Seite 1 von 1

BRI – Log 09 – CrRec Elis Karen – MED – 12078.1461

BeitragVerfasst: Mi 1. Dez 2010, 13:37
von Elis Karen
BRI – Log 09 – CrRec Elis Karen – MED – 12078.1461

Erwähnte Personen: Deeuard, Penreva
NPC’s: Lii, Sharun
Wörter: 1100
NRPG: Was lange braucht wird endlich gut


Ich weiß es klingt gemein, aber die zahllosen Stunden die ich darauf verbrachte die Ursache der Mysteriösen Krankheit der Britannia-Crew zu finden, waren die schönsten die ich bisher auf der Britannia gehabt hatte.
Was nicht hieß, dass wir auch nur ein Stück weitergekommen waren.
Deeuard hatte eine Gruppe aus Master Chief Petty Officer of Starfleet Isja Lii und Chief Petty Officer Delna Sharun gebildet und diese zusammen gewürfelte Taskforce war in einen der Konferenzräume der Station umgezogen um eine angenehmere Arbeitsatmosphäre zu haben. Ich hatte mich mit der Trill und der Betazoidin auf Anhieb gut verstanden und wir waren mittlerweile auf Vornahmenbasis. Das gefiehl mir allein schon deshalb gut weil mir ihre Ränge auf den Geist gingen. Es schien schon so, dass die Vorteile Offizier zu sein allein dadurch beschrieben wurden, dass der Rang kurz und auszusprechen war. Ich kam mit den beiden gut aus, da sie genauso erpicht darauf waren dieses ganze Militärgehabe, dass auf der Britannia Fuß gefasst hatte, zu ignorieren wie ich. Mit Isja verstand ich mich besonders gut. Nicht nur, dass sie eine Trill war, sie wusste einen guten Scherz zu schätzen. Wir beide waren besonders Stolz darauf, dass der Konferenzraum nach viel Arbeit aussah. Immerhin hatten wir mehrere riesige Bildschirme samt taktilen Interfaces aufgebaut, die wir wie Tafeln mit Daten beschrieben hatte und noch dazu eine großes Hologramm der Britannia, dass wir mit den Daten füttern konnte. Das wir trotzdem nach keinerlei Ergebnisse hatten nährte unseren Galgenhumor nur.
Ich brauche also nicht weiter darauf eingehen, dass wir irgendwann genug davon hatten. Und mit wir, meinte ich ich.
Ich legte also mein PADD mit Analysen beiseite und wandte mich an meine beiden Kolleginnen der frisch benannten Taskforce Wunderheilung.
„Wer tierisch genervt von Gewebsanalysen ist, die zu nichts führen sagt aye.“
Ein zweifaches „Aye“, murrte mir entgegen.
„In mir kommen langsam leise Zweifel auf, dass der Ursprung der Symptome bakterieller, virologischer oder mykotischer herkunft ist“, meinte Delna diplomatisch.
„Ach nee!“ „Sag bloß!“ , meinten Isja und ich weniger diplomatisch.
Wir begründeten unsere Ungläubigkeit dann damit, dass wir genug Gewebeproben entnommen und analysiert hatten um ein oder zwei humanoide zusammenzubasteln. Außerdem war meine Theorie, dass die Sensoren der Quarantänestationen ein Virus, dass wir nicht entdeckt hatten auch nicht entdeckt hätten. Wonach Deep Space five bereits von einem solchen Virus betroffen sein müsste. Der Crew dort ging es aber gut, also schlossen wir zum ersten Mal eine biologische Begründung aus. Das gleiche konnten wir für Chemikalien sagen. Die Wirkung aller Elemente und deren Isotope war bestens bekannt, also musste alles was die Crew beeinträchtigen könnte mindestens Molekülgroß sein und wir hatten sowohl in der Atemluft als auch an den Wänden und der Nahrung nach mehrmaliger, mehrstündiger manuellen Analyse nichts finden können.
Also ein großes Kreuz auch hier.
Unser Problem war nur, dass wir das gleiche von Strahlung sagen konnte.
„Ich habs“, meinte ich ironisch. „Die Crew ist gar nicht krank, ich wurde ohne mein Wissen in ein Holodeck eingesperrt. In Wirklichkeit ist das meine Abschlussprüfung und ihr beiden seid vermutlich nicht real.“
„Wäre es da nicht wahrscheinlicher, dass du verrückt bist und uns nur haluzinierst?“
Ich tippte mit dem Finger an mein Kinn als ob ich darüber nachdenken würde, lachte dann aber laut mit den anderen beiden los. Nachdem wir uns wieder beruhigt hatten schien uns Delna wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuführen. Ich hasste den Boden der Tatsachen.
