HYP - Freyadottir M3 - 12119.1310

CO: Patrick O'Hara - XO: Hoshi Sato - DXO: Thomas W. Bentin

Moderatoren: John Connor, Thomas W. Bentin, Operationsstab

HYP - Freyadottir M3 - 12119.1310

Beitragvon Quork » Di 11. Jan 2011, 12:07

Petty Officer First Class Solvejg Sunniva Freyadottir
Charlog: 4
Missilog: 3
Schreiberlog auf der Unit: 27
Schreiberlog: 73

Woerter: 859
Betroffen:
PC: Bakter, Rakaar, Reynolds, Jóhanna
NPC:
Genannt/Indirekt:
PC:
NPC:


Ich war kurz eifersuechtig.

Die Erkenntnis kam etwas verzoegert zum Gefuehl, und ich klappte meinen Mund schnell wieder zu. „Jojo, ich wollte Dir nur sagen, dass Du herzlich willkommen bist auf dem Schiff” hatte Commander Saitou zu Jóhanna gesagt. „Es tut mir leid, dass ich vorhin so wenig Zeit hatte.”

Och nee... Faengt das gut an... Kaum lande ich auf dem Schiff muss ich schon auf diese Weise an die Erste Offizierin gelangen...

„Ma'am. Entschuldigung” brachte ich schliesslich raus, als mir auffiel, dass sie meinen ueberraschten Gesichtsausdruck bemerkt hatte und mich beobachtete.
„Asuka, das ist Petty Officer Freyadottir. Eine Wissenschaftlerin, die mir gerade die Raeumlichkeiten zeigt” stellte mich Jóhanna vor. „Solvejg, das ist meine alte Zimmergenossin von der Akademie und auch Vorgesetzte. Aber ich glaube ihr habt Euch schon kennengelernt?” fragte sie und ich nickte. Gleiches tat Commander Saitou. Dann raeusperte sie sich und verabschiedete sich: „So meine Damen, die Pflichten warten, schoenen Rundgang noch! Jojo, Petty Officer” nickte sie uns zu und verschwand.

Ich senkte kurz den Kopf und griff mir in den Nacken, dann blickte ich wieder auf, fragte „wollen wir weiter?” und deutete in den Gang.
„Aehm, Solvejg...? Wollten wir nicht hier reingucken?” erkundigte sich Jóhanna verwundert und betrachtete mich leicht verwirrt. Ich erwiderte ihren Blick und nickte langsam. „Doch... ja, das wollten wir” murmelte ich, bevor ich mich zusammenriss und wieder mein Laecheln aufsetzte. Wir traten an die Tuer heran, sie oeffnete sich und ich liess Jóhanna vor per Handgeste. Der Raum sah nach einem normalen Labor aus, aber da war niemand.

„Sag mal, Solvejg, was ist denn los?” fragte Jóhanna mich halb amuesiert, halb besorgt.
„Was meinst Du denn?” spielte ich unschuldig und setzte mein Laecheln auf.
„Du benimmst Dich gerade anders als vorhin” erwiderte sie auffallend offen.
„Nun ja, ich weiss nicht wie ich mich der Freundin meines Ersten Offiziers gegenueber verhalten soll” belohnte ich ihre Offenheit mit meiner eigenen. Na ja, nicht ganz. Eigentlich wollte ich ja, wie mir im Nachhinein bewusst wurde, darueber rauskriegen, ob... Moooment, warum interessiert mich das, ob die beiden ein Paar sind?
„Wieso solltest Du den Freund Deines Ersten Offiziers irgendwie anders behandeln? Sie ist auch mein Erster Offizier” fragte Jóhanna verwundert.

„Freyadottir koennen Sie bitte dringend in die Stellarkartographie kommen? Wir brauchen Ihre linguistischen Kenntnisse” erloeste mich ueberraschend der weisshaarige Chefwissenschaftler per COMM.
„Bin schon unterwegs” erwiderte ich entsprechend eifrig und drehte mich zur Tuer.
„Sehen wir uns nach dem Dienst?” fragte ich die Trillislaenderin noch und sie nickte leicht verwirrt.
Vielleicht wuerde ich bis dahin wissen, was mit und in mir los war und warum mich interessierte ob sie Freund oder Freundin Commander Saitous ist und ueberhaupt warum ich so... aufgedreht? war.


Ich kam vor der Astrometrie an, dank der Wegweisung des Computers ohne mich zu verlaufen. Kurz blickte ich mich im gut gefuellten Raum um. Mein Chef war hier, dann der Sicherheitschef, Raakar glaube ich, und eine mir noch unbekannte Wissenschaftlerin. Ich nickte ihr freundlich zu und meldete mich bei Commander Bakter.

„Wir koennen die Kolonie und ihre Umgebung nicht scannen - die einzige Hoffnung auf Informationen ist also abgefangene klingonische Kommunikation. Koennen Sie das machen?” fragte er mich allen Ernstes.
„Sir...” wie verdammt nochmal sollte ich ihm klar machen, dass er sich voellig vergriffen hat? „Da brauchen wir erstmal Techniker und eventuell Subraumphysiker, um die Kommunikation erstmal ueberhaupt abzufangen, dann Informatiker oder praktische Mathematiker um die Codierung zu knacken. Wie ich die Klingonen kenne, ist jegliche Kommunikation da so stark codiert wie's nur geht, sie verstecken bekanntlich ihre Schwaechen immer so gut es geht. Von dem her... Ich wage zu bezweifeln, Sir, dass wir in der kurzen Zeit bis zur Ankunft die Codes knacken. Und dann kann ich als Linguistin theoretisch mich daran machen, eine Uebersetzung zu machen, allerdings habe ich nur Grundkenntnisse in Klingonisch, das macht der Universaltranslator mit Sicherheit besser. Sir, als Linguist beschaeftigt man sich eher mit der Erforschung neuer Sprachen. Ihre Geschichte, Entstehung, Verwandschaften, Rekonstruktion alter Versionen der Sprache. So wie zum Beispiel im 20. und 21. Jahrhundert auf der Erde die urspruengliche Indoeuropaeische Sprache rekonstruiert wurde obwohl es keinerlei Ueberlieferungen in dieser oder ueber diese Sprache gibt. Ich fuerchte, in Ihrem aktuellen Problem kann ich Ihnen nicht weiterhelfen” erklaerte ich.
„Aber Linguisten haben doch viel mit Codes zu tun? Gerade bei historischen Texten?” fragte der Lieutenant Commander mich.
„Ja Sir, das stimmt, allerdings sind das Codes auf Sprachniveau. Vertauschte Worte, primitivere Zeichenkodierungen wo die Buchstaben nach einem bestimmten Muster durcheinandergewuerfelt werden. Bei komplexeren Zeichenkodierungen brauchen wir bereits oft die Hilfe von Mathematikern. Aber solche Codes kommen in der modernen Kommunikation nicht zur Verwendung. Heute wird auf der Ebene des Signals verschluesselt, das hat mit der Sprache nichts mehr zu tun. Das ist die gleiche Verschluesselung wie sie zum Einsatz kommt bei Audiodaten, Videodaten und allen anderen Daten. Es tut mir leid Sir, aber Sie haben, bei allem Respekt, den falschen erwischt.”

Freundlich und gespannt blickte ich den aelteren Mann an, wie er reagieren wuerde. Er machte allerdings nicht den Eindruck eines Tyrannen der Widerspruch nicht duldet.
Quork
 
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