HYP U Log 2 - Lt. Tiru Raakar - SEC - 12087.1915

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HYP U Log 2 - Lt. Tiru Raakar - SEC - 12087.1915

Beitragvon C`Tan » Fr 10. Dez 2010, 18:08

Personen
Zara Monte
Asuka Saitou


Wörter 740






=^= Starbase – Bar =^=

Es rutschte mir ein leises knurren heraus und presste di Zähne aufeinander.
Dieser Ferrengi wusste nicht, wie sehr er mit seinem Leben spielte.

Ich spürte die Hand Zaras auf meinen Oberschenkeln. Sie tat das schon früher und hatte immer nur zwei Motiven gedient: Erstens zur sexuellen Annäherung – sie wusste meist was sie tat – oder um mich zu beruhigen. Aufgrund der Situation vermutete ich, dass letzteres ihre Absicht war, schloss aber nicht aus, dass ich morgen früh neue Möbel beim Quartiermeister der Hyperion zu bestellen hatte.
Auf Capella war es zwar nicht unüblich, dass eine Frau mit jemand anders Intim wurde, als nur mit ihrem Gefährten. Doch war man auf Capella nie so dreist, das dem Gefährten wissen zu lassen.

Der Ferrengi hatte zudem entsetzlichen Mundgeruch, den allerdings nur ich zu bemerken schien.
Ich riss mich zusammen, es wäre in Gegenwart der Herrin Saitou ungebührlich gewesen, jemanden Benehmen beizubringen.
„Warum so ernst, mein Großer?“ kam es von dem Zwerg mit Glatze und Ohren, die vermutlich in früherer Evolution zum segeln dienten.
Ich blickte ihn finster an: „Sehen sie mein strahlendes Lächeln nicht?“ fragte ich ihn.
Er blickte zuerst fragend zu mir hoch, fing aber dann schallend an zu Lachen. Er zwinkerte noch Zara zu und wandte sich einem anderen Kunden zu.

Ich hörte ein leises erleichtertes ausseufzen neben mir.
„Alles in Ordnung, Zara?“ fragte die Herrin.
„Ja.“ Sie lächelte. „Alles bestens.“ und blickte dann kurz zu mir.

Eines der Bälger der Herrin näherte sich mir. „Warum hast du so lange Haare?“ fragte er.
Ich sah überrascht zu ihm hinunter. „Das ist auf meinem Planeten Tradition.“ erklärte ich und versuchte meine Stimme nicht ganz so rau zu modulieren.
Er sah prüfend zu Zara und mir. „Aber sie hat längere Haare.“
Zara schien mich zu beobachten. Unter Umständen musste ich ihr nun beweisen, dass ich mit einem Kind fertig wurde. Ach, auf Capella war so vieles einfacher. „Das stimmt.“ antwortete ich dem Kleinen. „Es kommt nicht auf die Länge an.“ klärte ich ihn auf.
Ich hörte die nervende Stimme des Ferrengi: „Das ist bei ihnen schwer zu glauben!“ kam es von der anderen Seite der Bar.
Ich ignorierte ihn während ich neben mir ein kichern hörte.

Der Sohn der Herrin verzog sich wieder zu seiner Mutter, während diese mit Zara um diverse Kinderangelegenheiten sprachen, die mich fürchterlich langweilten – es war ganz eindeutig Zaras Aufgabe und ich würde erst übernehmen, wenn er in die Armee geht – wenn ich selbst in der Armee zu diesem Zeitpunkt wäre. Aber unter Umständen wäre mir wohler, wenn ich mit meinem Sohn auf Capella zurückkehrte und mit ihm gemeinsam in der Armee diente. Der Tradition entsprechend, könnte dann mein Sohn unter mir in meinem Regiment dienen.

Zara verputzte ihre Torte – oder ihren Kuchen, ich konnte den Unterschied noch nie erkennen – in Windeseile. Ich fand es erstaunlich, dass ein so kleiner Mund solch große Happen essen konnte.
„Jetzt habe ich Lust auf etwas Saueres!“ verkündete Zara.
„Du hast eben etwas Süßes gegessen.“ erwiderte ich irritiert.
„Ja eben!“
Ich wollte schon zu etwas ansetzen, als die Hand der Herrin mich stoppte, als diese mich am Arm berührte. „Lassen sie gut sein, Lieutenant. Das ist ganz normal.“
Ich nickte ihr zu, während sie sich Zara zuwendete. „Ich glaube, ich sah etwas auf der Promenade, das deine Gelüste stillen wird.“
„Fein.“ Zara stand wieder auf den Beinen.

Wir mussten uns im Gänsemarsch – mit mir am Ende – durch die Bar schlängeln. Dabei kam mir der Ferrengi näher, während er seine gierigen Augen nach Zara lechzte.
Zweie Schritte näher, und ich versetzte ihm einen solchen Hieb auf die Brust, dass er quer über einen Tisch flog, alles darauf mit sich auf der anderen Seite mitzog und der Tisch schließlich umfiel. Dabei jaulte er, als würde er seine Ohren in Segel setzen.

Zara und die Herrin drehten sich überrascht zu mir um.
„Oh…“ kam es von mir. „Ich bin vielleicht gestolpert.“ setzte ich fort und umrundete den ungekippten Tisch, dessen Gäste inzwischen aufgesprungen waren, um sich diverse Flüssigkeiten vom Leib zu wischen. „Ich wollte ihn nur aus dem Weg schubsen.“ erklärte ich.
„Sie haben ihn quer über den Tisch „geschubst.““ mahnte mich die Herrin und betonte das letzte Wort besonders.
Ich hob den jaulenden Ferrengi am Kragen zu mir hoch, dabei fielen Scheiben von seinem Körper klimpernd auf den Boden.
Als er aufrecht stand, hörte sein Jaulen auf und sah mich verängstigt an. „Ich bin versichert! zischte er.
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