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HYP - Freyadottir U1 - 12082.1586

BeitragVerfasst: So 5. Dez 2010, 14:56
von Quork
Petty Officer First Class Solvejg Sunniva Frejadottir
Charlog: 1
Schreiberlog auf der Unit: 23
Schreiberlog: 65

Woerter: 955
Betroffen:
PC: Asuka Saitou
NPC: T'Vek, Grah, bajoranischer MED-Lt
Genannt/Indirekt:
PC: -/-
NPC: -/-


==^== SB New Vanguard. MTag8/UTag1 14:00 ==^==

„T'Vek an Freyadottir” unterbrach mich der Vulkanier puenktlich beim Essen.
Helvete” fluchte ich waehrend ich eilig runterschluckte und einen Schluck Wasser trank, auf das Zeichen an meiner Brust klopfend.
„Freyadottir hier” beantwortete ich seinen Ruf. Der Lieutenant hatte mir vor einigen Tagen, bei der Ankunft auf dieser Rostbuechse mit dem stolzen Namen Neue Vorhut, mitgeteilt dass ich auf die USS Hyperion, ein Forschungsschiff der Luna Class, versetzt werden wuerde sobald sie ankommt. Und er machte die fuer vulkanische Verhaeltnisse doch etwas kryptische Ansage, Details wuerden erst auf dem Schiff und nicht unbedingt gleich herauskommen.
„Petty Officer, die USS Hyperion hat bereits einen Anflugvektor angemeldet und wird voraussichtlich um 14:15 Uhr ankommen... Laut Plan. Meiner bescheidenen Einschaetzung nach brauchen Sie vor 14:30 Uhr gar nicht erst zur Aussichtslounge, ich kenne den Fluglotsen...” informierte er mich mit seinem spezifischen Sinn fuer Humor. Ein Mal mehr ueberlegte ich, ob er nicht vielleicht doch zumindest teilweise Romulaner war... Egal.
„Vielen Dank Lieutenant. Meine Sachen habe ich schon gepackt und hier neben mir, das Quartier habe ich beim Quartiermeister abgegeben.”
„Verstanden. Viel Glueck und wenn Sie's unbedingt brauchen viel Spass auf Ihrem neuen Schiff. T'Vek aus.”
Ich grinste. „Danke. Freyadottir aus.”

Ich rekapitulierte in meinen Gedanken nochmal was ich ueber die USS Hyperion bisher hatte in Erfahrung bringen koennen. Sie hatte in den letzten Wochen mehr Erstkontakte gemacht als manch ein anderes Schiff in Jahren. Ein interessantes Schiff also fuer eine Linguistin wie mich.
Mein roter, kurzer, dicker Zopf flog von meiner rechten Schulter auf die linke, als mich jemand antippte und ich dorthin blickte. Natuerlich stand dort niemand.
Herregud, der Trick ist alt, Grah...” maulte ich, langsam nach links blickend, doch der Klingone lachte.
„Er mag alt sein aber er funktioniert immer noch” erwiderte er und grinste frech, wofuer er meinen Ellbogen abbekam. Nicht dass es ihm was ausmachen wuerde...
„Hab' gehoert Dein Schiff kommt gleich an?” fragte er nach und ich nickte bestaetigend.
„Na dann viel Spass da. Spiess nicht gleich alle mit Deinen Wikingerhoernern auf! Zumindest einen gewissen Grundstock an Technikern braucht das Schiff um zu ueberleben.”
„Wikinger hatten gar keine Hoerner, wie oft denn noch” zickte ich ihn an, doch er grinste nur noch breiter, holte seine Hand hinterm Ruecken hervor und setzte mir einen Pseudo-Wikingerhelm mit Hoernern auf.
„Steht Dir” meinte er frech und ich hob meine Augenbrauen.
„Pass auf sonst bist Du der erste aufgespiesste!” motzte ich und knuffte ihn wieder. Hach ja, das waren herrliche Zeiten gewesen, als wir beide in der Grundbildung waren und in den gemeinsamen Kursen rumbloedelten. Nun war er Sicherheitler auf der Station geworden, gegen deren Bezeichnung als Rostbuechse er sie immer wehrte, und ich war Wissenschaftlerin auf einem grossen Schiff. Man koennte meinen, wir seien erwachsen geworden. Nee, Pustekuchen. Wir tun nur so. Das Ding auf meinem Kopf bewies es. Ne?

