RES-ULog4/3-Lt.Hernandez/Ens.Salvation-Tec/Sec-12119.2228

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Beitragvon Godo » Di 11. Jan 2011, 21:17

Personen: Skylar, Miguel, Val (erwähnt)

Miguel: Log 4 - 1176 Wörter
Skylar: Log 3 - 1263 Wörter

=V= Starbase 98 „Resolution“ - Quartier „Reaver/Skylar“ =V=

Nun stand ich davor und wusste nicht was ich machen sollte. Meine Hand ruhte vor dem Taster zum Klingeln. Ich hatte Angst. Ich hatte riesige Angst davor, dass Skylar mir den Kopf abreißen würde. Allein wie sie bei unserem letzten Treffen weg gegangen war und nun musste ich mich ihr stellen. Ich hatte das Gefühl als würde die Zeit stehen bleiben oder wenigstens langsamer verlaufen. Doch ich tat es nach einer sehr sehr sehr, ach einer verdammt langen Sekunde, betätigte ich endlich den Taster des Touch-Displays. Hoffentlich machte sie die Türen auf und ließ mich rein, damit ich mit ihr reden konnte. Leider war es Zweifelhaft und noch dazu wusste ich nicht, wie ich zu ihr stand, was ich für sie empfand oder sonst etwas. Dabei war Skylar noch sehr viel mehr undurchsichtiger als andere Menschen, jedenfalls für mich. Aber ich hatte eigentlich keine Ahnung warum, aber ich stand einfach nur davor und nichts geschah. Es geschah einfach nichts und innerlich lief mir der Schweiß wie ein Wasserfall die Stirn runter. Ich hatte einfach nur die Hosen voll und nicht gerade wenig. Wobei das zum Glück nur in Gedanken war und nicht so wirklich, dass es jeder sehen konnte.


=^= Starbase Resolution – Korridore =^=
Langsam reichte es mir wirklich. Ich fasste es nicht. Da gestand man dem Mann, was man fühlt und dann sowas. Seine Chefin pfeift, er springt. War das noch zu fassen? Ganz sicher nicht. Zumindest hab ich mich nun ein wenig abreagieren können. Reaver hatte mich vom Dienst freistellen lassen. Darüber war ich dankbar, denn so konnte ich mich aufs Holodeck verziehen und ein wenig trainieren.

Nun war ich klatsch nass. Mein Bōgu stand nur so. Die Rüstung war schon recht steif, aber nun konnte man sich noch weniger bewegen. Doch mir war es egal. Ich hätte schon längst aufhören sollen, doch ich machte weiter. Ich wollte Blut schwitzen. Ich wollte an meine Grenze kommen. Schmerzen spüren.

Weit davon entfernt, hörte ich dann doch auf. Eher musste ich aufhören, denn meine Zeit war rum. Widerwillig räumte ich das Holodeck. Mit hochgeschobenen Helm und dem Shinai in der Hand, machte ich mich auf den Weg zurück in mein Quartier. Nun eine schöne Dusche. Heiß, damit man spürt, was man getan hat.

Während ich darüber nachdachte, wie ich den restlichen Tag verbringen wollte, ging ich langsam zur letzten Ecke, welche mich nur noch von meinem Quartier trennte. Doch ich blieb an der Ecke stehen, als ich um diese Bog. Miguel stand vor der Quartierstür. Am liebsten hätte ich den Rückwärtsgang eingelegt und wäre wieder gegangen. Doch diesen Triumpf wollte ich ihm nicht geben. Somit ging ich ruhig weiter, an ihm vorbei und öffnete die Tür.

„Wie viel Zeit haben wir diesmal, bis dich deine Chefin wieder ruft und du wie ein räudiger Hund springst?“ Wenn ich eins hasste, dann das, dass er so sein Leben bestimmen lässt. Wie konnte er nur? Wie konnte er sich nur so befehligen lassen? Es war mir unbegreiflich. Ohne Miguel anzusehen, ging ich ins Quartier und überließ ihm die Wahl, ob er mir folgen wollte. „Du solltest dir bewusst sein, dass wenn du dieses Quartier betrist, du nach MEINEN Regeln spielen wirst und wenn deine Chefin ruft, wirst du gewiss nicht springen können“, gab ich noch ruhig von mir, während ich langsam anfing mein Bōgu zu öffnen. Darunter hatte ich zwar noch ein dünnes Hemd und eine dünne Hose, aber das konnte man so nicht unbedingt erkennen. Was wohl grade in Miguels Kopf vor sich geht?

