RES - Cpt Katché - RPG 40 Log 11 – 12075.1670

CO: Wedge Antilles - XO: Jason Anthony Hawk

Moderatoren: John Connor, Operationsstab

RES - Cpt Katché - RPG 40 Log 11 – 12075.1670

Beitragvon Wedge Antilles » So 28. Nov 2010, 15:42

Personen: Kiri, Richi, Mnemo, Marc, Sky
Wörter: 1280


=^= Turbolift =^=


Sam hatte gerade noch ihren Schwanz einziehen können, bevor sich die Turbolifttüren schlossen.
„Sir, mit allen gebührenden Respekt, ich halte das für keine gute Idee, dass Sie mich begleiten wollen“, sprach Richards endlich das aus, was ihm vermutlich die ganze Zeit auf dem Androiden-Herz gelegen hatte, schätzungsweise 23,5 Millisekunden nachdem er mich mit einem Phasergewehr im Arm bemerkt hatte. „Gerade eben im Büro wirkten Sie auf mich ziemlich müde. Sie sollten auf Ihr Quartier gehen und sich ausschlafen. Die Sicherheit und ich, wir kümmern uns schon um den Eindringling.“
Die Müdigkeit war nicht mehr das Problem, dem Adrenalin sei Dank. Wenn wir diesen Eindringling erwischten, hatten wir vielleicht endlich den Ansatzpunkt, den wir brauchten, um an die Hintermänner zu gelangen. Mit anderen Worten: Das hier war zu wichtig, als dass ich auf der Ersatzbank sitzen bleiben konnte und wollte. Ganz nebenbei bemerkt wusste ich, dass Mnemo Dienst hatte. Sollte der Eindringling ihr was angetan haben, würde ich für ihn Ankläger, Geschworener und Richter in einer Person sein. „Machen Sie sich um mich keine Sorgen, Lieutenant“, antwortete ich lapidar.


=^= vor der Krankenstation =^=

„Ah, Commander!“ Ob es nur Zufall war, dass Kirilenkova hier war? „Vielleicht können Sie den Captain zur Vernunft bringen.“
Mein weiteres Studium des Commanders wurde durch diesen Ausspruch Richards unterbrochen. Ich hatte mich wohl verhört. „Lieutenant!“
„Sie sollten wirklich nicht hier sein, Sir“. Ich sollte also nicht mitbekommen, wie Kirilenkova mit dem Eindringling unter einer Decke steckte und ihm nun zur Flucht verhelfen wollte? „Es ist zu gefährlich für Sie, sich einem Eindringling zu stellen. Dafür haben Sie mich.“
Sie bewertete ihre Anwesenheit an Bord im Allgemeinen und jetzt auch im Speziellen viel zu hoch ein. Ich tätschelte Sam auf der Seite. „Danke für das Angebot, Commander, aber ich bin sehr wohl in der Lage auf mich selber aufzupassen.“ Zumal ich immer noch eine treue Freundin hatte, die bei Fuß saß.
„Dessen bin ich mir bewusst, Sir, aber in der aktuellen Situation kann die Station auf mich sehr viel eher verzichten als auf Sie, falls da drin irgendetwas geschehen sollte. Im Übrigen widerspricht es den Sternenflottenvorschriften, wenn Sie sich unnötig in Gefahr bringen!“
Es war schon interessant mitzuerleben, wie Kirilenkova mit allen Mitteln versuchte, mich von der Krankenstation fernzuhalten. Zumal ich diese Vorschrift für nicht anwendbar hielt, da dies hier immer noch Stationsboden war. Sonst dürfte ich nicht einmal mehr das eigene Quartier verlassen, da im Grunde immer Gefahr herrschte, und sei es durch einen herunterfallenden Bolzen, der von einem stümperhaften Techniker nicht richtig eingesetzt wurde.

