BRI - Log06 - CrAp Alexis Grant - TEC - 12095.2166

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Moderatoren: John Connor, Operationsstab

BRI - Log06 - CrAp Alexis Grant - TEC - 12095.2166

Beitragvon Alexis » Sa 18. Dez 2010, 20:41

Wörter: 1334
Beteiligte: Penvera, Sicherheitler


*** USS Britannia – Maschinenraum ***

Ich saß vor einer Konsole und überwachte die ‚Suche nach Microlecks, Nanoverformungen und Spannungsfeldern in den Leitungssystemen‘. Und das war gelinde ausgedrückt todlangweilig. Es war fast schon wieder glaubwürdig das man einen Chargen abstellte um so etwas zu überwachen. Jemand anderes hätte diese Aufgabe sicher nicht freiwillig übernommen.
Penvera war gerade gegangen um noch einmal die Trägheitsdämpfer zu überprüfen. Aber diese sollten jetzt eigentlich fehlerfrei laufen. Wahrscheinlich war ihm das Ganze nur zu ermüdend gewesen. Wann hatte er eigentlich die letzte Pause eingelegt? Wie lange war ich jetzt eigentlich schon im Dienst?
Nach einem kurzen Blick auf die Uhr wand ich den Blick seufzend wieder zur Konsole. Die Scandaten liefen über die Anzeige. Nichts Außergewöhnliches. Und schon gar keine Microlecks oder Nanoverformungen.
Ich gähnte verhalten. Vor ein paar Stunden war ich noch voller Elan gewesen. Doch der schien jetzt wie verpufft. Wenngleich da noch immer dieses Kribbeln in meinem Bauch war, die latente Wut auf die Saboteure. Vielleicht würde eine Tasse Tee mir ja neuen Schwung geben. Aber ich weigerte mich meinen Platz einfach so zu verlassen. Zum einen war niemand in der Nähe der ihn übernehmen konnte und zum anderen, wem hätte ich ihn übergeben können ohne zu viel zu verraten? ‚Ich gehe schnell einen Tee trinken, wenn irgendwo das Wort Saboteur aufblinkt informieren sie mich doch bitte.‘ Träge schüttelte ich den Kopf. Wohl kaum. Also hieß es ausharren.
Zur Ablenkung begann ich mir schon mal auszumalen was man mit den gefundenen Verrätern alles anstellen konnte, als die Anzeige tatsächlich aufblinkte. Zwar tauchte nirgendwo das Wort Saboteur auf, aber es gab Unregelmäßigkeiten. Ich war erleichtert das endlich etwas Abwechslung in die Sache kam und gleichzeitig angespannt. Was wenn da wirklich…
Ich könnte hingehen und es überprüfen. Aber dann musste ich meinen Platz verlassen. Fast von allein fanden meine Finger den Weg zum Kommunikator. „Grant an Penvera.“ – „Was gibt es Crewman?“ Ich zögerte kurz. „Sir, es scheint…“, noch ein schneller Blick in die Runde, hörte mir auch niemand zu? „…Unregelmäßigkeiten auf Deck 17 zu geben. Wenn sie erlauben würde ich mir das gerne genauer ansehen.“ Es entstand eine Pause. Vielleicht wägte er gerade ab ob es nicht doch zu leichtsinnig war einen Crewman mit dieser Aufgabe zu betrauen. Sollte ich die Art der Unregelmäßigkeiten vielleicht spezifizieren? Aber was wenn doch jemand… „Ich bin gleich bei ihnen.“ Und schon war die Verbindung beendet.
Kurz darauf kam mein Chef schon auf mich zugeschritten. Ich hatte mich erstaunlich schnell an seinen Anblick gewöhnt. Aber was blieb mir schon übrig… Ohne sich in irgendwelchen Floskeln zu ergehen beugte er sich über die Konsole, betrachtete die Anzeige. „Offensichtlich…“, hörte ich ihn murmeln, oder blubbern… mubbern…
„Gut, sie schließen sich…“ Eine neue Benachrichtigung unterbrach ihn. Noch eine Unregelmäßigkeit. Kurz betrachtete er noch die Anzeige. „Sie schauen sich die Abweichung auf Deck 17 an. Die andere werde ich an Lt. Jones weiterleiten.“ Ich nickte knapp. Endlich weg von dieser Konsole. Ich wollte mich schon auf den Weg machen als er mich noch einmal zurückhielt.
„Sie gehen nicht alleine. Ich werde eine der Sicherheitskräfte zur Unterstützung anfordern.“ Ich zog eine Augenbraue hoch. Mit welcher Begründung wollte er die denn anfordern? ‚Ich befürchte mein Crewman könnte von einem Saboteur angegriffen werden.‘ Wohl kaum. Doch da hatte er die Verbindung schon aufgebaut. Ich rief noch einmal die Daten auf, versuchte sie mir einzuprägen. Auffälligkeiten in der Energiesignatur. Manipulationen? Fremde Technik? Ich hörte Penvera irgendwas von Unterstützung wegen zu weniger Leute sagen. Clever. Zumindest musste er so nicht erklären warum er Sicherheitskräfte für einen technischen Einsatz brauchte.
„Sie treffen sich vor Ort.“ – „Aye Sir.“ Sicher fiel es ihm nicht leicht mich allein gehen zu lassen. Ich war noch nicht lange hier auf dem Schiff, stand noch ganz am Anfang meiner ‚Kariere‘. Und das ich erst auf Deep Space 5 auf’s Schiff gekommen bin, ist keine Garantie dafür dass ich kein Spion bin. Aber offensichtlich hatte er in der Frage nach dem Vertrauen zu meinen Gunsten entschieden.
Schnell schnappte ich mir ein Techkit und machte mich auf den Weg zum Treffpunkt.