Na toll, nun hatte ich auch noch die Wahl. Ich wusste das es sein musste also konnte ich mir ruhig den Kopf abreißen.

„Sie wird uns nicht stören, Skylar“, sagte ich klein laut, ging an ihr vorbei und setzte mich so hin, dass ich sie nicht sah.

Ich wollte ihre Privatsphäre wahren also hatte ich meine Entscheidung getroffen. Sie schien mich anzuschauen und ich schaute einfach nur den Boden an. Ich hatte das Gefühl das mir alles entglitten war. Ich war wohl wirklich am Ende von allem.

„Um wie viel willst du wetten, dass sie es doch tun wird?“, fragte Skylar mich sarkastisch.
„Um genug um zu wissen dass sie es nicht tun wird. Bin bis auf weiteres von allem Suspendiert“, sagte ich und versuchte meine Gedanken zu ordnen.

Ich war fertig, das stimmte wohl. Leider war es nun so, dass es nicht mehr anders ging und dann war da die Ablehnung von Skylar nun wieder da. Nein ich war wirklich nicht richtig erwünscht. Irgendwie bezweifelte ich, dass es besser werden würde, also musste ich mir endlich eindeutig darüber klar werden was ich für Skylar empfand. Doch das war leider nicht so einfach, wie ich es gerne hätte. Es war alles durch einander und ich fand einfach nicht wirklich einen Anfang die Gefühle und Gedanken zu ordnen. Ich wusste das für Skylar etwas da war und doch wurde alles von der schwärze eines Nichts umgeben. Doch ich sah das Licht, leider kam ich nie dahin. Ich fand einfach keinen Ausweg und ich wollte Skylar nicht da mit rein reißen. Es war einfach zum Verrückt werden. Ich fand keinen Ausweg. Einfach keinen Ausweg aus diese Art der Hölle. Nein ich hatte mich auf den Boden gesetzt, nachdem ich mir ein Glas Eiswasser vom Replikator besorgt hatte. Ich fand mich nicht würdig genug irgendwo drauf zu sitzen, also hatte ich es so besser gefunden. Warum auch immer, ich fand es so besser.


Ich pellte mich weiter aus meinen Bōgu. Miguel hatte den Anstand nicht zu schauen, auch wenn ich es eigentlich gerne gehabt hätte, dass er wenigstens einmal linst. Doch er tat es nicht. Somit lies ich den Mantel auf den Boden fallen. Ebenso fand die Maske, wie auch das Shinai, einen Platz auf dem Boden. Selbst die Hose warf ich mit auf den Haufen. Einige würden es Kunst nennen, ich nannte es nur ein Häufchen Elend.

Mit den dünnen Sachen, die ich noch an hatte, blickte ich kurz zu Miguel rüber. Er war genauso ein Häufchen Elend, aber ich konnte nicht einfach wieder nachgeben. So gern ich ihn einfach nur in den Arm genommen hätte, so genau wusste ich, dass er es wieder tun wird. Da half es nicht mal, zu wissen, dass er Suspendiert wurde. Es tat einfach weh. Es tat weh ihn so zu sehen, aber es tat auch weg, was er mir antat.

Ich zupfte an meinen Sachen und merkte wie sie immer wieder an meiner Haut kleben bleiben. „Bedien dich, ich bin gleich wieder da“, meinte ich dann nur und verschwand ins Bad, wo ich schnell unter die Dusche sprang. Da ich Miguel nicht zu lange allein lassen wollte oder einfach weil ich Angst hatte, dass er gleich wieder weg ist, beeilte ich mich. Mit einem Duschtuch bekleidet, huschte ich in mein Zimmer und zog mir eine Sporthose, wie auch ein weites Shirt an. Meine Nassen Haare band ich einfach nur zusammen. Die Brille hatte ich mir schon wieder ins Gesicht gezogen, als ich wieder rüber ins Wohnzimmer ging und mich aufs Sofa setzte. Miguel hatte sich auf den Boden gesetzt, was mich wunderte, aber er hatte sich zumindest etwas zu trinken genommen.

