RES – Saeihr – CIV –RPG Log 2(14) – 12076.1146

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Beitragvon Richards » Mo 29. Nov 2010, 10:28

Wörter: 1435
Erwähnte PCs: Melok
Erwähnte NPCs: -

Thema: „Befragung“

=A= Arrestzellenbereich =A=

Ich hatte mich nun doch wieder für Ensign Emilia Summers als Verkleidung entschieden. Dies hatte zwar bereits beim letzten kurzen Zusammentreffen mit meinem ehemaligen Chef für Misstrauen gesorgt, aber ich wusste, wenn ich meine Rolle überzeugend spielte, dann würde er auch nicht merken, wer wirklich unter der Maske steckte. Wenn ich ihm mit einer anderen Maske gegenüber treten würde und er wieder eine Ähnlichkeit bemerken würde, dann würde er sich wirklich fragen, ob erei’Riov Saeir ir-Aihai tr’Lhoell wirklich tot war. So wäre die Ähnlichkeit nur zufällig gewesen.
Mit diesen Überlegungen ausgestattet und einem Padd mit einigen Notizen unter dem Arm betrat ich den Arrestbereich. Die aktuelle Wachhabende vom Dienst sah kurz auf, als ich eintrat.
„Ich übernehme hier, bis die Ablösung kommt“, erklärte ich und reichte ihr das Padd. „Ich soll im Auftrag von Lieutenant Richards den Romulaner befragen.“
Die Wachhabende nahm das Padd kurz entgegen und warf einen Blick darauf. Auf den Bildschirm hatte ich eine Vollmacht von Lieutenant Richards gelegt, die mich, beziehungsweise Ensign Summers ermächtigte, den Gefangenen Riov Melok zu befragen. Natürlich war die Vollmacht gefälscht. Aber in diesem Fall war der einzige, der dass wirklich nachprüfen würde Richards selbst. Und meiner Einschätzung nach vertraute er mir weit genug um mich zu decken. Schon alleine weil ich sowieso vorhatte, ihm das Ergebnis dieses Gesprächs zu schicken.
„In Ordnung“, lies sich die Wachhabende vernehmen. „Die Ablösung kommt in einer halben Stunde. Aber außer dem Romulaner sitzt zur Zeit keiner ein.“
Ich nickte nur zustimmend und sah ihr nach, als sie den Raum verließ. Als sich die Tür hinter ihr geschlossen hatte, trat ich an das Energiefeld zu Meloks Zelle. Der Riov sah mir schon gespannt entgegen. Natürlich hatte er den Wortwechsel zwischen mir und seiner Wächterin mitbekommen. Als er mich nun direkt sah, legte sich seine Stirn in Falten. Anscheinend überlegte er nun, ob er mich schon mal irgendwo gesehen hatte. Natürlich hatte er das. Mich selbst unzählige Male und „Ensign Summers“ kurz auf der Hauptpromenade. Aber ich würde ihn garantiert nicht darüber aufklären.
„Ich bin Ensign Emilia Summers“, stellte ich mich kurz vor. „Lieutenant Richards hielt es für besser, wenn nicht er selbst dieses Gespräch führt. Er ist der Meinung aufgrund eines Ereignisses in Ihrer gemeinsamen Vergangenheit würde ein direktes Zusammentreffen mit ihm kontraproduktiv sein.“
Er beherrschte sich gut nach diesem kleinen Seitenhieb von meiner Seite. Dieser war allerdings nur ein weiterer Schachzug mit dem Ziel, dass er mir meine Rolle abkaufte.
„Ich bin absolut unschuldig“, hielt mir der Riov dagegen. Ich musste mich beherrschen um nicht eine Augenbraue hochzuziehen. Das hatte ich nicht erwartet. Der Melok, den ich kannte, hätte wahrscheinlich sofort großspurig verlangt, freigelassen zu werden, weil ein Missverständnis vorlag. Dem hätte ich dann entgegnet, dass so etwas nicht in meiner Macht stand, was ja auch stimmte, da ich in Wirklichkeit nicht Mitglied der Sicherheit war. Aber nach einem Geplänkel hätte ich ihn dann in meiner Vorstellung so weit gehabt, dass er mir einige Ausreden auftischen würde, aus denen ich dann zwischen den Zeilen einen Teil der Wahrheit extrahieren und noch etwas mehr aus ihm herauskitzeln würde. Aber diese Eröffnung kam für mich unerwartet. Es klang fast so als wollte er mir freiwillig einiges erzählen.
Ich zwang mich in meine Rolle zurück. „Darauf bin ich gespannt, Riov“, erklärte ich. Ich zog mir einen der nicht im Boden verankerten Sessel heran, setzte mich, schlug die Beine übereinander und nahm das Padd zur Hand. „Erzählen Sie: Ich bin ganz Ohr.“
„Ich war es nicht“, begann er. „Ich erwachte in diesem Raum, kurz bevor Ihr Vorgesetzter hereinstürmte. Ich weiß nicht, was vorher dort passiert ist.“
Ich zog eine Augenbraue hoch. Das war offener, als ich es von ihm erwartet hätte. Ich kannte Riov Melok lange genug um zu erkennen, dass er zumindest jetzt die Wahrheit sprach. Dennoch gab es immer noch die Frage, wie er in diese Situation gekommen war. Und natürlich durfte ich als Ensign Summers ihm auch nicht sofort glauben.
„Sie sind also kurz bevor Lieutenant Richards zugegriffen hat, in diesem Kontrollraum aufgewacht“, meinte ich mit deutlichem Misstrauen in der Stimme. „Ich denke, Ihnen dürfte klar sein, dass Sie dafür irgend welche Beweise bringen müssen. Zum Beispiel: Wo waren Sie vorher? Das letzte an das Sie sich erinnern können?“
