RES - Cpt Katché - RPG 40 Log 12 – 12083.1268

CO: Wedge Antilles - XO: Jason Anthony Hawk

Moderatoren: John Connor, Operationsstab

RES - Cpt Katché - RPG 40 Log 12 – 12083.1268

Beitragvon Wedge Antilles » Mo 6. Dez 2010, 11:42

Personen: Kiri, Val, Richi, Mnemo, Sky, Melok
Wörter: 1413


=^= Büro des CMOs =^=


„Wieso suspendieren Sie mich nicht?“
Ich schaute von dem Tricorder auf, der mir die exakte Position von Sam auf der Station anzeigte. „Wie bitte?“
„Sie vertrauen mir nicht“, spuckte Kirilenkova mir regelrecht entgegen. „Sie scheinen sogar zu glauben, ich sei eine Verräterin. Der logische Schluss wäre, mich zu suspendieren! Und streiten Sie es nicht ab. Nach Ihrer Nachfrage bei Mister Richards ist es offensichtlich.“

Ich hatte die Worte gehört, verstanden hatte ich sie nur zum Teil. Ich hob die Augenbrauen und blickte wieder auf den Tricorder. Sam und die sie verfolgende Salvation krabbelten den Anzeigen zufolge immer noch durch Jeffries-Röhren.

„Sie bewegen sich gerade auf sehr dünnem Eis, Commander. Von einer solchen Unterstellung ist es nicht mehr weit bis zu einer Meuterei.“
„Bei allem Respekt, Sir, aber das ist Unsinn. Ich habe kein Interesse an Ihrem Kommando. Alles was ich will, ist Respekt. Den Respekt, zuerst mit mir zu sprechen, wenn Sie ein Problem mit mir haben und mich nicht vor der ganzen Krankenstation demütigen.“

Ihre Stimme vibrierte zunehmends. Ich sah wieder auf und glaubte in Kirilenkovas Augen ein Schimmern zu erkennen. Sie versuchte wohl krampfhaft die Tränen zurückzuhalten. „Das schließen Sie aus der Frage an Mr. Richards, wo er sich zum Zeitpunkt befand, als sie den fraglichen Raum betraten?“ Bevor sie darauf antworten konnte, legte ich nach: „Haben Sie einen Moment darüber nachgedacht, dass es mir lediglich darum ging herauszufinden, wieso er den Schutz des XOs vernachlässigte?“ Ich klappte den Tricorder zusammen, ging einen Schritt auf sie zu. „Glauben Sie mir, ich könnte mir den Verlust eines XOs speziell zu diesem Zeitpunkt erlauben?“ Ich machte einen weiteren Schritt auf sie zu. „Oder gar, dass Sie entführt und als Druckmittel eingesetzt werden?“ Und glaubte sie wirklich, dass ich so stümperhaft vorgehen würde? Das war die eigentliche Beleidigung bei ihren Unterstellungen, die zwar keine Unterstellungen waren – schließlich vertraute ich ihr nicht unbedingt, aber das wusste sie ja nicht.

[*Kiri Ball zuwerf*]


=^= Sicherheitszentrale =^=

Ich stand mit Richards an einem Terminal – genauer gesagt, ich stand, der Androide gönnte seinen Beinen eine Pause und saß. Wir beide starrten auf den Monitor und beobachteten die Markierung, die sich über den Deckplan der Station bewegte. Auch Mnemo hatte es sich nicht nehmen lassen und stand auf der anderen Seite vom Stuhl. Es war ihr anzusehen, dass sie einerseits stolz auf ihre Idee war, Sam auf Verfolgungsjagd zu schicken. Andererseits war sie besorgt, weil sie Sam auf Verfolgungsjagd geschickt hatte.