„Wir wärs wenn wir mal versuchen einzugrenzen wo die Crew denn ihre Symptome herhat, also örtlich gesehen, danach können wir uns mit den Analysen auf diese Orte beschränken.“
„Klingt auf keinen fall dumm“, seufzte ich. „Und bevor wir hier gar nichts produktives machen...“
Ich stand auf und ging zu einem der großen Wandbildschirme.
„Computer, übertrage die Krankenakten der Personen die 42 Stunden nach dem ersten Fall mit benannten Symptomen zu eben diesen Symptomen gekommen ist auf das Terminal.“
Nachdem einige dutzend Namen auf dem Bildschirm waren befahl ich dem Computer mit den Krankenakten der schwerst eingestuften Fälle das gleiche zu machen und anschließend doppelt gelistete Akten zu eliminieren.
„Oh“, war alles was Isja sagen konnte nachdem gerademal fünf Namen bei den schweren Fällen übrig geblieben waren.
„Computer mach eine Bewegungsmusteranalyse aller betroffenen Fälle und stelle die Ergebnisse grafisch im Britanniahologramm dar“, wies Delna den Computer an. Ich wollte daraufhin das gleiche mit meiner Liste von Patienten haben und es wurden zwei Schiffe in bunten Farben vor uns angezeigt. Wir erkannten auch hier keine Muster.
„Vielleicht war das Bewegungsmuster zu allgemein“, murmelte ich. „Wir könnten die Quartiere ausgrenzen, uns nur auf die Arbeitsplätze begrenzen, alles was Freizeit ist ausgrenzen. Das ist so allgemein, dass es den Computer überfordert.“
Was dabei herauskam sah schon wesentlich mehr nach einem Muster aus. Die Überprüfung nach Schiffssystemen die die Symptome verursachen konnten blieb aber ergebnislos.
Wir befahl dem Computer die medizinische Vorgeschichte der ersten Fälle zu analysieren. Doch selbst bei einer verlangten Übereinstimmung von 90% kamen nach zu viele Krankheiten heraus.
„Was wäre wenn wir von den Gemeinsamkeiten das abziehen was auch der Rest der Crew hat“, fragte Delna.
Also wurden die Krankheiten entfernt die auch beim Rest der Crew vorkamen. Bei einer Verbreitung von 50% war die Liste schon wesentlich kürzer und wir wurden etwas übermütig. Wir verbreiterten den Suchradius. Und als wir schließlich bei 10% angekommen waren, blieb nur noch ein Leiden übrig.
„Kinetose“, fragte ich skeptisch. „Das einzige was unsere Schwerstfälle gemeinsam haben und unsere Crew nicht ist Reisekrankheit? Okay das war’s, zurück zum proben sammeln und spekulieren. Ich bin’s leid.“
„Gib nicht so schnell auf“, meinte Isja. „Mich würde zum Beispiel interessieren was mit den zwei Schweren ist, die die Symptome erst viel später gekriegt haben, isolier doch mal deren Bewegungsmuster.“
Gesagt getan und es kam tatsächlich etwas Seltsames heraus. Die Bewegungsmuster der fünf lagen zum großen Teil komplett außerhalb der bisherigen. Nach genauerer analyse stellte sich heraus, dass die fünf erst vor ein paar Tagen aufgrund der vielen Störfälle versetzt wurden. Und zwar zur Kontrollgruppe Trägheitsdämpfer. Dadurch arbeiteten sie fast ausschließlich an den Feldstörungsverstärkern.
Plötzlich hatte ich einen Geistesblitz.
„Computer stelle den Auswirkungsradius der Trägheitsdämpfer auf dem Britannia Hologramm dar.“
Sofort war das ganze Hologramm blau. Das war auch gut so. Ein Schiff in dem die Trägheitsdämpfer nicht alle Winkel umfassten bedeutete Biomatsch an den Wänden.
„Und jetzt hebe die Überschneidungen im Wirkungsradius der Wellenleiter farblich hervor.“
Es passte beinahe perfekt.
„Sloans Krankheit“, meinte Isja mit großen Augen. Die Trägheitsdämpfer arbeiten asynchron, Wahrscheinlich im Mikrocochranebereich, und wirken gegeneinander. Das Innenohr nimmt die Auswirkung der sich für Sekundenbruchteile veränderten Gravitation war. Das Resultat: Blässe, Gereiztheit, Übelkeit, Schindel und Kopfschmerz.“
Ich blickte sie an.
„Ich sag Deeuard und du Penreva bescheid“