RES – Saeihr – CIV –RPG Log 4(18) – 12089.2330

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RES – Saeihr – CIV –RPG Log 4(18) – 12089.2330

Beitragvon Richards » So 12. Dez 2010, 22:18

Wörter: 968
Erwähnte PCs: Melok
Erwähnte NPCs: -

Thema: „Abschiedsgrüße aus der Sternenflotte“

=A= Hauptpromenade; Büro des Privatermittlerbüros „Spitzohr“ =A=

Die Sache war überstanden. Alle Probleme waren beseitigt und alle Gefahren waren soweit gebannt.
Die Bombe war keine Gefahr mehr und auch die Gorn waren wieder eingefangen worden, nachdem sie versucht hatten, abzuziehen. Dass dies ausgerechnet von Melok bewerkstelligt worden war, fand ich noch um einiges interessanter. Auf jeden Fall hatte er damit seine Abrechnung gehabt. Und so wie es aussah, hatte er auch gleich mit anderen Personen abgerechnet: Ich hatte durch meine Quellen erfahren, dass Botschafter Khev auf die Rhamana gerufen wurde und er wohl nicht mehr zurückkehren würde. Wer wie ich zwischen den Zeilen las und das Hintergrundwissen besaß, der erkannte, dass Melok sich des Spiones entledigt hatte.
Wahrscheinlich würde die Rhamana bald nach Romulus zurückkehren. Das bedeutete für mich höchste Eisenbahn, denn es gab noch eine Kleinigkeit für mich zu tun. Eine persönliche Sache. Ich baute wieder meine vielfach verstrickte und schwer verfolgbare Kommunikationsleitung auf und lies dann die Rhamana rufen. Dabei benutzte ich einen Code, der den Kommunikationsoffizier dazu verleiten musste, das Gespräch sofort an Riov Melok weiterzuleiten. Und wirklich erschien auch kurz darauf Gesicht von Riov Rof’Taror Melok auf dem Schirm. Auf das Zwischenschalten meines Geräts zur Unkenntlichmachung von Bild und Ton verzichtete ich diesmal, so dass Melok mich störungsfrei sehen und hören konnte. Oder besser: dass er Ensign Summers störungsfrei sehen und hören konnte, denn natürlich hatte ich nicht auf meine Maske verzichten können. Es wäre auch blöd gewesen, wenn er mich jetzt noch erkannt hätte, nachdem ich mir die ganze Zeit die Mühe gemacht hatte, meine Identität zu verschleiern.
„Sie?“, fragte er erstaunt, als er mich erkannte. „Wie kommen Sie an diesen Code?“
Ich legte die Fingerspitzen beider Hände zusammen. „Ich habe meine Quellen, Riov“, meinte ich grinsend. „Aber ich werde Ihnen garantiert nicht verraten, woher. Wie auch immer: Ich wollte mich noch mal persönlich bei Ihnen verabschieden. Leider hatte ich ja nicht genug Zeit, um Ihnen mein Padd persönlich zukommen zu lassen.“ Ein glatte Lüge. Aber woher sollte er auch wissen, dass die Frau, welch ihm das Padd in die Hand gedrückt hatte nur eine weitere meiner Verkleidungen gewesen war?“
„Sie haben dies ermittelt?“, fragte er. Ich verzieh ihm diese Frage. Wahrscheinlich hatte er genug zu tun, um darüber nachzudenken, wer sich hinter den Initialen E.S. verbarg. Dabei war das sogar eine Doppelbedeutung: Einmal standen die beiden Namen für mein Pseudonym Emily Summers und einmal ein Hinweis auf „erei’Riov Saeihr“ wobei der Riov sicher nicht auf letzteres kommen würde.
„Natürlich ich“, lächelte ich ihn zu. „Ich habe Ihnen doch gesagt, dass ich wohl ihre einzige Verbündete bin.“ Mein Gesichtsausdruck wurde ernst, als ich fortfuhr: „Zumindest zuverlässiger als Agenten, die behaupten, Ihre Freunde zu sein um Sie dann kaltblütig abzuservieren.“
Seine Augen wurden schmal. „Woher wussten Sie, dass Khev für das Tal Shiar arbeitet?“, fragte er vorsichtig.
