RES – Saeihr – CIV –RPG Log 3(16) – 12085.2015

CO: Wedge Antilles - XO: Jason Anthony Hawk

Moderatoren: John Connor, Operationsstab

RES – Saeihr – CIV –RPG Log 3(16) – 12085.2015

Beitragvon Richards » Mi 8. Dez 2010, 19:09

Wörter: 1114
Erwähnte PCs:
Erwähnte NPCs: Velal

Thema: „Verschwörungen“

=A= Hauptpromenade; Büro des Privatermittlerbüros „Spitzohr“ =A=

Die Tür schloss sich hinter mir und ich atmete tief durch. Wieder einmal kehrte ich in meine Zuflucht zurück. Dies war der einzige Raum auf der Starbase, in dem ich den ganzen Stress dort draußen entfliehen konnte. Hier musste ich mich auch nicht verstellen und irgendwem irgendeine Rolle vorspielen. Hier war ich einfach nur ich.
Ich löste meinen Haarknoten und schüttelte die langen Haare aus. Man konnte über meinen seltsamen Geschmack die Haartracht betreffend den Kopf schütteln und behaupten, das wäre nicht romulanisch und so weiter. Aber keiner wusste, wie leicht Verkleidungen waren, wenn man nicht diesen typisch romulanischen Topfhelmschnitt zur Schau trug. Ich hatte Perücken nie getraut. Zu leicht konnte man sie verlieren. Meine Mähne konnte man dagegen schnell zu verschiedenen Frisuren umstecken und mit etwas Übung sogar noch die spitzen Ohren darunter verbergen. Auf die Idee, dass eine Romulanerin sich unter der Verkleidung befand, kam man selten. Welcher normale Romulaner hatte schon lange Haare?
Ich schob meine Modegedanken beiseite. Jetzt gab es Arbeit zu tun.
Ich setzte mich an meinen Schreibtisch und rief die Kommunikationskonsole auf. Mit einigen geschickten Stunts hackte ich mich soweit ins Kommunikationsnetz der Station ein, dass man nicht mehr auf mich als Quelle der künftigen Kommunikation schließen konnte. Natürlich gab es noch diesen fähigen Softwarepiraten in der Wissenschaft, der meine Hackerversuche entdecken und zurückverfolgen konnte, doch zum einen war der Mann sicher gerade entweder mit noch immer herumspukenden Viren oder seinen seltsamen Spielchen beschäftigt und zum anderen war das kein Problem, was man nicht mit etwas weiblichen Charme lösen konnte. So gut sein Netzwerk auch war: Wenn er mit Frauen in Verbindung kam, war er die Schwachstelle seines Systems.
Von der Base aus baute ich die Kommunikationsverbindung Schritt für Schritt weiter auf und erreichte schließlich die Rhamana. Und hier kannte ich mich aus. Es dauerte nicht lange, bis ich eine ebensolche Kommunikationsschleife aufgebaut hatte wie hier auf der Starbase. Und schließlich erreichte ich genau das Terminal, welches ich wollte. Ein Romulaner erschien auf meinem Terminal. Durch ein von mir zwischengeschaltetes Gerät konnte er zum einen nur eine Silouette von mir sehen und zum anderen nur eine sehr verzerrte Stimme von mir erhalten. Eine Identifizierung war ausgeschlossen.
Der Romulaner setzte zu einer Meldung an, stockte dann aber. „Wer sind Sie?“, fragte er.
„Das tut nichts zur Sache“, verwendete ich die Standardphrase für solche Situationen. „Viel wichtiger ist, dass Sie etwas für mich tun können, Mr Velal.“
Lataro Velal wurde sofort misstrauisch. „Ich arbeite nicht mit Ihnen zusammen. Ich werde jetzt abschalten und Meldung erstatten.“
Mein Mund verzog sich zu einem spöttischen Grinsen, was Velal natürlich nicht sehen konnte. „Ein Wort, Mr Velal: Baltraia“, schoss ich ihm entgegen und betrachtete mit Genugtuung, wie die Farbe aus seinem Gesicht wich. „Wie… was… woher wissen Sie?“
„Ich habe meine Quellen, Mr Velal“, antwortete ich. „Manche Mitglieder der Mannschaft können Geheimnisse einfach nicht mit ins Grab nehmen.“
„Saeihr?“, fragte der Unteroffizier aus der Sicherheit der Rhamana fassungslos.
Ich winkte ab. „Wir wissen doch beide, dass erei’Riov Saeihr tot ist“, hielt ich ihm entgegen. „Aber keine Sorge: Ich bin im Besitz einiger ihrer Akten über Besatzungsmitglieder. Ein falsches Wort von Ihnen zu den falschen Leuten und ich sorge dafür, dass Deron oder vielleicht auch Stellen im romulanischen Flottenkommando von der Sache mit Baltraia erfährt. Also rate ich Ihnen, zu kooperieren!“
Damit hatte ich ihn erst einmal im Griff. Ich bedauerte, dass ich meinem Nachfolger Kursh meine Daten nicht wirklich vermacht hatte, wie ich behauptet hatte. Er hätte seinen Job viel leichter gehabt.
Mit knappen Worten schilderte ich ihm meine Wünsche. Er sollte einige Daten für mich in Erfahrung bringen und an einem Ort deponieren, an dem ich sie leicht und unbemerkt abholen konnte. Ich bediente mich also wieder meiner alten Kontakte, um noch an wichtige Informationen zu kommen. Nachdem das geklärt war, machte ich mich für meine nächste Aktion bereit. Als ich mich umgezogen hatte, verließ ich das Quartier über die Jeffries-Röhren