Wir verabschiedeten uns wieder, ich verstaute sein Geschenk in meinem Koffer und eilte zur Aussichtslounge. Puenktlich um 14:30 war ich da.
„Guten Tag, Petty Officer” erklang es aus einer besonders schattigen Ecke. Ueberrascht drehte ich mich dorthin um und erwiderte „Hej... Aeh... Guten Tag, Lieutenant!” Faen, immer wenn man mich ueberrascht bringe ich die Sprachen durcheinander... Ich laechelte verlegen erroetend.
„Es mag fuer Sie wenig ersichtlich sein, aber die Bedeutung dieser Versetzung ist nicht zu unterschaetzen” deutete der Lieutenant wieder an und ich versuchte seinem Gesichtsausdruck etwas mehr zu entlocken. Vergeblich natuerlich. Mein Blick wanderte daher zurueck nach draussen, zu den Sternen. Schweigen erfuellte den Raum; ausser uns war niemand da. Eigentlich verwunderlich um diese Uhrzeit. Um 14:36 ging mit einem Lichtblitz ein Schiff unter Warp. Es sah aus wie eine Kreuzung aus Intrepid und Sovereign, durch das Sensormodul etwas hoeher als eine Intrepid, und deutlich laenger als sie. „Hva jævlig stor” kommentierte ich leise die Groesse des Schiffes. Langsam vollzog die USS Hyperion, um welche es sich offensichtlich handelte, eine Drehung um neunzig Grad, so dass die durchaus interessante Seitenansicht durch die... hm... perspektivisch nachteilige Frontansicht ersetzt wurde. Ein breitbeiniges Haengebauch-A mit Discobeleuchtung. Riesendeflektor, zwei Riesenbussardkollektoren... Ne, echt nicht mehr schoen. Kurz zuendeten die Impulstriebwerke und das Schiff trieb auf die Station zu. Offensichtlich war eine der unteren Andockschleusen zugewiesen worden, denn das Schiff senkte sich auch weiter ab. Immer mehr sah ich die Hyperion von oben, wodurch die Groesse des Schiffes erneut sichtbar wurde. Das relativierte auch wieder die scheinbare Ueberdimensionierung von Deflektor und Bussardkollektoren. Punkt 14:38 dockte das Schiff an.
Ich hob meinen Koffer an und drehte mich zum Ausgang. Als ich mich von Lieutenant T'Vek verabschieden wollte, stellte ich fest, dass er schon laengst unbemerkt verschwunden war. Komischer Kauz.



==^== USS Hyperion. UTag1 15:00 ==^==

Nach kurzem Herumgeirre fand ich schliesslich mein Quartier. Etwas ueberrascht stellte ich fest, dass es sich um ein Einzelquartier handelt. Zuegig packte ich meine Sachen und machte mich auf den Weg zur Krankenstation fuer meinen Ckeckup. Am Anfang des Landurlaubs duerfte nicht viel los sein dort. Angekommen sprach ich den ersten angetroffenen Metzger an.
„Aeh, zum Check-Up? Jetzt?” fragte er mich ziemlich entgeistert.
„Ja, Sir, wenn es recht ist? Ich bin gerade neu auf's Schiff gekommen und dachte mir, ich kann das vielleicht gleich hinter mich bringen?” Der Lieutenant schaute mich nachdenklich an.
„Gut, ich schaue dass ich Ihnen jemanden organisiere... Wo Sie hier sind, koennen Sie sich ja gleich bei unserer ersten Offizierin vorstellen, falls sie nicht schlaeft... Sie liegt in dem Raum da und wie Fuehrungsoffiziere es nun mal machen langweilt sie sich schrecklich, sobald sie von ihren Aufgaben abgeschnitten ist...” Der Bajoraner mit der Gespraechigkeit eines Bolianers winkte mich zu einem abgetrennten Raum und ich trat leise ein.
„Aehm... Ma'am?” fragte ich, gespannt ob die Frau schlief oder nicht.