' ein wenig was gelernt, bin zwar noch absoluter Gruenschnabel, aber es geht ja um den Spass und nicht um's Gewinnen” schlug ich vor. So langsam knurrte mein Magen bemerkbar.

Hatham hatte Recht, hier gab es nichts mehr zu tun. Und langsam aber sicher hatte sich auch das anhaltende Völlegefühl in meinem Magen verzogen, Zeit für Nachschub zu sorgen, also machten wir uns auf in Richtung Kasino.


==USS Phoenix, Kasino==
Hatham bestellte sich etwas Romulanisches, dessen Namen ich nicht einmal richtig verstehen, geschweige denn aussprechen konnte. Ich für meinen Teil bestellte mir das, was ich mir meistens hier im Kasino aß: Die klingonische Feinschmeckerplatte und dazu ein Glas Wodka, den es hier leider nur mit Synthohol gab. Im Gegensatz zu den meisten Leuten, die mir beim Essen bislang gegenüber gesessen hatten, schien meine Vorliebe für klingonisches Essen Hatham in keiner Weise zu verwundern. Beim Essen redeten wir in erster Linie über die Luna-Klasse. Ein Schiffstyp den ich nicht genau kannte. Gehört hatte ich zwar davon, aber Details waren mir nicht geläufig.

Nach dem Essen konnten wir auch noch einige Techniker begeistern, sich unserer Pokerrunde anzuschließen. Wenn sie Feierabend hatten, dann konnte ich Ingenieure richtig gut leiden. Dann hörten sie nämlich schlagartig auf, von irgendwelche Intermixraten und Energiekopplungen zu schwelgen.

Beim vortrefflichen Essen plauderten wir ein wenig ueber die Luna Class, Yuri war ziemlich interessiert da er noch nicht dazu gekommen war, sich mit der Klasse auseinanderzusetzen. Seine Essenswahl war mir nicht unbekannt, die meisten der Gerichte, die auf der Platte vertreten waren, kannte ich durch Zara und Korogh. Hingegen das Getraenk stank erbaermlich nach einem billigen Kornschnaps, der auch auf ch'Rihann nicht unbekannt ist. Ich hingegen bevorzugte eine etwas leichtere Menuewahl, etwas heimisches. Ein bestimmtes Getreide, vergleichbar mit dem irdischen Reis, eingewickelt in Weinblaetter - der Wein inklusive Pflanze ist eine der wenigen Sachen, die das Shiar aus der Foederation importiert hat und schnell in die heimische Kueche integrierte.

Die anschliessende Pokerrunde war erwartungsgemaess eher verlustbehaftet, da aber eh nur mit Chips gespielt wird war das kein echter Verlust, der Spass hingegen ein sehr echter. Und ich ueberlegte im Stillen, dass ich zu Commander Ner'Ayez gehen muesste, sie nach ihrer Meinung fragen.
Quork
 
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