Ich zog meine Beine hoch und legte meinen Kopf auf die Knie. So beobachtete ich Miguel. Stillschweigend. Ruhig atmend. Ja, da waren zu viel Gefühle die hoch kamen und das allein durch diesen Mann ausgelöst. Wie konnte er mir nur so den Kopf verdrehen? Ich wusste es nicht. „Wie soll es weiter gehen?“ Fragte ich nach einer ganzen Weile, als mir fast schon die Augen zufielen. Ich hatte mich ausgepowert und wurde nun langsam müde. Das bleib auch wohl nicht aus, wenn man sich erst die Augen aus dem Kopf heulte und dann einige Zeit damit verbrachte, irgendwelche imaginären Gegner zu schlagen. Das war nun das Opfer, welches ich bringen musste. Neugierig sah ich zu Miguel und wartete auf eine Antwort.

Sie hatte mir eine Frage gestellt und ich wusste, dass ihr es sagen musst. Ich musste ihr es erklären und ich musste ihr sagen, was ich für sie empfand. Irgendwann musste ich es ihr ja sagen und darum würde ich nicht kommen.

„Ich weiß es nicht“, sagte ich zu ihr und schaute auf den Boden und ich wusste, dass es schwer war, aber ich machte weiter und sagte ihr es.
„Und doch müssen wir reden. Jedenfalls muss ich dir einiges wohl erklären, denke ich. Also ich würde dich bitten mich nicht zu unterbrechen, bis ich fertig bin“, sagte ich und ging gleich in Runde zwei.
„Es tut mir leid, was ich dir angetan habe und was ich dir wohl noch immer antue. Nur ich komme einfach nicht mehr klar mit allem. Ich wusste einfach keinen anderen Ausweg aber das war wohl ein Fehler. Verzeih mir, aber ich weiß auch nicht was mit mir los ist. Ich bin eben so und ich muss zu geben, dass ist meine erste anderweitige Erfahrung mit einer Frau“, gestand ich ihr.

Ich hatte meinen Blick noch weiter gesenkt und einige Haare waren mir vor die Augen gefallen und wenn ich weinen könnte, dann würde ich hier wie ein Wasserfall heulen. Doch ich konnte nicht, aus irgendeinem Grund konnte ich nicht weinen. Doch es war noch nicht alles also musste ich weiter reden, was ich auch tat:

„Leider kannte ich es bisher nicht anders, denn ein wirkliches Leben in der Freizeit hatte ich nicht. Du hast mein Quartier gesehen, also kannst du dir denken, wie ich meine Zeit verbrachte. Entweder war ich mit Arbeiten beschäftigt oder mit schlafen und dann kamst du, Skylar. Keine Ahnung aber du hast etwas in mir umgelegt und dann keine Ahnung. War etwas da und ich wusste nicht wie ich mich damit verhalten sollte. Dann kam immer mehr zu einander und ich wusste nicht mehr, was ich machen sollte. Deswegen war ich in der Luftschleuse. Ich habe den Tod als Ausweg für alle gesehen. Den Weg in der Mitte, denn Verwandte hatte ich nicht und du wärst wohl die einzige die mich vermissen würde. Nein ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, es ist einfach so und ich weiß nicht mehr weiter“, sagte ich zu ihr.

Ich hatte die Hände zu Fäusten geballt und ich hatte es geschafft eine Flüssigkeit aus meine Augen raus zudrücken und sie in meiner Nasenspitze entlang laufen lassen, nur damit an meiner Nasenspitze sich ein einzelner Tropfen bilden konnte und auf den Teppichboden fallen konnte um dort einen kleinen nassen Punkt erscheinen zu lassen.

„Das war alles von mir“, brachte ich hervor unter den Tränen und das was nach einem Schluchzen für mich klang.