Ich sah ihn lange intensiv an… er zuckte zusammen. Im selben Moment erkannte ich meinen Fehler. Genau so sah ich immer meine Gegenüber bei Befragungen an. Anscheinend hatte er sich gerade kurzzeitig erinnert.
Ich überspielte das schnell. „Ist etwas, Riov?“, fragte ich.
Er hatte sich schnell wieder in der Gewalt. „Nein“, gab er zurück.
„Gut, dann warte ich immer noch auf eine Antwort“, meinte ich kühl. „Wo waren Sie, bevor Sie in diesem Kontrollraum aufgewacht sind?“
Er schien mit sich selbst zu kämpfen. Anscheinend war der Grund, welcher ihn in seine aktuelle Lage gebracht hatte, kein legaler nach den Maßstäben der Starbase. Und da er nicht wusste, dass ich nicht die Vertreterin von Recht und Ordnung war als die ich mich ausgab, würde er wahrscheinlich auch noch gestehen, dass er selbst einiges auf dem Kerbholz hatte.
Schließlich gab er sich einen Ruck. „Ich war auf einem der unteren Decks“, berichtete er. „Ein kleiner abgeschlossener Lagerraum. Ich traf mich dort mit jemanden. Es kam zu einen Kampf und in der Folge wurde ich mit einem Hypospray betäubt. Als nächstes erwachte ich in dem Kontrollraum.“
„Mit wem trafen Sie sich? Und warum?“, schoss ich ihm sofort die Fragen entgegen.
„Das Warum tut nichts zur Sache“, erklärte er sofort bestimmt.
„Ob es was zur Sache tut, das entscheide ich“, gab ich zurück. „Sie sollten nicht vergessen, dass Ihnen das Wasser bis zum Hals steht. Einmal Stolpern und Sie sind ertrunken. Ich denke so wie die Dinge stehen wird sogar Botschafter Khev nichts unternehmen um Sie da raus zu holen, denn alle Beweise sprechen gegen Sie! Also sehen Sie lieber zu, dass Sie mit uns zusammenarbeiten. Meine Frage steht immer noch im Raum.“
Er ließ den Kopf hängen. Er wusste, dass ich recht hatte. Er stand unter Druck. Ich war mir sicher, sein Vorgehen während unserem Abenteuer in der Zukunft hatte ihm nicht nur Freunde im Imperium beschert. Er musste nun positive Ergebnisse liefern um seiner Karriere bei der Flotte nicht ein jähes Ende zu setzen. Dazu meusste er natürlich seinen Vorgesetzten eine wasserdichte Vorstellung liefern, was mit den aktuellen Ereignissen nicht mehr gegeben war. Es war meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass seine Weste wieder rein gewaschen wurde. Und das war nicht nur in seinem Interesse sondern auch in meinem. Auf diese Weise war ich ihn schnell wieder los.
„Mit wem haben Sie sich getroffen?“, widerholte ich noch mal meine Frage, als er weiter schwieg.
„Ein Gorn“, gab er zurück.
„Wer genau?“, zog ich ihm die Informationen nun einzeln aus der Nase.
„Woher soll ich das wissen?“, stellte er eine Gegenfrage. „Diese Echsen sehen alle gleich aus.“
„Jetzt lügen Sie, Riov!“, hielt ich ihm sofort entgegen. Das war nun auch für jemanden ersichtlich, der nicht so wie ich den Riov länger kannte oder wie Lieutenant Richards ein Gespür für Lügen hatte. „Mich interessiert es gerade nicht, welche Machenschaften Sie vorher getrieben haben, mich interessiert im Moment einfach nur die Ereignisse welche zu der Vorliegenden Situation geführt haben. Ich erinnere Sie noch einmal daran: Wenn Sie wirklich unschuldig wären, dann sollten Sie mir wirklich alle Informationen geben, die Sie haben. Ich bin im Moment Ihre einzige Chance, hier wieder raus zu kommen. Sie müssen mir wohl oder übel vertrauen.“
Im Gedanken fügte ich noch hinzu: „Das haben Sie doch auch früher getan.“ Aber zur Wahrung meiner Identität behielt ich das für mich.
Er kämpfte mit sich. Doch schließlich rang er sich zu einer Antwort durch: „Zhirric! Es war Botschafter Zhirric.“
Ich hob eine Augenbraue. „Sind Sie sich sicher?“
„Zweifeln Sie an meinen Worten?“, fragte er empört.
„Es gibt keine Beweise für Ihre Aussage“, gab ich zurück. „Bisher haben Sie mir eine gute Geschichte aufgetischt. Aber ich habe nichts, um Ihre Aussage zu überprüfen. Also sollten Sie sich bemühen, noch einige Details zu liefern, wenn ich Ihre Unschuld beweisen kann.“
Das wirkte: Endlich taute er auf und ging mit seiner Geschichte ins Detail. Natürlich waren einige Angaben geflunkert und andere überspielt, aber es genügte, dass ich mir ein Bild von der Sache machen konnte. Und Richards später auch, wenn er meinen Bericht bekam.
Als die Ablösung der Wachhabenden von vorhin herein kam, stand ich schließlich auf. „Also gut, Riov“, meinte ich. „Ich werde alle Angaben überprüfen lassen und sehen, ob ich Ihnen helfen kann.“
Bevor ich den Arrestbereich verließ, sah ich noch mal über die Schulter zurück. „Auch wenn es nicht so aussieht, Riov: Ich bin Ihre Verbündete.“

-tbc-
Lt Richards
Androide vom Dienst, CXO und Eisenfaust auf der Starbase Resolution
außerdem Lektor für Brückenoffiziersverhalten

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Sicherheitschefin der USS Horizon

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Agentin des Sternenflottengeheimdienstes

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