„Salvation hier!“ tönte es aus dem Lautsprecher der Konsole, da Richards die Komm-Verbindung, die er zu ihr aufrecht hielt, dorthin gelegt hatte, damit wir alle mithören konnten. „Wir sind auf Deck 344, Sektion 53.“
„Wir sehen Sie, Ensign“, antwortete Richards lapidar.
„Wie es aussieht, hat der Täter hier die Jeffries-Röhre verlassen und ist über die Korridore weiter geflohen.“
Richards sah mich an, erwartete weitere Instruktionen. Mein Blick hingegen ging zu Mnemo, die mich wiederum anschaute. Sie zog eine besorgte Miene, sagte aber nichts. Musste sie auch nicht.
„Lieutenant, schicken Sie ein Team zur Verstärkung an Salvations Position.“

Damit sprangen die roten Leuchtleisten innerhalb der Wandpaneelen an. „Captain Katché, bitte auf die OPS!“ tönte auch schon Kirilenkova aus meinem Kommunikator.


=^= OPS, sieben Minuten später =^=

„Commander Valeris an Captain Katché!“ dröhnte die Stimme der Cheftechnikerin über die OPS, da ich dem Komm-Kanal dorthin umgeleitet hatte, damit sämtliche Informationen direkt an die anderen OPS-Offiziere gelangten. „Wir konnten das Virus vernichten. Die Waffensysteme werden heruntergefahren.“
Ich musste schon sagen, die Frau hatte ein Gespür für Timing. Bator hatte gerade die Schiffe – insbesondere die klingonischen, die anscheinend Primärziel des Virus waren – angewiesen, ihre Distanz zur Station zu erhöhen, als der Ruf von Valeris die OPS erreichte. „Dann besteht keine Gefahr mehr?“
„Positiv. Officer Threepwood scheint es wieder einmal geschafft zu haben.“
„Da legt sich aber jemand für die nächste Beförderung mächtig ins Zeug“, murmelte ich mehr zu mir selbst. „Commander, roten Alarm beenden“, wies ich Kirilenkova an, die mir auch gleich bestätigend zunickte. „Sie haben die OPS, wenn Sie mich brauchen, ich bin bei Mr. Richards.“


=^= Sicherheitszentrale =^=

„Neuigkeiten?“ fragte ich direkt ohne Umschweife. Dass und wie der rote Alarm beendet wurde, hatte Richards sicherlich schon erfahren oder sich die entsprechenden Informationen aus dem Computer gezogen.

„Negativ, Sir. Das Team befindet sind momentan auf Deck 301, aber anscheinend hat Ihr Hund dort die Spur verloren.“
„Deck 301“, murmelte ich und strich mir über das Kinn. „Die Diplomatenquartiere.“ Ohne Rücksprache mit dem Androiden zu halten aktivierte ich das Terminal direkt neben dem Gerät, auf dem Richards die Verfolgung des Attentäters überwachte, und rief die Verteilung der Diplomatenquartiere auf. „Überspielen Sie die bitte auf ein Padd“, wies ich Richards an.
Ich machte Anstalten zu gehen, was Richards natürlich auffiel. „Sie haben einen Verdacht, Sir?“
„Ja, aber ich werde diesen zu diesem Zeitpunkt nicht äußern.“

„Das ist natürlich ihr gutes Recht, Sir. Aber ich hätte noch etwas“, hielt mich der Sicherheitsmann von meinem Weg ab. „Miss Saeihr hat es scheinbar geschafft, sich in den Arrestbereich zu schleichen und hat Riov Melok befragt.“ Ich wollte schon intervenieren, wie so etwas möglich war, doch Richards fuhr direkt fort: „Sie hat seine Aussagen protokolliert und mir kurz vor Ihrem Eintreffen hier ausgehändigt.“ Dabei griff er nach einem Padd auf seinem Schreibtisch und hielt es mir entgegen.
Ich griff nach dem Padd und aktivierte es. „Kann der Bericht gefälscht sein?“
„Ich wollte es soeben mit den Aufzeichnungssystemen im Arrestbereich abgleichen.“
„Tun Sie das und überprüfen Sie direkt, ob es Manipulationen an den Systemen gab.“ Schließlich hatten wir es hier mit einer romulanischen Topspionin zu tun, von der ich immer noch nicht wusste, auf welche Seite ich sie einordnen sollte.

