RPGLog 4 - Cr Ciana - SEC - 12093.0956

CO: Thorn P'Thall - XO: Ghjea Lii

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RPGLog 4 - Cr Ciana - SEC - 12093.0956

Beitragvon Ciana » Do 16. Dez 2010, 08:34

Wörter: 1.147
Erwähnte Personen: SEC NPC's

Als ich die Parameter eingestellt hatte und die Analyse gestartet hatte, blickte ich mich ein wenig verstohlen in der Krankenstation um. Ich versuchte herauszufinden wo jeder war und was sie machten um so ihre mögliche Reaktionszeit herauszufinden. Ich blickte auf das Terminal mit der DNA und stellte zufrieden fest dass es noch fast eine Minute dauern würde, da es doch relativ viele Daten und der umfangreichste Test war, den ich eingestellt hatte. Ein letztes mal umblickend ging ich schließlich von der Konsole weg und zu der Liege auf der ich damals gelegen hatte, als ich diese blöde Verletzung erlitten hatte, die meine Tarnidentität doch gefährdet hatte. Ich blickte mich in der Nische noch einmal um, um zu sehen ob irgendwer auch hier war, denn wenn solche ungewöhnlichen Dinge vor oder in der Nähe meines Quartiers passierten, warum dann nicht auch an den Orten, wo ich bereits gewesen war. Vorsichtig untersuchte ich den Bereich, als ich auf einmal einen Schatten sah, der über mich fiel. Ich blickte auf und sah den Offizier wieder, der mir erklärt hatte, wie ich die Analyse einzustellen hatte. „Was tun sie da, Ma’am?“ fragte er mich und ich stand auf. „Ich habe etwas verloren und deshalb gehe ich an die Orte zurück, wo ich war als ich es noch hatte. Und da die Analyse noch läuft, wollte ich sehen ob es hier eventuell liegt.“ log ich und blickte ihn an um zu sehen ob er sie mir abkaufte. Allerdings war er scheinbar ein guter Schauspieler denn er verbarg seine Gefühle recht gut. „Verstehe. Nun ich denke sie sollten wieder zum Terminal zurückgehen, es wird jeden Augenblick fertig sein mit ihrer Analyse.“ Sagte er und machte mir unmissverständlich klar, dass ich von dem Platz verschwinden sollte. „Ja, Sir“ sagte ich und ging an die Konsole zurück und blickte doch ein wenig missmutig auf die Daten, die durchliefen. Das war ein Misserfolg gewesen und wer weiß, vielleicht erstatte er sogar meinem Vorgesetzten bericht, etwas was ich gar nicht gebrauchen konnte. Schließlich, nach einiger verstrichener Zeit piepste die Konsole einmal und gab mir die analysierten Daten aus. Ich kopierte sie mir auf ein Padd und ging dann ohne ein weiteres Wort aus der Krankenstation und zurück in Richtung Sicherheitszentrale.

