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RES-LtCmdr - Valeris Advena-CTO-RPG Log14-12089.0873

BeitragVerfasst: So 12. Dez 2010, 07:46
von valeris
Personen: Katché, Hernandez, T'Klav

Wörter 712

„Mrs. [NRPG :roll: ] Valeris, ich erwarte Ihre Anweisungen.“
Ich glaubte, ich hatte mich verhört.
„Sir?“, fragte ich und sah Hernandez an, der neben mir stand. Er zuckte mit den Schultern.
„Sagen Sie mir, was ich tun soll!“, hörte ich den Captain ein weiteres mal sagen. War das jetzt seine persönliche Variante Kobayashi Manu? „Das ist ein Befehl!“
Mit schüttelndem Kopf verließ ich das Terminal und ging zum nächsten, rief den Deckplan auf. Wenn er sich schon selbst in die Luft jagen wollte, konnte ich ihm eine Möglichkeit in der Nähe geben.
„Ist das jetzt eine neue Eigenschaft?“, nuschelte ich. „Wir suchen jede Gelegenheit, um uns irgendwie selbst zu opfern.“ Ich verließ die Konsole und trat an die Energieversorgung. „Reicht ja nicht, dass sich Antilles...naja, bei ihm war’s ja nicht von Dauer. Eigentlich lebt er ja noch.“
Ich kehrte an die erste Konsole zurück. „Vielleicht ist das der Grund. Männer müssen sich ja immer gegenseitig übertrumpfen.“ Wieder sah ich Hernandez an, der sich bisher scheinbar nicht bewegt hatte. Er war auch so einer.
„Vielleicht wären Sie so freundlich, ein Schutzschild für Mr. Hero Katché zu kreieren. Wenn er schon so sehr darauf brennt, alles aus nächster Nähe mit zu erleben, sollten wir ihm vielleicht alles an Sicherheit geben, was uns zur Verfügung steht.“ Er reagierte nicht.
„Lieutenant?“, fragte ich und starrte ihn an.
„Ma’am?“
„Ich sagte, Sie sollen ein Schutzschild für Katché istallieren.“
„Oh....Sie haben mit mir geredet.“
Für einen kurzen Augenblick schloss ich die Augen, sammelte mich. Es was kein guter Zeitpunkt, um das bisschen Geduld, was ich noch hatte, zu verlieren. Also riss ich mich zusammen, atmete tief durch und öffnete die Augen wieder.
„Ich werde Katché nach Sektion 4 schicken. Sichern Sie den Raum.“, sagte ich noch einmal und drehte mich weg.
„Der Stickstoff wird die Zuleitungen nich unbeeinflusst lassen“, sagte er, noch bevor ich die Chance hatte, ausser Hörreichweite zu sein. Ich blieb stehen, blickte aber weiter in die Richtung, in welche ich zu gehen gedachte und äußerte nur ein: „Dann sollten Sie sich was einfallen lassen.“
„Advena an Katché!“
„Sprechen Sie!“
„Bei allem Respekt Sir, Sie wollen das wirklich tun? Ich glaube, ein Techniker wäre weitaus besser geeignet...“ Gott, jetzt war ich auch schon so weit.
„Negativ. Ich erwarte Ihre Instruktionen.“

Ich hatte Katché einen Crashkurs in Stickstoffkontrollen gegeben. Im Prinzip war das System nicht schwer zu bedienen. Probleme traten in der Regel erst dann auf, wenn Probleme auftraten. Auf meinem Weg zurück zu den Schildkontrollen, rannte ich in etwas Blaues.
„Thelor!“ Ein Lichtblick? „Komm mit, ich will dir was zeigen!“
Also wir die Konsole erreicht hatten, aktivierte ich das Display und zeigte auf einen kleinen Ausschlag der Skale. „Ich habe versucht, die Frequenz des Kraftfeldes zu ändern. Leider bleibt keine Zeit für eine ausgedehnte Simulation. Was hälst du davon?“
Seine blauen Finger flogen über die Kontrollen, als er selbst Modifikationen vornahm. „Wir haben Glück“, sagte er im Plauderton, während er arbeitete, „dass die sich für den Sprengsatz die Diplomatendecks ausgesucht haben.“
Entgeistert sah ich ihn an.
„Ich meine, wir haben Extra-Leitungen installiert, um die Quartiere herzurichten.“ Er rückte ein Stückchen zur Seite und ließ mich sehen.
„Thelor, du bist ein Genie!“ Zwar konnten wir die Detonationswelle nicht vollkommen eindämmen, aber das andorianische Verständnis für Technik schien die Explosionskraft schon weitaus mehr eindämmen zu können, als die ‚Normaleinstellung‘ in der Lage gewesen war. Derzeit war es nebensächlich, dass ich ein paar Sektionen der Station abschalten musste, da Thelors Variante von Schutz ein wahrer Energiefresser war. Aber da Richards einige ‚wenige‘ Decks geräumt hatte, die derzeit nicht wirklich viel Energie benötigten, ließ sich dieses Problem relativ leicht lösen. Das von Thelor manipulierte Kraftfeld würde alle Energie bekommen, die wir zur Vefügung hatten. Nach Detonation würde genau diese Energie zum Schutz vor der ‚Außenwelt‘ herhalten müssen. Es war anmaßend anzunehmen, dass wir ohne Hüllenbruch davon kommen würden.
Jetzt konnten wir nur noch hoffen und ein Blick auf den Chronometer zeigte mir, dass wir nicht mehr lange warten mussten, bis etwas passierte.

Ein schwerer Schlag erschütterte die Station und Duzende rote Lampen erwachten zum Leben. Aus allen noch funktionierenden Gebieten trafen Schadensmeldungen ein. Thelor war der erste, der diese in Worte packte und weiterleitete.
„Hüllenbruch auf den Decks 275 bis 310. Kraftfelder sind in Position und halten.“
Ich sah Hernandez an. „Der Captain?“