Ich nickte und setzte meinen Gang zu Melok fort – den Anblick wollte ich mir einfach nicht entgehen lassen. Es fehlte eigentlich nur noch Sturm in einer Nebenzelle, und der Tag hätte eine richtig positive Note gehabt.


=^= Arrestbereich =^=

„Sie ignoranter, sturer… Mensch!“ Es war schwer zu beurteilen, ob Melok genügend Manieren besaß, um Schimpfwörter zu meiden, oder ob er dies wirklich als Beleidigung ansah. „Nicht hinter allem, was aus Sicht der Sternenflotte in der Galaxis schief läuft, steckt das romulanische Imperium!“
Das mochte sein, aber es waren schon erschreckend viele Ereignisse – und das sah nicht nur die Sternenflotte so. „Sie bleiben also dabei, dass sich eine unbekannte Person bei Botschafter Khev gemeldet und ihn zu einem persönlichen Treffen eingeladen hat. Und ohne zu fragen, worum es geht, gehen Sie statt seiner dahin, dazu noch ohne Rückendeckung!?“
Melok schnaubte: „Khev hat mir den Befehl gegeben, mich dorthin zu begeben. Er sagte nicht, warum oder was mich dort erwartete. Er sagte nur, ich solle allein gehen.“
„Und Sie tun natürlich alles, was man Ihnen sagt.“
Melok kniff die Augen zusammen. In ihm brodelte es, das war schwer zu übersehen. „Ich muss Ihnen wohl kaum erklären, wie es in einer militärischen Organisation abläuft.“ Das musste er in der Tat nicht, aber er tat es trotzdem: „Wenn man einen Befehl von einer höherrangigen Person bekommt, befolgt man ihn ohne nachzufragen.“
„Gewiss“, nickte ich und wandte mich ab. „Besonders, wenn man Ihren derzeitigen Stand im romulanischen Reich betrachtet.“

„Was soll das heißen?“ grollte Melok mit zusammengebissenen Zähnen.
„Wie mir zu Ohren gekommen ist, hat Ihre Karriere einen gewaltigen Dämpfer bekommen durch unsere gemeinsame... Zukunft.“ Die Wortwahl war bewusst irreführend.
„Mitnichten!“ verteidigte der Riov sich. „Ich bin immer noch Kommandierender Offizier der Rhamana. Wenn man mich schuldig gesprochen hätte, würde ich Dilizium zwischen Romulus und Remus transportieren.“

Stattdessen war er jetzt Laufbursche eines romulanischen Botschafters. Ich drehte mich wieder Melok zu und fixierte ihn. Vielleicht war jemand mit dem gefällten Urteil nicht einverstanden und versuchte auf diese Art Melok als Sündenbock hinzustellen und ihn damit loszuwerden. Zwei Fliegen mit einer Klappe.

„Haben Sie irgendetwas, womit Sie Ihre Geschichte belegen können?“
Melok ließ für einen kurzen Moment die Schultern hängen. „Nein... Doch, vielleicht!“ Seine Miene hellte sich sichtlich auf. „Ich wurde betäubt, also untersuchen Sie mich! Vielleicht finden Sie Rückstände des Betäubungsmittels!“
Ich sah ihn einige Sekunden stumm an. Dann drückte ich auf das goldene Delta-Symbol an meiner Brust: „Katché an Krankenstation. Schicken Sie bitte einen Mediziner in den Arrestbereich!“

[Welcher Metzger hat diese Nacht noch nix vor? (womit Reaver und Tyty wegfallen)]
Wedge Antilles

Bild Bild

Bild
Wedge Antilles
Operationsstab
 
Beiträge: 2113
Registriert: Do 26. Sep 2002, 17:54

Zurück zu Starbase 98 RESOLUTION

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 11 Gäste

cron