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RES - Log 10 - Godo Lessman - Ziv - 12075.1462

BeitragVerfasst: So 28. Nov 2010, 13:37
von Godo
Personen: Yara Daroy
Wörter: 868

=A= Starbase 98 „Resolution“ =A= Krankenstation =A=

Yara lag einfach nur da und weinte. Ich wollte ihre Tränen weg wischen, konnte es aber nicht. Etwas hielt mich zurück und so ließ ich sie in Ruhe und hielt einfach nur ihre Hand. Allein ich war Schuld, dass Yara das Baby verloren hatte. Ich war Schuld, dass sie bei dem Typen im Quartier war. Und ich war Schuld, dass wir nun hier saßen. Es war alles meine Schuld, meine Schuld allein und das machte die ganze Sache nicht besser. Ich öffnete meinen Geist für Yara, ließ alle meine Barrieren fallen und ließ sie sehen, was von mir nun noch übrig war. Wie ich mich fühlte, und wie ich nun war. Ich hätte nicht auf die Base gehen sollen, das merkte ich nun. Ich hätte da bleiben sollen, wo ich war und doch war ich nun wieder hier und so schnell würde ich nicht gehen. Ich wollte Yara beschützen und an meiner Seite haben und daher konnte ich sie einfach nicht allein lassen.

„Es tut mir so leid, Yara. Vergib mir“, zeigte ich ihr in Gedanken, vermittelte Bilder mit, denn nach Außen war ich nicht so.

Da war ich der Ruhige, der nichts zeigte und so war es jetzt auch. Es war einfach nur noch in mir drin. Ich war ein Eisblock geworden. Ein Eisblock, der ein eisiges Herz hatte, dass Schlug aber nichts fühlte und ich wollte was fühlen. Ich wollte Yara spüren, ich wollte sie in meinen Armen halten und ihre Gerüche riechen, ihre Wärme auf meiner Haut spüren und ihren Atmen war nehmen. Doch das konnte ich nicht, dass konnte sie nicht. Der Verlust setzte uns beiden zu und sorgte für eine Stumme Wand zwischen uns. Eine Wand die wir einreißen mussten, aber nicht konnten. Es war einfach nur Schrecklich. Ich sollte schlafen gehen, konnte es aber nicht und so war ich nun für Yara da und wartete, wartete darauf, dass sie etwas sagte und selbst wenn es nicht viel war. Aber ich wartete einfach, hielt ihre zierliche Hand und wartete einfach. Ich konnte nichts machen und das war erdrückend. Ich hatte mir einen Stuhl ans Bett geschoben und meinen Kopf auf die Bettkante gelegt und wartete einfach. Irgendwann musste Yara was sagen und sie würde auch wieder etwas sagen und da war ich mir sicher.
Würde allerdings noch etwas folgen?
Ich hatte immer hin ein Mitglied der Sternenflotte geschlagen, aber es war eigentlich auch nur Notwehr in Gewisser weise. Innerlich zuckte ich mit den Schultern, mir was es egal, so lang Yara nichts dabei geschah und doch hatte sie nun das was ihr und mir am wichtigsten war verloren und nur wegen dem Scheißkerl der sie betüttelt hatte. Egal ich schloss langsam die Augen um die mal etwas zu entspannen. Ich wusste nicht wie viel Zeit verging doch irgendwann merkte ich wie Yara meine Hand los ließ und ich meine Hand an mich ran zog. Ob dann noch eine weitere Ewigkeit verstrich war mir nicht bewusste, denn ich spürte nur noch, wie eine Hand durch meine Haare strich und dabei ganz Sanft war. Ich öffnete die Augen und sah, das Yara sie auf gesetzt hatte und mir durch meine Haare strich. Ihre Dunkle Augen schauten mich an und es war ein Blick voller Trauer. Ihr langes rot gefärbtes Haar war ziemlich durch einander und sie sah recht fertig aus, was aber auch nicht verwunderlich war.

„Geht es dir gut?“, erklang ihre traurige Stimme in meinem Kopf.
„Wie soll es mir schon gehen? Ich hätte dich fast verloren, wir haben unser Kind verloren. Da kann man sich nur s****** fühlen“, kommunizierten wir telepathisch, „Wie geht es dir nun?“
„Unwichtig. Ich werde es überleben. Ich mache mir mehr sorgen um dich.“, wimmelte sie mich ab.
„Yara hör auf mit mir Spielchen zu spielen. Ich spüre das es dir genauso schlecht geh, wie mir“, gab ich ihr zurück und ihr lief eine Träne runter.

Sie hatte auf gehört mich zu streicheln und ihre Hände in ihren Schoß gelegt und schaute in ihren Schoß. Ich erhob mich von meinem Stuhl und legte meine Hand in ihre Hände. Mit meiner freien rechten Hand wischte ich ihre Tränen von den Wangen.

„Alles wird wieder gut“, verwendete ich nun meine Stimme, statt unsere Telepathisches Band.
„Nein, wird es nicht“, sagte sie und schien noch mehr zu weinen.
„Doch Yara, dass wird es, denn wir versuchen es einfach noch mal“, sagte ich zu ihr und drückte sie an mich.

Yara vergrub ihr Gesicht in meine Brust und ich vermittelte eine Bild, dass ich nun schon die letzten Stunden immer wieder im Kopf hatte. Es war ein Bild, dass mir nun sehr wichtig war und es war ihr auch wichtig gewesen und ich hoffte, dass es ihr noch immer so wichtig war. Immerhin hatte sie mich damit überrumpelt und ich wusste einfach nicht mehr warum ich weg gegangen bin. Sehr viel wichtiger war es nun, sie bei mir zu haben und sie wieder Diensttauglich zu bekommen. Da wurde der Raum einmal in Rot getaucht und es wurde Roter Alarm ausgerufen. Na da hatten sie anscheinend wieder ein Problemchen am Hals...