Lt Jessica Reynolds SCI, Log01 SD 12111.1346

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Lt Jessica Reynolds SCI, Log01 SD 12111.1346

Beitragvon JReynolds » Mo 3. Jan 2011, 12:29

Wörter: 820
erw. Personen: niemand direkt (Bashir indirekt)

Der Neubeginn

=/\= New Vanguard

- Noch drei Stunden bis zum Eintreffen

Nervös lief ich in meinem Quartier hin und her. Zweifel überkamen mich immer wieder, gefolgt von Vorfreude und Neugier, wieder gefolgt von Zweifeln. War das wirklich die richtige Entscheidung? War nun genug Zeit vergangen seit damals?
Immerhin dieses Mal ein ganz neues Schiff, eine komplett unbekannte Crew, ein Neubeginn.

Niemand kannte mich bisher persönlich, höchstens meine Akte haben sie studiert. Vorteil oder Nachteil? Auf jeden Fall würden sie hoffentlich komplett vorurteilsfrei mit mir umgehen.
Viel war passiert die vergangenen Jahre, mein Bruder den ich retten konnte, mein Koma, meine Hochzeit und schließlich der Tod meines Mannes Florian. Viel hatte ich gelitten und ein früherer Versuch zurück zu kehren erwies sich als zu früh.
Doch vielleicht würde es dieses Mal besser funktionieren. Fernab von jeglichen Erinnerungen.
Auch Julien war nicht auf diesem Schiff und wahrscheinlich war das auch besser so. Ich hatte nicht gewusst wie ich auf ihn reagiert hätte.

Deswegen die Hyperion und nicht die Phoenix. Ein Schiff der Luna Klasse, auch eine Neuerung für mich. Die Fairhaven, mein letztes Schiff, wurde ja zerstört. Und auch auf die Britannia wollte ich nicht zurück. Viel zu viele Erinnerungen, auch wenn die Crew dort mittlerweile auch gewechselt hatte. Ich hatte Angst vor den Flashbacks. In einer komplett neuen Umgebung würden sie wohl hoffentlich nicht auftreten.

In meiner Akte stand nichts von den Flashbacks und ich hoffte es würde auch niemand heraus finden können. Generell hoffte ich das sie nicht mehr auftreten würden. Aber bisher wurden meine Hoffnungen immer wieder zerstört. Aber vielleicht, fernab jeder Heimat die ich hatte, fernab jedes Kontaktes zu meiner Vergangenheit, konnte es vielleicht funktionieren.

- Noch eine Stunde bis zum Eintreffen

Nur noch eine Stunde, dann würde es kein Zurück mehr geben. Ich hatte mich entschieden und ich musste es wagen. Die Lethargie tat mir nicht gut und ich wollte ausbrechen ehe ich mich gänzlich verändert hätte. Sofern man überhaupt noch sagen konnte das von meinem ursprünglichen Wesen noch etwas vorhanden war.

Wahrscheinlich zum tausendsten Mal überprüfte ich meine Liste. Hatte ich alles eingepackt? Brauchte ich noch etwas? Musik – Check, Bücher – Check, Kleidung – Check.
Nun also war es soweit, ich würde meinen Dienst auf einem neuen Schiff antreten. Unter einem neuen Captain, einem neuen CSO.
Natürlich hatte ich mich vorher bereits über die wichtigsten Crewmitglieder informiert und war sehr gespannt auf die Zusammenarbeit. Neugierig auf den Captain, hatte ich bisher kaum Kontakt zu seiner Spezies.
Ich hoffte genug Zeit zu haben erst das Schiff zu erkunden bevor ich bei irgendwem vorstellig werden sollte.
Eine halbe Stunde vor Ankunft der Hyperion nahm ich meine Tasche, überwand ich meinen inneren Schweinehund und verließ mein Zwischenquartier auf der Starbase. Mein Weg führte mich mit langsamen Schritt zum Hangar, schließlich wollte ich dort nicht ewig herum stehen wie bestellt und nicht abgeholt.

=/\= USS Hyperion

Unsicher betrat ich das Schiff, aber hier würde ich definitiv keinen Rückzieher mehr machen können.
„Kann ich ihnen helfen?“ Ein junger Rekrut in gelb riss mich aus meinen Gedanken. Er schien gerade die 20 erreicht zu haben.
„Hoffentlich, ich bin neu auf dem Schiff und suche mein Quartier.“ Ich zeigte ihm meine Daten und sein Blick erhellte sich sofort. Er deutete mir an ihm zu folgen, riss mir förmlich meine Tasche aus der Hand und eilte voraus. Warum musste er es nur so eilig haben?
„Können Sie mir auf dem Weg vielleicht auch kurz die wichtigsten Orte des Schiffes andeuten?“
Irgendwie war ich froh nicht auf eigene Faust suchen zu müssen, wer weiß wohin ich mich verirrt hätte. Den Computer fragte ich nur ungern wegen solcher Sachen. Aber daran würde ich mich wohl die erste Zeit gewöhnen müssen. Auch wenn die Schiffe der Sternenflotte vom Prinzip her gleich aufgebaut waren, gab es dennoch gravierende Unterschiede.

„Hier ist es, ich hoffe sie fühlen sich bei uns wohl.“ Der junge Mann stellte meine Tasche vor dem Bett ab und verließ direkt das Quartier wieder. Natürlich war es kahl, keine Bilder, keine Blumen oder Pflanzen, keine Fotos. Nur ein Fenster in die ewige Dunkelheit des Weltraums. Aber genau so wollte ich es auch haben. Kühl, ohne jegliche Andeutung auf Persönlichkeit. Auch ich wollte erst einmal nichts aufhängen, keine Pflanzen als Zierde irgendwo postieren. Nur ein Buch sollte auf dem Nachttisch liegen.

Ich setzte mich in einen der beiden grauen Sessel die im Raum standen und blickte mich weiter um. Das war nun also mein zu Hause für die nächste Zeit, mindestens für diese Mission.
Den Missionsbefehl hatte ich mir bereits mehrfach durchgelesen, aber ich wollte es noch einmal. In der Hoffnung weitere Informationen hätten sich ergeben. Doch das erst später.

Ich war also nun da, in meinem Quartier. Angekommen? Noch lange nicht. Aber ich hoffte das Gefühl würde sich bald einstellen. Ich musste dem Schiff, der Crew und mir selbst nur eine Chance geben.

tbc....
Jessica Reynolds
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