HYP Log 4 - Lt. Tiru Raakar - CXO - 12114.1790

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HYP Log 4 - Lt. Tiru Raakar - CXO - 12114.1790

Beitragvon C`Tan » Do 6. Jan 2011, 16:56

Personen:
Zara Monte
Wolfgang Bakter
Jessica Reynolds
Solvejg Freyadottir
John Athens


Wörter: 849



=^= Auf dem Gang vor der Aussichtslounge – Nach der Besprechung der FO =^=

„Sind sie bereit, Lieutenant?“ wurde ich aus dem Gespräch mit Zara gerissen, während sie mich sorgenvoll ansah und mein Gesicht sich im laufe des Gespräches zusehends verhärtete.
Als Zara und ich die Köpfe drehten, sahen wir den Chefwissenschaftler, Commander Bakter.
Ich blickte kurz zu Zara – sie versuchte in ihrer typischen Art aus meinen Augen zu lesen oder womöglich setzte sie gerade ihre betazoidischen Fähigkeiten ein – und blickte danach wieder zu Bakter. „Ja, Sir.“ war meine knappe Antwort und ging an ihm vorbei in die Richtung des Turbolifts, in der er deutete.

„Habe ich gestört?“ fragte er, als wir nebenher gingen.
„Ja.“ kam es knapp von mir.
Ein kurzes überraschtes Zucken sah ich aus dem Augenwinkel, aber ansonsten ließ er sich nichts anmerken. Ich machte die Erfahrung, dass viele Fragen der Menschen reine Floskeln sind, auf die vorgegebene Antworten fällig wären. Die meisten Personen konnten mit direkten Antworten nicht so recht umgehen. „Tut mir leid.“ kam es schließlich vom Wissenschaftler als wir in den Turbolift einstiegen. Ich hasste diese Dinger: Sie sind viel zu klein und ich musste mich jedes Mal durch die Tür hindurchducken.

Wir verbrachten die Fahrt im Lift so, wie ich es vorzog: Schweigend. Das gab mir Gelegenheit, über das eben von Zara gehörte, nachzudenken.
Ich kannte den Wert der Loyalität selbst aus meiner eigenen Kultur, nur dachte ich, Zaras Loyalität galt mir, dem Schiff und der Besatzung. Dem war offensichtlicht nicht uneingeschränkt so. Wie sollte ich eine Gefährtin haben, bei der ich mich nicht darauf verlassen konnte, ob sie mit mir, oder gegen die Klingonen im Kampf zur Seite stehen würde? War dieser stinkende Molch Korogh so etwas wie eine alte Liebe Zaras? Woher sollte ich nun wissen, wem Zara die Waffe an die Kehle setzt, wenn es soweit kommen sollte.
Vermutlich war mein Bild von Zara eine Illusion, der ich mich zu gerne hingab. Eine Gefährtin, im Leben, im Kampf und im Bett. Eine Symbiose mit Treue. All das war nun erschüttert.
Letztendlich musste ich ihr zugute halten, dass sie mit mir sprach, mich darüber aufklärte, bevor sie mir das Messer in der Schlacht in den Rücken rammte.

„Lieutenant?“ wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Bakter sah mich irritiert an. „Wollen wir?“ fragte er und deutete auf die bereits geöffnete Tür.
„Natürlich.“ antwortete ich und ging los. Wir waren offenbar in der wissenschaftlichen Abteilung angekommen.
„Ich halte es für das Beste, wenn wir uns das betroffene Sonnensystem in der stellaren Kartografie ansehen.“ meinte Bakter.
„Wie sie meinen.“ antwortete ich und versuchte mich wieder auf den Sinn und Zweck des Unterfangens zu konzentrieren. Immerhin flogen wir in eine mögliche Schlacht.

=^= Stellare Kartografie =^=

Vor uns gestaltete sich in riesigen Monumenten das, auf dem die klingonische Kolonie – dessen gegrunzten Namen ich mir nicht merkte oder vielleicht nun auch nicht mehr wollte.

„Ein Asteroidengürtel trennt das System in zwei Hälften.“ meinte Bakter nachdenklich und blickte in die entsprechende Richtung der holografischen Bilder. „Vielleicht können wir uns dadurch unbemerkt nähern.“
Ich blickte in die entsprechende Richtung. „Um das zu erreichen, müssten wir den Energieoutput der Hyperion drastisch reduzieren und es würde auch nur dann klappen, wenn der Gürtel entsprechende Umwelteinflüsse aufweist, Sir.“ wies ich hin. „Ich würde ungern mit gesenktem Waffenrock in die Schlacht ziehen.“
„Gesenkten Waffenrock?“ kam es von ihm irritiert.
„Ohne Schilde.“ erklärte ich und studierte dabei den Asteroidengürtel genauer. „Der Gürtel würde auch unsere Manövrierbarkeit einschränken.“ Vor meinem geistigen Auge sah ich Flugvektoren und Schlachtaufstellungen.
„Hmm…“ Bakter schien nachzudenken und schwenkte dann das Sichtfeld vom Asteroidengürtel weg. Es wurde heller im Raum bis schließlich die Sonne zu sehen war. „Was halten sie hiervon?“ fragte er.
Ich rief die Systemkarte auf. „Wenn wir auf der anderen Seite der Sonne anfliegen und uns vorsichtig nähern, könnten wir vielleicht unbemerkt bleiben.“ murmelte ich. „Was sagen diese Werte hier aus?“ fragte ich als ich wieder auf die holografische Abbildung sah, an dessen unteren Rand sich eine Reihe von Zahlen und Diagrammen abbildeten.
„Strahlungswerte.“ meinte er.
„Könnten die nützlich für uns sein?“
„Könnten sie. Ich lasse das durch eine meiner Leute prüfen.“ meinte er.
Ich nickte nur noch, und hörte, wie er per Kommunikator eine Lt. Reynolds rief und sie zu uns in die Kartografie beorderte und dann den mir bereits bekannten John Athens kontaktierte

Als er das Gespräch beendete sah er noch nachdenklich in das System. „Zu schade, dass die Langstreckensensoren nichts erfassen.“ kam es von ihm.
„Ist das nicht ein direkter Sensorenabgleich?“ fragte ich überrascht.
„Nein. Es befindet sich ein größerer Nebel zwischen uns und dem System.“ erklärte er. „Er verhindert vorerst direkte Sensorenwerte.“
Ich sah nachdenklich zu dem Planeten, auf dem die Kolonie der grunzenden Dinger waren – Die Klingonen. Ehe mir etwas einfiel, schnippte Bakter mit den Fingern. „Aber eine mögliche Langstreckenkommunikation könnten wir erfassen.“
„Je mehr Informationen wir vor dem Eintreffen haben, um so besser.“ fügte ich hinzu.
Abermals öffnete er einen Kanal, indem er seinen Kommunikator einsetzte. Dabei rief er eine Person zu sich, dessen Namen ich nicht wiederholen könnte, bekam aber nur noch mit, dass es sich um eine Linguistin handeln musste…..
C`Tan
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