HYP - Log 5 - Lt. Tiru Raakar - CXO - 12119.1940

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Beitragvon C`Tan » Di 11. Jan 2011, 18:23

Personen
Zara Monte (erwähnt)
Flinkfuß zu Ennien
Jessica Reynolds
Solvejg Freyadottir


Wörter 756



=^= Brücke =^=

Während wir uns den klingonischen Schiffen im Orbit der Kolonie näherten, musterte ich die taktische Anzeige auf meinem Display. Das gleißende Gelb der Sonne verschwand langsam vom Hauptschirm und damit von der Brücke.

Irgendetwas machte mich skeptisch. Gut, es waren Klingonen. Wesen die mehr ihren Instinkten als der Vernunft folgten. Wenn sie essen wollten, aßen sie ihr rohes Fleisch. Wenn sie schlafen wollten, schliefen sie in ihrer Höhle. Wenn sie sich paaren wollten, paarten sie sich in einer Schlammgrube. Irrelevant, ob sie von ihren Weibchen genau im selben Akt, aufgefressen wurden. Ich fragte mich willkürlich, wie Zara – die sich ja mit den Klingonen verbunden fühlte und auch einem ihrer Sippen angehörte – ein solcher Klingone bei der Paarung schmeckte. Muss etwas vergammelt gewesen sein.

Aber abgesehen von diesen stinkenden Tieren, machte es mich misstrauisch, in ein Schlachtfeld zu fliegen, ohne den Feind zu sehen, aber dessen Auswirkungen zu begegnen.
„Gibt es immer noch keine Reaktion auf unseren Ruf?“ fragte mein Herr Ennien.
„Nein, Sir.“ kam die Antwort irgendwoher während ich weiter meine Anzeigte anstarrte, damit es mir endlich verlief, was zum großen Schöpfer hier eigentlich los war.

Ich wandte mich an die wissenschaftliche Konsole – die neue Linguistin mit dem Zungenbrecher als Namen und Lt. Reynolds versahen dort ihren Dienst – und wollte den beiden schon etwas ordern, doch hielt ich mich zurück und wandte mich an meinen Herrn: „Sir, es könnten getarnte Schiffe in der Nähe sein.“ gab ich zu bedenken.
„Romulaner?“ fragte er und drehte sich zu mir um. Dabei drehten sich seine Ohren in die Richtung des Hauptschirms. Offenbar war seine Aufmerksamkeit auch noch dort.
„Oder eine andere klingonische Herde.“ ergänzte ich.
Mein Herr sah zu der rothaarigen Wissenschaftlerin, die mal besser ihren Namen ändern sollte, wenn sie wollte, dass ich sie je damit ansprach: „Gibt es Verzerrungen im Subraum?“ fragte er sie. Ich wusste genau, was er wissen wollte. Er wollte wissen, ob eine Rudel Klingonen mit aktivierter Tarnung im Hinterhalt lagen.
„Negativ, Sir. Ich erkenne nur die Strahlung der Sonne.“ kam es von ihr.
Er blickte wieder zum Hauptschirm, seine Ohren richteten sich mit den Öffnungen genau darauf zu, schienen die akustische Welt hinter dem Bildschirm abzutasten. Dort war nun der Planet, auf dem sich die Kolonie befand. In dessen Orbit schwebten antriebslose, dunkle und mit Einschusslöchern versehene, Raumschiff der klingonischen Herde.
„Scannen sie die klingonischen Schiffe.“ befahl er schließlich.
Während die Rothaarige nickte – ich wusste, dass solche Frauen sich auf der Erde Kommunisten nannten – machte sich Reynolds ans Werk und tippte einige schnelle Befehle in ihre Konsole ein. Es dauerte nicht lange und es wurden Werte mit einem leisen Piepsen bestätigt.
„Sir… ich empfange keine Lebenszeichen.“ berichtete Reynolds. „Und eine merkwürdige elektromagnetische Waffensignatur an den Hüllen der Schiffe.“
„Waffensignatur?“ entkam es mir. Mein Herr machte Schnelle Schritte zu den beiden Wissenschaftlerinnen.
„Außer von diesem Schiff.“ Reynolds deutete mit dem Finger auf ihren Monitor – vermutlich auf ein bestimmtes Schiff. „Die Sensoren können es nicht durchdringen.“
Ennien beugte sich nach vorne, in die Richtung des Monitors. Mich interessierte aber mehr die kurze Zwischenmeldung der Waffensignatur. Mein Herr schien mehr dieses Schiff zu interessieren: „Legen sie es auf den Schirm.“ befahl er, wendete sich schwungvoll um die eigene Achse und ging wieder in die Mitte der Brücke. „Rufen sie explizit dieses Schiff.“ befahl mein Herr, während der klingonische Kampfkreuzer groß auf dem Schirm erschien.

Es zeigten sich keine Kampfspuren darauf. Es musste also erst nach dem Gefecht eingetroffen sein. Unter umständen konnte aber die Leitkuh des Schiffes, uns einige Fragen beantworten.
„Keine Antwort.“ wurde meinem Herrn berichtet.
„Voller Scan.“ befahl der Kommandant.
„Sir…“ begann ich. „Ich empfehle Roten Alarm.“ erdreiste ich mich. Doch während ich meinen Satz noch sagte, konnte man auf dem Hauptschirm beobachten, dass sich das klingonische Schiff in Bewegung setzte, durch einen Warpeffekt beim Sprung verzerrt wurde und in den typischen grellen Warpblitz im Subraum verschwand.
„Ich denke, ihr Vorschlag erübrigt sich.“ kam es von meinem Herrn und wandte sich an den Steuermann. „Schwenken sie in den Orbit ein.“ befahl er und setzte sich auf seinen Sessel.

Der Planet verschwand zu großen Teilen am linken Rand des Bildschirms. Meine Skepsis war nicht im geringstem geringer worden.
„Sir…“ begann ich. „.. ich empfehle ein großes, schwer bewaffnetes Außenteam.“
Mein Herr drehte sich mitsamt seinem Sessel in meine Richtung und ich sah so etwas wie ein amüsiertes Lächeln. Jedenfalls, soweit man das bei einer Katzen sagen konnte: „Natürlich wollen sie das, Lieutenant. Welcher Sicherheitsoffizier will das nicht….?“
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