=A= Kurz darauf: Deck 301; Jeffries-Röhre über einem Quartier =A=

Mein Handscanner zeigte mir an, dass in dem Quartier unter mir niemand war. Was auch kein Wunder war, da ein Deck tiefer zur Zeit eine weitere Konferenz stattfand. Mit einiger Mühe hatte ich mich an den Vorkehrungen der Sicherheitstruppen vorbeigeschlängelt und befand mich nun über dem Quartier der von mir verdächtigten Person. Hier hoffte ich, weitere Informationen zu bekommen.
Ich öffnete den Zugang und lies mich in das Quartier hinunter. Ich ging systematisch vor: zuerst das Kommunikationsterminal und die Logs darauf. Aber bis auf einige unverdächtige Gespräche war nichts mitgeloggt worden. Also suchte ich weiter.
Mit einem weiteren Scanner fand ich schnell die persönlichen Padds des Botschafters. Natürlich waren sie verschlüsselt, aber das konnte eine romulanische Sicherheitsexpertin wie mich nicht aufhalten. Der Tal Shiar hätte mich sicher mit offenen Armen willkommen geheißen, wenn er von meinen Qualifikationen erfahren hätte. Es hatte auch mal eine Zeit gegeben, da hätte ich ein Angebot auch angenommen, aber mittlerweile kam das nicht mehr in Betracht.
Ich ging die Dokumente durch. Beinahe hätte ich durch die Zähne gepfiffen. Ich hatte zwar vermutet, dass dieser Botschafter einiges auf dem Kerbholz hatte, aber nun die Bestätigung zu sehen, das war dann doch überraschend.
„Das würde Riov Melok sicher interessieren“, murmelte ich zu mir selbst. „Sein Vorgesetzter, Botschafter Khev arbeitet gegen ihn.“
Die Daten auf dem Padd sprachen eine eindeutige Sprache: Ohne dass Melok davon wusste, hatte Botschafter Khev heimlich Kontakt mit den Leuten gehabt, welche die Konferenz sabotieren wollten. Die Sache mit Riov Melok war deshalb geschehen, um ihn im Imperium in Misskredit zu bringen.
Ich lud mir die Daten auf ein eigenes Padd herunter und versetzte das Padd des Botschafters in den Zustand zurück, in dem ich es vorgefunden hatte. Dann überlegte ich: was machte ich mit den Informationen, die ich nun hatte? Wollte ich sie wirklich an die Sicherheit weiterleiten? Wollte ich wirklich einen Landsmann ans Messer liefern? Sicher, ich war eine Deserteurin, aber das bedeutete noch lange nicht, dass ich meinen Landsleuten unbedingt schaden wollte.
Während ich mich in die Jeffries-Röhre zurückzog überlegte ich. Wie ich Richards einschätzte, würde er sicherlich die anderen Mitsaboteure entdecken. Wenn er es auch noch schaffte, Khev zu enttarnen, dann hatte der Botschafter das nicht anders verdient. Aber von mir aus würde ich ihn wohl nicht anschwärzen. Dazu kam, dass wahrscheinlich auch noch die Frage aufkommen würde, woher die Sternenflotte diese Informationen hatte, wenn ich diese wirklich weiter leitete. Und damit würde ich mich dann wieder verraten.
Ich fasste einen Entschluss: ich würde diese Information nicht weiter geben. Aber ich sollte es zumindest meinem ehemaligen Vorgesetzten, Riov Melok zustecken, was hinter seinem Rücken gespielt wurde. Er sollte es wissen. Das war ich ihm schuldig.

-tbc-
Lt Richards
Androide vom Dienst, CXO und Eisenfaust auf der Starbase Resolution
außerdem Lektor für Brückenoffiziersverhalten

Ltjg Ricarda
Sicherheitschefin der USS Horizon

LtCmdr Catherine "Cat" Atai
Agentin des Sternenflottengeheimdienstes

Immer nach dem Motto:
Weiterlachen, Soldat!
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