RES – PO1 Thelor T’Klav – TEC – RPG 9 Log 06 – 12‘078.2348

CO: Wedge Antilles - XO: Jason Anthony Hawk

Moderatoren: John Connor, Operationsstab

RES – PO1 Thelor T’Klav – TEC – RPG 9 Log 06 – 12‘078.2348

Beitragvon JasonHawk » Mi 1. Dez 2010, 22:29

RES – PO1 Thelor T’Klav – TEC – RPG 9 Log 06 – 12‘078.2348

Personen: Valeris A. Advena, Miguel Hernandez
Erwähnt: Guybrush Threepwood
Wörter: 1‘072
Titel: Verzweiflungstat?

=A= Starbase 98 Resolution – Deck 760 – Hauptmaschinenraum =A=

Der rote Alarm hatte mich aufgeschreckt und da die Kommunikation ausgefallen war, rannte ich sofort los zum Maschinenraum. Da war natürlich die Hölle los, weil niemand wusste was los war und alle gleichzeitig versuchten herauszufinden, was Sache war.
Zu meiner Überraschung fand ich Commander Advena an einer Konsole mit Lieutenant Hernandez arbeiten. Damit hätte ich nicht gerechnet, wenn ich bedachte, dass Hernandez bereits zwei Gespräche mit Advena hinter verschlossenen Türen gehabt hatte. Ich hatte vorher noch nie erlebt, dass unsere Chefin die Türen zu ihrem Büro verschlossen hatte. Wenn sie nicht bereits mit Jason zusammen gewesen wäre, hätte ich mir so meine Gedanken gemacht. Obwohl, so klein wie der war, brauchte er wahrscheinlich einen Stuhl…
Aber wie das so der Fall wurden solche Probleme nebensächlich, wenn es ans Eingemachte ging. Wenn das nicht so wäre, wäre das viel Schlimmer, als die Probleme, vor denen wir augenscheinlich standen. Nur was waren das eigentlich für Probleme? Ich griff mir einen Techniker, der gerade an mir vorbeirannte und riss ihn damit ziemlich unsanft nach hinten. Zum Glück war es ein Charge und kein Offizier, sonst wäre ich wohl in der Brigg gelandet…
„Was ist hier los?“, verlangte ich von ihm zu wissen. Klar, dafür wäre ein Offizier besser gewesen, aber so grob, würde auch dieser Charge wissen, was Sache war.
„Irgendjemand hat riesen Mist gebaut! Das Virus hat doch die Waffensysteme befallen!“
Scheisse!, dachte ich und liess den Chargen los. Sofort ging ich zu Advena und Hernandez rüber. Ich wollte nicht, wie ein aufgescheuchtes Huhn durch den Maschinenraum rennen. Ich wollte etwas bewirken. Dafür erschien mir die Konsole mit Advena und Hernandez am sinnvollsten.
„…systeme vom eigentlichen System abkoppeln. Das gilt für die Energieversorgung, wie auch für die Computerverbindungen“, führte Hernandez gerade aus und Advena reagierte sogleich:
„Sprich komplett auf Manuell umschalten?“
Mich hatten die beiden noch nicht wahrgenommen. Hernandez schien ganz in seiner Aufgabe aufzugehen. Auf Advenas Worte hin nickte er nur und vertiefte sich in die Konsole vor ihm. Unsere Chefin bemerkte unterdessen meine Anwesenheit, nickte zur Begrüssung bat mich mit einer weiteren Kopfbewegung auf ihre Seite der Konsole zu kommen.
Kaum hatte ich die Konsole umrundet, konnte ich auch einen Blick auf die Anzeige von Hernandez werfen. Sie zeigte eine schematische Darstellung der Station und zwar über die gesamte Höhe. Darin waren alle Verbindungen eingezeichnet, die Hernandez trennen wollte. Manuell wohlverstanden. Vor lauter eingezeichneten Punkten, war aber die schematische Darstellung gar nicht mehr zu erkennen.
„Das sind einfach zu viele…“, meinte Hernandez entmutigt.
„Wenn die Kommunikation funktionieren würde, wäre das kein Problem. Wir haben ja genug Techniker an Bord, um jeden Knotenpunkt zwei, fast dreimal zu erreichen. Nur können wir die Techniker nicht koordinieren.“
„Sehr hilfreich, Petty Officer“, erwiderte Hernandez entnervt. „Wir brauchen Alternativen oder einen Weg, damit die Kommunikation funktioniert!“
Wow, da fühlte sich einer schon ganz gross, weil er jetzt mit der Chefin arbeiten durfte. Aber er hatte natürlich recht. Wir brauchten eine Alternative. Da ich einen Teil des Gespräches verpasst hatte, rief ich mir die Daten auch nochmals auf. Das Problem war eine Firewall, welche das Virus aufgebaut hat, um sich selber zu schützen.
