BRI – Log 13(233) – Cpt Thorn P’Thall – CO - 12089.1881

CO: Thorn P'Thall - XO: Ghjea Lii

Moderatoren: John Connor, Operationsstab

BRI – Log 13(233) – Cpt Thorn P’Thall – CO - 12089.1881

Beitragvon Thorn P'Thall » So 12. Dez 2010, 17:49

Worte: 1565

Beteiligte Personen:
SC: Penvera, Deeuard, Grant, Vermont, Andrews
NSC: „Trip“, Rangaraj, Emmerson(TEC), Harris
Erwähnte Personen:
SC: Karen, Thalin, Amh, Ciana, Neema
NSC: Tlanok, Jones

Anmerkungen: -

Charakterbild:
http://www.ithmaril.de/thorn_avatar_full.jpg

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*** USS Britannia – Deck 1 - Brücke***


“Keine Zeit für Erklärungen, Commander. Lösen. Sofort.“ Demonstrativ lehnte ich mich im CO-Sessel leicht nach vorne, ballte die Rechte zur Faust, ließ das schwarze Leder des Handschuhs damit knacken. Indessen beobachtete ich auf einem Teilausschnitt des Sichtschirms, wie Harris auf der OPS von DS5 eilig den Befehl weitergab, die Schleusen zu verriegeln und die Andockklammern abzusprengen. Ein kurzer Blick nach hinten verriet mir, dass sich immer mehr LCARS-Bedienelemente an der TAC-Konsole rot verfärbten. „- Überladung der Bug-Phaserbanken nähert sich kritischem Niveau. Sir, wenn die Aggregate hochgehen, könnten Sekundärdetonationen…“ Trips metallisch verstärkte Stimme klang nervös, der Schwanz des Choblik peitschte unruhig hin und her. „Die Torpedolager erreichen. Ich weiß.“, beendete ich seinen Satz für ihn, beugte mich noch etwas vor, packte mit der Linken die Vorderseite der Armlehne an als eine leichte Erschütterung die Britannia erfasste. „Voller Impuls, bringen sie uns auf Sicherheitsabstand!“, bellte ich in Richtung unserer Navigationsoffizierin, ehe ich mich vom Dröhnen des roten Alarms umgeben erhob und der Technikkonsole zuwandte. „Wie weit sind sie mit der Notabschottung der EPS-Leitungen zu den Waffensystemen?“ Der äußere Andockring der Station schwenkte außer Sicht, machte dem Sternenmeer des Alpha-Quadranten Platz, aber das bemerkte ich nur aus dem Augenwinkel, während ich den Ensign Emmerson, den diensthabenden Techniker auf der Brücke, niederstarrte.
„- Die Leitungen sind dicht, Sir. Notentlüftung der angrenzenden Verteilerknoten läuft. Der Druck fällt ab.“

Ich nickte, schloss einen Moment lang die Augen, stellte fest dass gewisse zuständige Technikoffiziere verdammt gute Arbeit geleistet hatten. Und damit meinte ich nicht die vermeintliche Rettung des Schiffes und der Station vor unserem im Geheimen eigens provozierten Sabotageakt.

„- Das war knapp. Roten Alarm aufheben.“ , sagte Huch, der sich eben noch sehr überzeugend an seinen Sitz geklammert hatte, erhob sich nun ebenfalls, nickte den Anwesenden auffordernd zu, wurde im Aufatmen jedoch schnell wieder unterbrochen. Noch ehe die finster pulsierende, rote Notbeleuchtung des Gefechtsalarms abklang und wieder der wärmeren Lichtkulisse von Alarmstufe Gelb wich, setzte der Techniker noch eins hinterher.

„Es gibt da scheinbar… ein Problem mit den Schildemittern, Commander. Sie reagieren nicht auf den Abschaltbefehl. Schutzschilde noch immer auf einhundert Prozent Leistung.“, warf Emmerson erneut ein, wischte sich mit dem Ärmel seiner Uniform den Schweiß von der Stirn. Nico warf mir einen zweifelnden Blick zu, während ich den Kopf schüttelte.
„- Soll ich Lieutenant Penvera auf die Brücke holen, Captain?“, fragte mich mein eingeweihter XO pflichtgemäß.
„Nein.“ Ich verzog meine Augenbrauen zu einem Ausdruck nachdenklicher Strenge. „Halten sie weiter gesunden Sicherheitsabstand zur Station, und fahren sie die Waffensysteme herunter. Ich treffe Penvera im Maschinenraum. Mal sehen, was er dazu zu sagen hat.“, entgegnete ich kühl, während ich mich abwandte und davonmarschierte. „Sie haben die Brücke.“

Nun, zumindest wusste ich schon was ich unter vier Augen zu diesem ganzen Debakel sagen würde.

Gute Arbeit.