Dort angekommen erwartete mich aber sogleich eine weitere böse Überraschung. Kaum hatte ich die Station betreten, da rief mich auch schon mein spezieller“ Freund“, mein Vorgesetzter zu sich in das kleine Büro. „Was glauben sie eigentlich, was sie machen? Ich habe gerade eine Nachricht von der Krankenstation erhalten, laut der sie ohne jegliche Erlaubnis an einer der Liegen etwas gemacht haben.“ Fing er auch gleich schon wieder an. „Ich wollte doch…“ setzte ich an nur um von ihm wieder unterbrochen zu werden. „Was sie wollten interessiert mich so viel wie wenn hier an Bord jemand sich über das Essen im Kasino beschwert. Sie werden, solange sie hier Dienst haben, nie wieder einen Fuß auf die Krankenstation setzten, es sei denn sie sind kurz davor zu verrecken! Haben sie das verstanden Crewman?“ fragte er mich und erneut, gegen meinen Willen nickte ich. „Ja, Sir“ sagte ich leise. „Na dann ist gut. Und nun bewegen sie sich wieder zu ihrem Platz. Sie haben einiges zu tun“ fuhr er fort und mit dem fiesen Grinsen, dass er nun wieder auf dem Gesicht hatte, konnte es nichts gutes sein. Ohne ihn weiter anzublicken ging ich an meine Konsole zurück und unheil erwartend blickte ich mir an, was ich zu tun hatte. Wut kam in mir auf als ich sah, dass sämtliche Meldungen und Arbeiten, welche für meine „Kollegen“ zu lästig gewesen waren nun mir übertragen worden waren. Vom sortieren der Meldungen nach Sternzeit und Uhrzeit über das erstellen von Statistiken über unsere letzte Übung bis hin zum entwerfen eines neuen Szenarios für die Nächste Übung. Am liebsten wäre ich aufgestanden, zurück ins Büro gegangen und hätte meine Wut direkt an ihm wieder ausgelassen, doch immerhin siegte mein Verstand noch über meine Wut, der mir sagte, dass es meine Probleme nur vergrößern würde. Also sagte ich nicht und machte mich an die Arbeit. Ich versuchte mich gerade darauf zu konzentrieren, wie ich die Sortierung am Besten bewerkstelligen konnte, als einer meiner Kollegen kam. „Ach ja, ehe ich es vergesse, einige Datensätze haben eine höhere Priorität als andere. Das sollten sie auch noch beachten. Ich glaube nicht, dass es ihnen umstände machen wird, dass auch noch zu machen.“ Meinte er und mit einem schadenfrohen Grinsen ging er wieder zurück an seinen Platz. Ich blickte ihm kurz nach, nur um zu sehn wie er davor noch in aller ruhe zum Replikator ging und sich eine Tasse mit Kaffee replizierte. Als er mich sah hob er noch einmal die Tasse zum Gruß und ging dann wieder seiner „Arbeit“ nach. Mittlerweile hatte sich in meine Wut auch etwas Traurigkeit gemischt. „Warum sind die alle nur so zu mir?“ fragte ich mich leise. Lag es daran, dass sie wussten was ich war? Ein künstliches Ding, erschaffen in einem Reagenzglas, aufgezogen wie eine Maschine. Ja das musste es sein, irgendwie mussten sie es herausgefunden haben. Ich versuchte mich zurückzuerinnern an die wenigen Personen, die mir das Gefühl gegeben hatten, ich wäre ein richtiger Mensch. Jedoch meldete sich nun auch wieder das Gefühl der Gewissheit zurück, dass ich mit ihrer Hilfe unterdrückt hatte, dass ich eben kein normaler Mensch war. Ich spürte wie sich in mir Traurigkeit ausbreitete, Traurigkeit darüber, dass ich niemals als ein Richtiger Mensch angesehen werden würde. Hätte ich nicht den Auftrag von der Tal Shiar erhalten wäre ich wahrscheinlich bereits beseitigt worden wären. Eigentlich sollte mich dieser Gedanke schockieren doch im Moment sehnte ich mich irgendwie danach. Ich musste mich zwingen, auf die Konsole zu blicken und weiter zuarbeiten und nicht in meinen Gedanken hängen zu bleiben. Also machte ich mich wieder an die Arbeit, ich hatte vielleicht 5% davon erledigt, als der Offizier zu mir kam. „Oh sie sind ja schon sehr weit gekommen, Crewman. Überarbeiten sie sich nicht.“ Sagte er und einige meiner Kollegen begannen zu lachen. Zu meinem Nachteil gab das meinen Gefühlen der Minderwertigkeit noch mehr Munition und machten es ihnen so möglich, dass ich mir es wirklich einredete, dass es so stimmte. Ich schluckte einmal und zwang mein Gesicht nichts zu zeigen, auch wenn es mir sehr schwer fiel. Ich hoffte er würde wieder gehen doch dem war nicht so. Im Gegenteil, er stellte sich sogar noch etwas näher zu mir und blickte mir über die Schulter was ich machte. All das wäre nicht schlimm gewesen, hätte er nicht jede meiner Aktion kommentiert und die anderen so unterhalten. Immer wieder blickte ich auf die kleine Zeitanzeige an der Seite des Displays um zu sehen, wann die Schicht endlich vorüber war. Doch es waren noch Stunden bis dorthin. Stunden wo ich dem Mobbing der Abteilung ausgesetzt war. „Warum nur?“ fragte ich mich immer wieder in Gedanken. „Warum ich und niemand anderes?“
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Wie viele Menschen sind nötig, Admiral, bevor aus Recht Unrecht wird? 1.000? 50.000? 1 Million? Wie viele Menschen sind nötig, Admiral?"
Ciana
 
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