Eine Möglichkeit war es, das Virus mit einem anderen Virus zu bekämpfen. Es gab genügend Computerviren, die darauf ausgelegt waren, eine Firewall zu umgehen. Aber die waren wohl kaum schnell genug, damit wir die Kontrolle über die Waffensysteme zurückerlangten, bevor sie die Schiffe unserer Gäste im Orbit der Station in einen grossen Schiffsfriedhof verwandelten. Aber ich war ja auch nicht Spezialist für Computerviren, sondern für die Schildsysteme.
„Ich hätte da eine alternative Idee“, meinte ich dann nebenbei. Die Aussage erzielte die gewünschte Wirkung. Advena und Hernandez drehten sich zu mir um. Advenas Gesichtsausdruck war neugierig mit einer Spur schwacher Hoffnung. Hernandez dagegen war die personifizierte Skepsis.
„Die Schilde gehören zwar sekundär auch zu den Waffensystemen aber primär zur Lebenserhaltung. Deshalb denke ich, dass wir die Kontrolle darüber zurückerlangen könnten.“
„Was würde uns das bringen?“, fuhr Hernandez dazwischen.
„Wenn wir die Kontrolle haben können wir erstens die Schilde ausdehnen und zweitens die Schildfrequenz so ändern, dass es eine Disharmonie zwischen der Waffen- und der Schildfrequenz gibt.“
„Dadurch würden die Phaser und die Torpedos die Schilde nicht verlassen können und die Schiffe wären geschützt“, ergänzte Advena meinen Plan.
„Und was ist mit Querschlägern? Die Schiffe gerettet, aber die Botschafter tot, weil die Station sich selber in Fetzen schiesst?“, fragte Hernandez theatralisch.
Ich zuckte entschuldigend die Schultern.
„Hey, ihr Plan hatte auch eine Schwachstelle.“
„Wenn wir die Schiffe nicht schützen können, dann müssen wir eben dafür sorgen, dass wir sie nicht anvisieren“, meinte Advena dann plötzlich etwas abwesend. Sie wirkte nachdenkend, als ginge sie eine Idee durch.
„Das haben wir durch schon abgehakt, Commander“, meinte Hernandez. „Das Zielsystem gehört zu den Waffensystemen und diese sind von der Firewall des Virus‘ geschützt.“
„Ja ja, darum soll sich dieser Freak aus der Wissenschaft kümmern, der sich so gut mit Computer auskennt! Hat er eine Abwechslung zu seinen Tetris-Spielen.“
„Tetris-Spielen?“, rief Hernandez verwirrt aus, aber Advena ignorierte ihn.
„Das Zielsystem funktioniert doch über die Sensoren“, begann die Chefin mit einer Tatsache, welche sie als Frage formulierte.
„Ja, Ma’am“, antwortete ich, obwohl ihre Frage wohl nur rhetorischer Natur war. Dafür stellte ich dann eine wirkliche Frage. „Worauf wollen Sie hinaus?“
„Dann brauchen wir die Hilfe von Kendric und Jason!“, sagte Advena und machte sich auf den Maschinenraum zu verlassen. „Sagen Sie der Wissenschaft, dass wir kommen.“
„Commander, was haben Sie vor?“, fragte Hernandez, während er neben mir hinter Advena her ging. Wir folgten ihr zum nächsten Turbolift, welchem sie die Wissenschaft als Ziel angegeben hatte.
„Hernandez, kümmern Sie sich mit dem Freak um das Virus! Finden Sie einen Weg, das Virus und seine Firewall zu umgehen! Wenn es sein muss, mit einem anderen Virus! Thelor…“ Autsch, ein krasser Seitenhieb für Hernandez und das obwohl uns das Wasser bis zum Hals stand und langsam gefror. Nachname bei ihm gegen Vorname bei mir. „… suchen Sie mir heraus, wie das Zusammenspiel zwischen den Sensoren und dem Zielsystem funktioniert! Wenn wir Glück haben, müssen wir die Sensoren nur falsch kalibrieren und dann feuern unsere Waffen an den Schiffen vorbei.“
„Wenn wir Glück haben?“, fragten Hernandez und ich entgeistert. Wir schauten uns kurz an und er fuhr weiter. „Da draussen sind so viele Schiffe, dass es schwerer ist die Lücken zwischen den Schiffen zu treffen, als die Schiffe selber!“
„Ich habe nicht gesagt, dass es leicht werden würde…“
Cmdr Jason Anthony Hawk
XO Starbase 98 Resolution

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