Ich gab Miguel Zeit. Zeit die er wohl brauchte. Die ich vorhin ebenso brauchte. Zeit, die ich schweigend da saß und ihn beobachtete. Stillschweigend. Die Arme um meine Beine geschlungen. Den Kopf auf meinen Knien ruhend, so saß ich da. Ich versuchte in Gedanken mir selbst auch eine Antwort auf diese Frage zu geben. Wie sollte es weiter gehen? Ich wusste es nicht, denn bisher war meine einzige Lösung die Flucht gewesen. Weg von hier. Weit weg und damit in Bens Arme. Doch genau da wollte ich nicht wieder hin. Ich wollte nicht wieder zu Ben und doch trieb mich mein… Ja was eigentlich? Mein Verstand wusste, dass ich nur ein Objekt für ihn war. Ein wertvolles Objekt, denn wer konnte schon von sich Behaupten was mit einer Danträgerin des 5. Grades zu haben? Niemand, denn so viele gab es da oben leider nicht. Die meisten kamen doch nur bis zum achten Dan, wenn überhaupt. Ben selbst hatte grade mal den 10. Dan und dass auch nur in Karate.

Ich seufzte lautlos. Mehr für mich. Innerlich. Es war nicht einfach. Ganz und gar nicht und doch saß ich hier und war nicht, wie ich es vorhin vor hatte, verschwunden. Ich war an dem Punkt, dass ich ein Shuttel geklaut hätte und einfach abgehauen wäre. Halt, ich hätte mein Baby genommen und wäre abgehauen. Weit wäre ich nicht gekommen, aber ich wäre von hier weggewesen.

Miguel bat mich dann, dass ich ihn aussprechen lassen sollte. Ich hatte nicht vor ihn zu unterbrechen. Somit hörte ich ihm schweigend zu, wobei ich meinen Blick nicht eine Sekunde von ihm ließ. In Gedanken strich ich ihm die Haare aus seinem Gesicht. Fuhr mit meinen Fingern seine Konturen nach. Ich hörte ihm zu und versuchte ihn zu verstehen. Gut, den Anfang verstand ich noch annähernd, ab dem Teil mit der Luftschleuse verstand ich ihn jedoch nicht mehr. Wie konnte jemand so weit getrieben werden? War ich daran schuld?

Ich biss mir auf meine Lippe. Zu fest, denn ich schmeckte mein eigenes Blut. Dies sollte mich nun aber nicht stören. Ich vernahm das schluchzten von Miguel und ließ mich langsam vom Sofa rutschen. Langsam krabbelte ich zu ihm rüber. Er hatte seinen Kopf gesenkt und er tat mir einfach nur leid.

Vorsichtig nahm ich sein Gesicht in meine Hände und hob seinen Kopf so, dass er mehr oder weniger gezwungen war, mich anzusehen. „Tu das nie wieder“, sagte ich leise. „Komm nie wieder auf so einen dummen Gedanken“, gab ich leise von mir und strich ihm seine Haare aus dem Gesicht. „Und lass dein Leben nicht so kontrollieren“, flüstere ich leise und wischte ihm die Tränen aus seinem Gesicht. „Das ist es nicht wert, dass ich niemand wert, dass du dir das antust. Und komm mir nicht mit, dass die niemand braucht. Doch. Man braucht dich. Ich brauche dich!“

Ich schaute in ihre Schwarze Brille, doch ich wollte ihre Brille nicht sehen, ich wollte ihr Augen sehen. Ich hatte sie noch gesehen und würde es wohl auch nicht.

„Nein, ich glaube da bin ich nun drüber hinweg“, nuschelte ich und drückte Skylar an mich.
„Computer alles abdunkeln“, sagte ich leise und drückte Skylar noch mehr an mich.

Ich genoss es einfach sie in den Armen zu haben. Damit wurde mir eines klar, sie wollte ich nicht her geben. Als dann alles dunkel war, wanderte meine rechte Hand langsam hoch und zog ihre Brille ganz sanft runter.

„Nur...“, doch weiter kam ich nicht, denn die weichen Lippen von Skylar berührten die meine und ich schloss einfach die Augen und drückte sie noch stärker an mich.

Langsam wanderte ich mit meinen Rücken Richtung Boden und Skylar hatte es sich bequem bei mir gemacht. Allerdings hatten sie unsere Lippen dabei nicht einmal von einander gelöst und ich war ehrlich ein wenig froh darum. Auch ihr Haut waren, trotz ihrer Muskulatur sehr zart und weich und das gefiel mir noch mehr, als ich wirklich zu glauben schien.
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FleetCaptain Godo Lessman
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