Log 21 - Cpt. Ennien - CO - SD: 12075.1943

CO: Patrick O'Hara - XO: Hoshi Sato - DXO: Thomas W. Bentin

Moderatoren: John Connor, Thomas W. Bentin, Operationsstab

Log 21 - Cpt. Ennien - CO - SD: 12075.1943

Beitragvon Patrick O'Hara » So 28. Nov 2010, 18:26

Wörter: 1285
erw. Personen: Bentin, Leycur, Monte (erw.)
NPC: MacAllister, Krevis, unbenannter Pirat

=/\= USS Hyperion – Ready Room – Tag 5 – 23:01 Uhr

Die Worte von Leycur waren äußerst interessant und verwirrend zugleich. Ich dachte kurz darüber nach und sah ihn an. „Mr. Leycur, wenn dieser Planet zerstört ist und ihr Volk davon ausgeht, daß alle tot sind, warum also wollen sie dennoch sterben? Man kann doch das Gerücht streuen, daß alle umgekommen sind?“ fragte ich ihn und wartete auf seine Antwort. Sein Brandmal war etwas, das vor allem mich schwer erschüttert hatte, daß in unseren Zeiten noch immer es Leute gab, die sich anderen unterwarfen – bedingungslos. Bei den Jem'Hadar war es etwas anderes, die waren darauf gezüchtet und konnten somit nicht anders, aber bei frei denkenden Menschen war mir das ein Rätsel. Leycur schüttelte mit dem Kopf. „Nein, ich würde zwar wissen, daß mein Sohn eine Chance hätte, aber ich habe es geschworen und ich könnte nicht davon absehen, ich würde mich selbst belügen und betrügen. Die anderen wüßten davon und würden mich nicht mehr akzeptieren. Ich muß das tun, ob sie das verstehen oder nicht“ antwortete er mir und trank einen Schluck von seinem Tee.

„Ihr Sohn soll also ohne Vater aufwachsen, nur weil sie ihrem Schwur folgen? Wer soll sich um ihn kümmern, wenn sie nicht mehr sind? Würden ihre Leute das machen oder wird er irgendwo auf einem Planeten unterkommen und dort stranden?“ fragte ich ihn. „Er soll jemanden an seiner Seite haben der ihm hilft. Jemanden der ihm Schutz bietet und dem er vertraut. Sie sind jemandem dem ich sein Leben anvertrauen würde..." antwortete er und nippte abermals an seinem Tee. „Ich bin Sivaoaner, meine Vorstellungen sind nicht die, die er von ihnen bislang gelernt hat. Aber ich würde mich geehrt fühlen, ihrem Sohn ein Zuhause zu bieten, wenn es auch hier auf diesem Schiff wäre“ antwortete ich und nippte meinerseits an meinem Getränk. „Krevis wuchs auf wie jedes andere Kind. er kennst nicht nur diese Seite, er kennt auch die Verhältnisse die sie pflegen. Er sollte selber entscheiden wie er leben will. Er fühlt sich hier wohl und hat Vertrauen gefunden in ihnen und wie mir scheint in der Medizinerin. Aber er wird einen Mann brauchen wie jeder Junge.“ Seine Antwort war nicht gerade so, daß meine Entscheidung erleichtert wurde, aber ich würde mich mit Zara Monte, die Leycur gemeint hatte als 'Medizinerin', zusammensetzen und wohl auch Krevis entscheiden lassen. Wir redeten noch kurz, als sich Leycur dann verabschiedete, nachdem eigentlich alles geklärt war, was in diesem Moment zu klären war. Er verließ meinen Ready Room und ich trank mein Getränk aus und verfasste eine kurze Nachricht an Ms. Monte.