*** USS Britannia – Deck 7 – Büro der CMO ~ Einige Zeit später***


Es war viel passiert, und damit höchste Zeit für eine weitere, kurze Krisensitzung. Diesmal fand sie in Deeuards Büro statt, war es doch höchste Zeit dass die Chefmedizinerin in den Plan zur Jagd auf die Saboteure eingeweiht wurde- und der Zufall bot eine willkommene Ausrede, hatte sie doch zunächst von der erfolgreichen Herleitung einer Quelle und Behandlung der Symptome zu berichten, wobei letztere bereits großflächig implementiert wurde. Ferner war da noch der Fall Amh, zu welchem Crewman Karen ebenso viel bahnbrechendes beigetragen hatte wie zu ersterem Rätsel- für einen Chargen zeigte die Trill ans Übermenschliche grenzendes Engagement und ebenso viel Fachkompetenz. Zwei Fakten, die beizeiten gewürdigt werden sollten. Doch in diesem Moment stand die verflucht ernstzunehmende Krise einer Sicherheitschefin, welche unter Wahrheitsdrogen und Halluzinogene gesetzt worden war, doch zu deutlich im Vordergrund um jetzt schon Medaillen zu verteilen.
Zum Thema „engagierte Chargen“ war dann wohl noch zu sagen, dass Penvera die mir bereits bekannte Crewman Grant mitgebracht hatte, natürlich nach kurzer Vorabsprache. So unorthodox das auch zunächst scheinen mochte, die Gründe waren so klar wie logisch: Erstens hatte die junge Trill bereits Verdacht geschöpft, da sie viel Zeit in Penveras Nähe verbracht hatte, und der Selkie hatte das natürlich erkannt. Zweitens kam sie als Saboteur als Neuzugang von DS5 nicht in Frage, da die vermeintlichen Eingriffe lange vor unserer Ankunft begonnen hatten. Und drittens brauchte Penvera verlässliche Assistenz, während Jones, seine designierte DCTO, mit Thalin unterwegs war um die ersten Suchmaßnahmen einzuleiten, zumindest im Rahmen des Möglichen. Ich hatte mich recht schnell überzeugen lassen, unter anderem weil die junge Frau bereits bei unserer ersten Begegnung Eindruck gemacht hatte, und die Logik des Ichtyoiden, wie Tlanok es wohl formuliert hätte, unanfechtbar war.

Und dann kam Deeuard auf die Idee, dass wir vielleicht noch einen Wissenschaftler einweihen und hinzuziehen sollten- um eine weitere Perspektive zu eröffnen. Auf welchen wir uns dann jedoch einigten gefiel ihr weniger, doch nach einigen sanften Widerworten stimmte sie zu, Lieutenant Vermont im inzwischen stabilisierten Zustand (wenngleich noch immer unter leichten Schmerzmitteln) in einem Schweberollstuhl ins Büro, und damit indirekt zurück in den Dienst zu holen. Warum Ray Vermont? Weil die Argumente, die für Grant galten, im Wesentlichen auch auf ihn zutrafen. Auch er war als Saboteur so gut wie ausgeschlossen weil er erst nach dem Andocken an die Station an Bord gekommen war. Hinzu kam, dass der Unfall, den Young und er auf dem Holodeck erlitten hatten, zu folgenschwer und auffällig war als dass ihn ein Infiltrator vom nötigen Geschick auf seine Kappe genommen oder zufällig erlitten hätte. Es passte einfach nicht.

Zunächst bestand die kleine, im abhörsicher gemachten Büro versammelte Runde also aus Deeuard, Penvera, Vermont, Grant und mir. Huch hielt auf der Brücke die Stellung. Im Laufe des Meetings würden entweder Jones oder Thalin hinzustoßen, um uns bezüglich der beginnenden Jagd nach dem oder den Saboteuren auf den neusten Stand zu bringen.

