RES - MCPOoS Taylor McMannis - MED - RPG2 Log8 - 12078.2073

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RES - MCPOoS Taylor McMannis - MED - RPG2 Log8 - 12078.2073

Beitragvon Wedge Antilles » Mi 1. Dez 2010, 19:45

Personen: Reaver, Crossi, Yara & Godo (indirekt)
Wörter: 902


=^= Behandlungsraum =^=


„Dieser Glücksritter!“ Ich schniefte, doch anscheinend war die Blutung gestillt. Dennoch schmeckte ich immer noch Blut, als ich schluckte. Ich tastete vorsichtig an meine Nase, hörte damit aber sofort wieder auf, da es doch noch schmerzte. Das Schmerzmittel half wohl nicht wirklich.

Was mir aber half, war die Vorstellung, wie ich diesen Typen wegen Einbruchs und Körperverletzung anzeigen würde. O ja, das würde spaßig. Und ich konnte Yara damit befreien. Er war also nicht ihr Vater, sondern ihr Stecher. Ihr viel zu alter Stecher. Es war offensichtlich, dass er sie nur ausnutzte, in allen Belangen. Er hatte es geschafft, dass sie ihm hörig war. Fast so, als wäre sie ein Hologramm, das er nach Lust – vor allem nach Lust – und Laune programmieren konnte. Das konnte er vergessen, sobald er im Knast saß.

„Ty? Was ist passiert?“
Na super, Miss Seelenklempner stand in der Tür. Mich erst versetzen, aber wenn ich angreifbar war, die barmherzige Samariterin spielen wollen. „Was glaubst du denn, was passiert ist?“ blaffte ich zurück. „Ich habe Bekanntschaft mit ner Faust gemacht.“ Soul fing an zu grinsen. „Was ist daran so lustig?“
„Ich hätte nicht gedacht, dass du so leicht außer Gefecht zu setzen bist.“
„Ich war unvorbereitet, okay?“ Abgesehen davon, dass ich von Yaras nackten Tatsachen abgelenkt und mein Blut zu der Zeit woanders war und ich somit keine Kraft hatte, um auszuweichen oder gar um mich zu wehren. Inzwischen hatte sich der „Aufenthaltsort“ meines Blutes verlagert – das meiste davon vermutlich in meinem Quartier auf meinem frisch ausgelegten Teppich. Die Reinigungskosten würde ich dem Typen auch in Rechnung stellen.

„Und wessen Faust war es?“ Reaver war eher neugierig als professionell - als ob das für eine psychologische Analyse wichtig gewesen wäre.
Trotzdem gab ich frustriert Auskunft. „Yaras Zuhälter. Es passte ihm wohl nicht, dass ich ihm sein Schäfchen wegnehmen wollte. Und das auch noch ohne einen einzigen Streifen Latinum abzugreifen.“ Mehr wäre sie sowieso nicht wert gewesen.
„Wer?“ fragte die Counselorin irritiert und genervt, weil sie mir förmlich alles aus der Nase ziehen musste – was jetzt zumindest keine blutige Angelegenheit mehr war, wie ich noch einmal tastend überprüfte.
„Ich hab nicht nach seinem Namen gefragt“, gab ich harsch zurück. „Er ist bei mir eingedrungen, hat mich ohne Vorwarnung niedergeschlagen und ist mit ihr verschwunden.“ Und er würde sehr bald auch verschwinden, in einer dunklen, dreckigen Arrestzelle, dafür würde ich sorgen. Gut, ich wusste, dass unsere Arrestzellen weder dunkel noch dreckig waren, aber was besseres hätte der Schweinehund nicht verdient gehabt.

Ein plötzlicher Anstieg der Geräuschkulisse außerhalb des Behandlungsraum ließ mich verstummen.
Auch Reaver hatte bemerkt, dass irgendetwas da draußen vor sich ging. Sie drehte sich auf ihrem Stuhl um, stand dann sogar ganz auf. „Was ist denn da draußen los?“ Sie ging zur Tür, öffnete sie und fiel nur wenige Sekundenbruchteile später rückwärts nicht gerade sanft wieder in den Raum hinein.
Während ich noch auf den regungslosen Körper von Soul starrte, huschte eine Person über sie hinweg in Richtung der hinteren Krankenzimmer.

„Lieutenant?“ Keine Antwort. Ich kletterte von dem Behandlungsbett herunter. „Alles in Ordnung?“ Immer noch keine Antwort. Ich ging langsam zu ihr, kniete mich neben ihr nieder. Zu schnell, wie ich bemerken musste, denn ich spürte wieder, wie mir Blut aus der Nase quoll. Den empfindlichen Adern ging diese ruckartige Bewegung wohl zu schnell.

Ich wischte einmal behutsam mit dem Ärmel über meine Nase und tastete nach Reavers Puls. Der war vorhanden, also schüttelte ich sie ein wenig. Sie zeigte keinerlei Reaktion. „Ich brauche hier medizinischen Beistand!“ rief ich nun, denn ich war hilflos ohne medizinischen Tricorder und ein Med-Kit.
Auch von außen gab es keine Antwort. „Hey, hört mich einer!?“ Ich krabbelte über Souls Körper, schob die Tür weiter auf und starrte nach draußen. Da lag noch ein Mediziner auf dem Boden. Sah aus wie Cross. „Was geht denn hier ab?“ stellte ich die Frage aller Fragen in den Raum.

Betäubungsmittel, die über die Umweltkontrollen ausgesetzt wurden, konnte ich ausschließen, denn ich fühlte mich ganz gut – von der bereits vorhandenen Verletzung abgesehen. Blieb eigentlich nur noch Betäubung durch Waffeneinsatz. Aber wer würde auf einer Krankenstation um sich schießen? Jemand, der mit seiner letzten Nasen-OP unzufrieden war?

Ich krabbelte wieder zurück und zog Reaver in den Raum hinein, um die Tür zu schließen. Wer immer hier um sich schoss, konnte auch zurückkehren. Da musste Soul ihm nicht noch ein Ziel bieten.
Als das erledigt war, sah ich mich um. Keinerlei Gegenstände, die der Verteidigung dienen konnten, abgesehen von dem Stuhl, der neben dem Bett stand. Besser als gar nichts, dachte ich mir, griff ihn mir und blieb in Hab-Acht-Stellung in gut drei Metern von der Tür entfernt stehen.


Keine Ahnung, wie viel Zeit vergangen war, doch plötzlich schlug die Tür auf und ein stattlicher Secler stand mit gezückter Waffe im Türrahmen. Ich zögerte nicht lange und schmetterte ihm den Stuhl entgegen.

Krachend schlug er gegen die Wand und fiel zu Boden.
Der Secler sah mich verdattert an. „Alles in Ordnung bei Ihnen?“
„Hä?“ kläffte ich irritiert.
Das sah er wohl als Bestätigung. „Klar!“ rief er über seine Schulter und verschwand schon wieder.

Okay, allmählich konnte ich mir zusammenreimen, dass der Typ hier zu unserem Schutz da war. Demnach konnte ich mich wohl rauswagen und mir ein MedKit besorgen.
Wedge Antilles

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Wedge Antilles
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