=/\= Brücke – Tag 6 – 00:29 Uhr

Die Türen schlossen sich hinter mir und ich wollte eigentlich, nachdem meine Schicht ja doch schon wieder rum war, einen kurzen Statusreport mir abholen und dann in mein Quartier gehen, um zu schlafen, als unser OPS-Offizier mir ansah. „Sir?“ fragte er und ich blieb stehen, sah ihn an. „Ja, Lieutenant?“ „Sir, ich empfange seltsame Signale, ich kann sie schwer deuten“ sagte er und deutete mit seiner Hand auf das Display. Langsam ging ich zu ihm und sah auf das Display und die Signale, die es anzeigte. „Haben sie schon versucht, die Sensorenempfindlichkeit zu erhöhen und nach getarnten Schiffen zu suchen?“ Er nickte kurz und antwortete: „Ja Sir, aber alle uns bekannten Tarntechnologien müssten jetzt schon überwunden sein. Die Romulaner, so kursieren die Gerüchte, hätten zwar was neues entwickelt, nur würde es mich wundern, hier Romulaner anzutreffen. Ausser es wäre eine andere Tarntechnologie von einem uns unbekannten Hersteller, dann könnte es daran liegen, daß ich sie nicht sehe.“ Ich stülpte meine Schnurrhaare nach vorn und sah ihn an. „Erhöhen sie hier und hier mal die Leistung und modulieren sie diesen Wert um minus 25 Prozent“ sagte ich und seine Finger huschten über das Terminal. Keine fünf Sekunden später sahen wir am Hauptschirm ein sehr verschwommenes, waberndes Bild mehrerer kleiner Raumschiffe, von dem ersten Eindruck her würde man sie als Eskort-Schiffe klassifizieren. „Sollen wir roten Alarm geben?“ fragte er und ich verneinte. „Solange die nicht wissen, daß wir wissen, daß sie da sind, wäre es ein taktischer Nachteil für uns, weil sie dann anders reagieren würden und wir das Überraschungsmoment nicht auf unserer Seite hätten. Wir fliegen weiter nach 22 T'Coron. Wie lange brauchen wir noch?“ fragte ich ihn und sehnte mich in geringen Maßen nach meinem Balken. „Knapp 7 Stunden noch, Sir“ war seine Antwort und er sah mich an. „Gut, beobachten sie sie weiter, falls sich was an deren Verhalten ändert, so alarmieren sie mich sofort. Ich werde mich in meinem Readyroom begeben und dort ein wenig Schlaf suchen“ sagte ich und begab mich dann auch genau dort hin. Zwar hatte ich da keinen Balken sondern nur ein menschliches Sofa, aber auch das würde wohl oder übel seine Zwecke erfüllen.

Im Ready Room angekommen legte ich mich auf das Sofa, drehte mich ein paar Mal hin und her, ehe ich eine angenehme Position gefunden hatte und schloss meine Augen. Was diese kleinen getarnten Schiffe anging, die uns verfolgten, so war ich mir nicht sicher, was ich davon halten sollte. Gelber Alarm würde die auch alarmieren, dadurch würde ja unser Energiehaushalt verändert und das könnten die zum Angriff oder zur Flucht nutzen. Letzteres war dann wohl auch nicht schlecht, aber ich wollte doch wissen, wer uns da verfolgte. Ich drehte mich auf den Rücken, streckte alle Viere von mir und schlief langsam aber sicher ein.

~Zeitsprung: Später

Der rote Alarm riß mich aus einer schönen Jagd, meine Pfoten hatten gezuckt, meine Schnurrhaare ebenfalls und geschmatzt hatte ich wohl auch. Ich sprang auf und eilte auf die Brücke zurück.

„Status!“ rief ich und sah auf den Hauptschirm. Die Schiffe waren nun normal zu sehen und waren an sich in der gleichen Formation wie zuvor. „Wir haben sie nicht provoziert, sie haben sich einfach enttarnt und mit Waffen erfasst.“ „Haben sie uns gerufen?“ fragte ich und setzte mich hin. „Noch nicht“ antwortete MacAllister, die auch nicht gerade munter dreinblickte. „Dann machen wir das.“ „Kanal ist offen, Sir!“ sagte sie und ich erhob mich.

„Hier spricht Captain Ennien vom Föderationsraumschiff Hyperion, identifizieren sie sich und deaktivieren sie ihre Waffenaufschaltung!“ sagte ich und wartete deren Antwort ab. Aber sie ließen sich Zeit. Dann antworteten sie. „Captain Ennien, ergeben sie sich, deaktivieren sie ihren Antrieb und Schilde, wir werden sie entern!“ Danach wurde der Kanal geschlossen. Ich drehte mich zu MacAllister. „Wie schaut deren Offensivpotential aus?“ fragte ich sie und blieb noch stehen. „Sie haben im Vergleich zu uns ca 40 Prozent von unserer Stärke, pro Schiff und sie sind zu viert“ antwortete sie und ich knurrte kurz. „Können wir ihnen mit Warp entkommen, im Notfall?“ fragte ich und sah auf den Hauptschirm. „Sollten wir, der Antrieb der kleinen Schiffe hat, so wie ich das hier sehe, maximal Warp 8“ antwortete Bentin, der auf seiner Station stand. Lediglich Asuka war nicht hier, die hatte noch immer Bettruhe verordnet bekommen. „Öffnen sie einen Kanal!“

„Captain des fremden Schiffes, wir ergeben uns nicht, vor allem da wir nicht wissen, warum. Unsere Waffen sind der ihren überlegen, also sollten sie es nicht wagen, uns zu attackieren. Ennien Ende!“ sagte ich und sah zu MacAllister und Bentin. „Bereiten sie alles vor, daß wir soviel Energie wie möglich in die Waffen kriegen und daß der Antrieb immer einsatzbereit ist, dann gehen wir unter Warp“ befahl ich und setzte mich auf meinen Sessel. Das war also nun meine erste Schlacht als Captain – Ich war gespannt und neugierig, wie sie ausging.

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