„- Lieutenant Jones hat sich vor einigen Minuten mit mir in Verbindung gesetzt, und mir das anfängliche Vorgehen erläutert, auf welches sie sich mit dem amtierenden Sicherheitschef Thalin geeinigt hat. Im Wesentlichen wird selektiv kleineren Sektionen des Schiffes die Hauptenergie entzogen- inklusive lokaler Trägheitsdämpfung und Gravitation. Dann richten wir die internen Schiffssensoren auf diese, und unterziehen sie so einem von allen störenden Feldeinflüssen befreitem Tiefenscan. Indessen werden alle nicht dringend an ihren Stationen benötigten Crewmitglieder auf ihre Quartiere befohlen- aus Sicherheitsgründen. Dabei geben wir vor, nach Microlecks, Nanoverformungen und Spannungsfeldern in den Leitungssystemen zu suchen.“, erklärte Penvera nun, nachdem alle Anwesenden auf den aktuellen Stand gebracht worden waren.
„Und sie sind sich sicher, dass ihre nicht eingeweihten Leute keinen Verdacht schöpfen werden?“ Ich hob eine Augenbraue, atmete scharf aus.
„- Ja, Sir. Zumindest eine Zeit lang. Dafür habe ich schon gesorgt.“, entgegnete der Selkie selbstbewusst.
„-Und wie?“, warf Vermont skeptisch ein.
„- Nun, ich habe die kompetentesten und erfahrensten Techniker entweder zu einer dringend nötigen Ruhepause gezwungen, oder ihnen die Priorität bei der Innenohrbehandlung eingeräumt, die ebenfalls zu einigen Stunden anschließender, erzwungener Bettruhe führt.“, blubberte der Selkie, nicht ohne Stolz in seiner leicht synthetisch klingenden Stimmwiedergabe. Deeuard schmunzelte.
„- Das ist normalerweise genau die Art von Empfehlung, an die sich niemand hält.“, fügte sie lächelnd hinzu. Penvera zuckte nur mit den anzugbewehrten Schultern. „- Tja, diesmal… wird die Einhaltung rigoros überwacht. Und das diensthabende, weniger erfahrene Personal hat die Order, extrem vorsichtig vorzugehen und nichts ohne Absprache mit den wenigen verfügbaren Offizieren zu unternehmen. Also wird da für einige Stunden zunächst gar nichts zustande kommen.“

Ich nickte anerkennend. „Bleibt nur noch die Frage nach der Effektivität der Methode.“ Ich warf einen entsprechend bohrenden Blick in die Runde. Crewman Grant meldete sich leicht unsicher, aber nicht ohne Entschlossenheit zu Wort. „- Sollten... die Saboteure wirklich aus unseren eigenen Reihen kommen, ist das wohl hinfällig, Sir. Und selbst wenn nicht- die Methode scheint zu eingeschränkt. Wer sich so geschickt an Bord verstecken kann, kann auch Energieausfällen mit gleichzeitigen internen Scans ausweichen.“ Vermont blickte aus seinem Rollstuhl auf. „- Sir, verzeihen sie, aber ich denke es hilft dennoch weiter. Schließlich halten wir potenzielle Feinde so auf Trab und davon ab, weitere Sabotageakte durchzuführen, ohne sie zwingend zu alarmieren.“ Ich nickte beiden zu, Melivin ebenfalls. „- Genau das war der Gedanke. Fürs erste. Doch mittelfristig…“ Der Pacificaner stockte.

Ich seufzte, beendete scharf seinen Satz für ihn. „Können wir erst effektiv vorgehen, wenn wir wissen, ob der oder die Saboteure zur Crew gehören… oder geschickte blinde Passagiere sind. Wo stecken eigentlich unsere beiden großen, weißen Jäger?“ Ich tippte meinen Kommunikator an und leitete diese Anfrage an unseren Mann in der Sicherheitszentrale weiter- Crewman Andrews. Die Antwort folgte nach einer kurzen Pause.

„- Ähm… Lieutenant Jones… wurde in der Technik aufgehalten. Sieht so aus als mache sie gerade ein paar Techniker zur Sau, Sir. Und Lieutenant Thalin… der ist zwar auf Deck 7, aber in einem anderen Bereich der Krankenstation. Bei Kadettin Neema und Crewman Ciana, Sir. Sieht aus, als würden sie irgendwelche Proben auswerten. Zumindest die beiden Damen arbeiten daran, er wirkt eher als würde der Lieutenant sie… aggressiv überwachen.“, berichtete der Terraner, der sich zum Sammeln diskreter Informationen dieser Art der Überwachungssysteme bediente. „Seine Meldung lief im Wesentlichen darauf hinaus, dass da mal wieder zwei Verrückte irgend eine Theorie hätten <<… wie scheinbar jeder andere Pinkie auf diesem Schiff, inklusive Gummizellen-Amh>>. Ehem. Sein Wortlaut, Sir. Soll ich ihn...“
Ich unterbrach den Redeschwall des jungen Mannes mit verdrehten Augen. „Schon gut, Crewman. P’Thall Ende.“ Damit wandte ich mich Deeuard zu.

„Gut. Zeit, der Sache auf den Grund zu gehen. Lassen sie diese Betazoidin auf Amh los.“



[NRPG: Die Erkenntnis, dass es sich bei den Saboteuren a) nicht um Crewmitglieder und b) um Romulaner handelt kann dann von beiden Quellen zeitgleich- Neema/Ciana und Amhs unterdrückter Erinnerung- her kommen.]
Charaktere:

Captain Thorn P'Thall
http://persodb.oesf.at/out.editCharakter.php?cha_id=940
Mister Leonard Boothby
http://persodb.oesf.at/out.editCharakter.php?cha_id=1625
MCPO Richard Allan Santiago

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Commanding Officer, USS Britannia NCC-1302
Dozent für STAS (Star Trek Abteilungskurs: Sicherheit)

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Thorn P'Thall
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