Ich fixierte die XO. Vielleicht war es ja ganz nützlich, ihr weiteres Vorgehen zu beobachten. Besonders, wenn der Eindringling entkommen würde. „Na gut“, lenkte ich gespielt ein. „Gehen Sie mit Richards rein. Aber ich warte hier draußen, falls Ihnen der Eindringling entkommt und als Rückendeckung!“


~~~ zwei Minuten später ~~~

„Alles in Ordnung bei dir“, empfing ich Mnemo, als sie durch die Tür der Krankenstation auf den Korridor schritt. Auch Sam hatte ihre Anwesenheit bemerkt, und fing direkt an mit dem Schwanz zu wedeln und zu bellen.
„Jaja“, kam es von ihr unbeeindruckt zurück, bevor sie sich zu Sam hinunter kniete und sie kraulte. „Ich konnte rechtzeitig in Deckung gehen.“
„Hast du irgendetwas erkannt?“
„Du meinst, außer dass er eine Waffe hatte, direkt das Feuer eröffnete und, nachdem er sich den Weg freigeballert hat, in die Richtung der Ruheräume der Kzinti lief?“ Sarkasmus stand Mnemo nie sehr gut, dennoch nutzte sie ihn sehr häufig. Meistens in Stresssituationen. Es war wohl ihre Art, mit einer solchen Konfliktsituation fertig zu werden.
„Es war also ein Er!“ zog ich schon mal eine nicht unbedeutende Information aus ihrer Aussage. „Sonst noch etwas?“

Erst jetzt stand sie wieder auf, sehr zum Missfallen von Sam. „Nein, es ging einfach zu schnell. Er war humanoid, und ich denke, er trug eine Maske.“
Ich runzelte die Stirn: „Wie kommst du darauf?“
„Weil er sehr unnatürlich aussah. Aber ich hab ihn nur den Bruchteil einer Sekunde gesehen.“

Ich kniff die Lippen zusammen. Es war zwar nicht viel, was Mnemo zu berichten hatte, aber es war immer noch besser als Nichts. Und vielleicht würde uns die Befragung der anderen Mediziner ein paar neue Erkenntnisse liefern.
Für ein paar Sekunden trat Stille ein, während wir darauf warteten, dass das Sicherheitsteam mit einem Gefangenen zurückkehren würde.
„Wie gut, dass du das vorausgesehen hast und wir zumindest den einen Kzinti anderweitig untergebracht haben.“
„Wie geht’s ihm?“
„Unverändert“, stellte Mnemo resigniert fest. „Er ist immer noch in ein Koma versetzt.“


=^= Krankenstation, kurz darauf =^=

Als hätte ich es vor vornherein erwartet, kam Kirilenkova zurück und informierte uns, dass der Eindringling entkommen war. „Der Zugang zur Jeffries-Röhre stand offen, als ich den Raum betrat.“
Das hieß doch nicht etwa... „Mr. Richards, wo waren Sie?“ Meine Frage konnte durchaus darauf abzielen, dass ich es bemängelte, dass der Androide die XO allein in einen ungesicherten Raum vorgehen ließ. Doch ich bezweckte etwas ganz anderes damit.
„Ich hatte alle Leute aufgeteilt, um möglichst schnell alle Räume untersuchen zu können“, verteidigte Richards sein Vorgehen im Bezug auf den indirekten Vorwurf, den er wohl aus meiner Frage entnommen hatte. „Ich war in dem Raum gegenüber, als Mrs. Kirilenkova mich rief.“
Ich musterte die Frau stumm für einige Sekunden. Die Aussagen ließen die Möglichkeit zu, dass sie dem Eindringling geholfen hatte und erst dann den Androiden dazu rief, als der Übeltäter schon in den Tiefen der Jeffries-Röhre verschwunden war. Doch wenn sie etwas mit der gelungenen Flucht zu tun hatte, so verbarg sie es gut.

„Captain“, ertönte eine Stimme hinter uns und ich drehte mich um. Ich sah eine kleinwüchsige Frau mit asiatischen Gesichtszügen, die jedoch zum Teil von einer Brille verdeckt waren. In der Hand hielt sie ein Stück Stoff, sofern ich das beurteilen konnte. „Wir haben das hier am Zugang zur Jeffries-Röhre entdeckt. Eventuell von unserem Freund.“
Richards nahm den Stofffetzen. „Danke, Mrs. Salvation, Commander“, wandte er sich an Kendric, der auch zugegen war und mit seinem Team nach Spuren scannte. „Ihren Tricorder bitte.“
Der CSO tat wie ihm geheißen und reichte dem Androiden den kleinen Apparat. „Keine DNA-Rückstände. Ich fürchte, das wird uns nicht viel helfen.“
„Da wäre ich mir nicht so sicher“, mischte sich Mnemo ein und schnappte sich den Fetzen aus Richards Hand. Dann ging sie um mich herum und kniete erneut neben Sam.

„Gute Idee“, nickte ich, als ich erkannte, worauf sie hinaus wollte.
Mnemo ignorierte mein Lob. „Sam“, sie hielt ihr das Stück Stoff direkt vor die Nase. Die Retriever-Hündin schien das aber nicht zu kümmern, sie legte einfach seine Vorderpfote auf Mnemos Arm und drückte ihn herunter. „Nein, Sam. Wir spielen nachher.“ Sie löste ihren Arm unter dem Hundebein und hielt ihr wieder den Fetzen – dieses Mal noch dichter – unter die Nase. „Riech!“
Sam hatte keine andere Wahl und schnüffelte an dem Objekt herum.
„Das wird nichts bringen, da sind keine DNA-Rückstände“, meldete sich ein Wissenschaftler zu Wort.
„Aber Gerüche“, maulte Mnemo zurück, hörbar genervt von der Unwissenheit der Person. „Und eine Hundenase ist weitaus besser geeignet, um solche Spuren zu verfolgen, als unsere Tricorder.“ Mit einem Mal zog Mnemo das zerrissene Kleidungsstück weg. „Und jetzt such!“

Sofort schnupperte Sam sich bis zum Jeffries-Röhren-Eingang durch und machte bereits Anstalten, da hineinzuklettern. Sie hatte eine Spur aufgenommen.
„Mr. Kendric, erfassen Sie Sams Bio-Signatur. Ich will immer wissen, wo sie gerade ist“, wies ich an. Dann blickte ich zu Mnemo. „Einer sollte sie begleiten!“


[NRPG: Das spielt noch vor dem Auslösen des Roten Alarms. Wer hat Lust auf Röhren-Kriechen? Und verhört die Mediziner, ob die was gesehen haben und Mnemos Äußerung bestätigen können.]
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