„Ich wusste es gar nicht, bevor ich nicht die Beweise hatte“, gab ich zurück. „Aber von Ihnen wusste ich, dass es nur drei Personen gab, die von dem Treffen wussten: Sie, H’szator Zhirric und Botschafter Khev. Warum sollte der Botschafter Sie in eine Situation schicken, die so stark nach einer Falle riecht? Vielleicht wusste er davon und nahm diese Situation in Kauf. Sie müssen zugeben, dass Intrigen im Imperium an der Tagesordnung sind.“
Er ging nicht auf meine Anschuldigung ein. „Und nachdem Sie das wussten, sind Sie zu ihrem Chef gegangen?“
„Sie meinen Richards?“, fragte ich. „Er ist nicht mein Chef. Ich bin freischaffende Ermittlerin. Und Sie waren mein Auftrag.“
Er zog eine Augenbraue hoch. „Und wer war Ihr Auftraggeber?“
„Mein Auftraggeber zieht es vor, Anonym zu bleiben“, informierte ich ihn lächelnd. „Ich kann nur so viel sagen: Es handelt sich um eine Person, die glaubt, Ihnen noch etwas zu schulden. Meines Wissens gingen mein Auftraggeber und Sie unter weniger guten Umständen auseinander. Aber dennoch ist mein Auftraggeber der Meinung, dass dies kein Hindernis sein sollte, Ihnen nicht zu helfen.“
Ich liebte diese Formulierung. Denn neben meiner Wenigkeit gab es noch mindestens zwei Personen, auf die diese Beschreibung ebenfalls zutraf: Lieutenant Richards und Captain Katche. Und ich bezweifelte, dass der Riov Wert darauf legte, Hilfe von diesen beiden in Anspruch genommen zu haben.
„Wie auch immer“, wurde ich wieder ernst. „Ich hoffe, Sie passen in Zukunft gut auf sich auf, Riov. Der Tal Shiar ist kein leichter Gegner. Und wenn Sie es sich mit denen verscherzt haben, dann brauchen Sie jemanden hoch hoben in der Regierung, um diesen Gegner wieder loszuwerden. Denn wenn Sie den nicht haben, dann werden Sie bei diesem Kräftemessen verlieren.
„Was wissen Sie schon?“, verfiel er wieder in seine alte Rolle zurück. Er glaubte sich mir überlegen. Aber nicht bei mir.
„Mehr als Sie glauben, Riov“, gab ich zurück. „Ich weiß genug darüber, wie es im Imperium tickt. Glauben Sie mir: es liegt einiges dort im Argen und ich bin froh, dass ich nicht dazu gehöre.“
Ich machte eine abwinkende Handbewegung. „Wie auch immer, Riov: Sie sollten wirklich auf sich aufpassen. Man weiß nie, was als nächstes kommt. Und nicht in jeder schwierigen Situation hat man einen Schutzengel, der einem hilft.“ ‚Egal ob sie Katche oder Saeihr heißen‘, fügte ich im Gedanken noch hinzu. „Sollten Sie mal wieder in der Gegend sein und Hilfe brauchen, dann zögern Sie nicht, Kontakt mit mir aufzunehmen. Wie ich sagte: Ich bin hier auf der Base ihre einzige echte Verbündete.“
Ich öffnete das Band, welches meinen Haarknoten zusammen hielt und schüttelte meine Mähne aus. Mit Genugtuung erkannte ich, wie der Riov zusammenzuckte. Doch bevor er Gelegenheit hatte, genauere Vergleiche zu ziehen, band ich mir die Haare gleich wieder zu einem Pferdeschwanz zusammen. Die Schrecksekunde hatte nicht ausgereicht.
„Nun gut, Riov. Ich hoffe, wir sehen uns wieder. Yol’ah!“
Ich trennte die Verbindung und lehnte mich zurück. Ein Kapitel war abgeschlossen. Ich war gespannt darauf, wie es weiter ging.

-tbc-
Lt Richards
Androide vom Dienst, CXO und Eisenfaust auf der Starbase Resolution
außerdem Lektor für Brückenoffiziersverhalten

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Sicherheitschefin der USS Horizon

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