*** Deck 17 ***

„Crewman?“ Der Sicherheitler musterte mich skeptisch. Schockiert? Ja, du bist hier um mir zu helfen. Also eigentlich nur um auf mich aufzupassen. Obwohl ich nicht damit rechnete das es gefährlich werden könnte. Die Wahrscheinlichkeit das wir dem Saboteur begegneten war doch eher gering. „Crewman Alexis Grant, danke dass sie mir helfen.“ Freundlich lächelte ich ihn an. „Schon gut.“ Genau, ist ja nicht so als ob groß was von dir erwartet wird, ist doch fast wie Pause machen.
Wir traten in den Frachtraum, ich stellte das Techkit ab. Hier irgendwo hatte die abweichende Energiesignatur ihren Ursprung. Ich rief mir die Anzeige der Konsole wieder ins Gedächtnis, gab die Spezifikationen in den Tricorder ein. Jetzt musste ich nur noch den Raum nach der Signatur absuchen.
„Worum geht es eigentlich?“, riss mich die Stimme des Sicherheitslers aus der Arbeit. „In diesem Bereich gab es ein Spannungsfeld im Leitungssystem. Das muss untersucht und eventuell repariert werden.“ Ich log ihn ohne zu zögern an. Lügen konnte ich schon immer gut. Hatte man mir ja auch von klein an antrainiert. Er schnaubte leise. „Und das hätten sie nicht alleine hinbekommen?“ Doch vermutlich schon. „Es könnte sein das ich bei der Reparatur Hilfe brauche. Und der Großteil unserer Leute muss gerade eine Zwangsruhepause einhalten.“ Ich sah ihn an und er nickte nur. „Machen sie es sich ruhig bequem, es könnte einen Moment dauern bis ich die Stelle gefunden habe.“
Langsam schritt ich durch den Frachtraum, näherte mich der Quelle. Schließlich fand ich mich vor einem Wandterminal wieder. Warum nur wunderte mich das nicht? Schnell entfernte ich die Verkleidung, prüfte den Bereich dahinter mit meinen Blicken. War hier irgendwas das da nicht hingehörte? Ich bemerkte eine Bewegung aus dem Augenwinkel, fasste die Verkleidung fester. Bereit sie wem auch immer um die Ohren zu schlagen. „Was gefunden?“ Ich atmete aus, stellte die Wandverkleidung zur Seite. „Noch nicht.“ Aber gleich, wenn du mich nicht ablenkst.
Ich nahm wieder den Tricorder zu Hilfe, begrenzte es auf den unteren linken Bereich. Und dann sah ich es. Ein kalter Schauer fuhr mir über den Nacken.
„Könnten sie mir bitte das Techkit rüberbringen?“ – „Sicher doch.“
Ich fixierte das Teil. So etwas hatte ich noch nicht oft in den Händen gehabt. Nicht mehr seit ich meine illegale Karriere hinter mir hatte. Unruhig blickte ich mich im Raum um. Jetzt wird bloß nicht paranoid, ermahnte ich mich selbst.
Das Techkit wurde neben mir abgestellt. Ich holte eine kleine Zange hervor, entfernte das Teil so vorsichtig es ging. „Was ist das?“ – „Offensichtlich ein defektes, technisches Teil.“ Einen Moment lang musterte ich es, drehte es vorsichtig. Von wegen defekt, es funktionierte einwandfrei. Eine nachträglich eingefügte Schnittstelle mit der Daten abgerufen und eingegeben werden konnte. Einmal angeschlossen gewährte es uneingeschränkten Zugriff auf die Konsole, ohne dass dieser registriert wurde. Unabhängige Stromversorgung. Ein Scan bei normalem Betrieb entdeckte es nicht, da die Signatur von unseren technischen Geräten ‚überdeckt‘ wurde. Ließ sich damals immer gut verkaufen und war unter meinen Kunden sehr begehrt. Und sehr selten, da man nur sehr schwer dran kam. Ich atmete durch. Unterdrückte das Zittern. Jetzt bloß die Ruhe bewahren.
Ich verstaute es im Techkit, brachte die Verkleidung wieder an. „Wollen sie das gar nicht reparieren?“ Da gab es nichts zu reparieren, mit der Entfernung war schon alles getan. „Ich habe nicht das richtige Ersatzteil dabei. Ich werde nachher noch mal wiederkommen. Sie können jetzt auch zurück, da ich jetzt weiß das ich ihre Hilfe bei der Reparatur nicht brauchen werde.“ Wieder ein freundliches Lächeln. So und jetzt geh und vergiss das hier ganz schnell wieder.
Vor dem Frachtraum trennten sich unsere Wege. Ich steuerte den nächsten Turbolift an. Jetzt musste ich ganz dringend mit Penvera reden. Romulanische Technik fand man schließlich nicht jeden Tag in einem Schiff der Sternenflotte. Immer wieder schaute ich mich um. Verfluchte mich gedanklich. Werd nicht paranoid. Und selbst wenn hier einer wäre, würdest du ihn nicht sehen. Sicher tarnten sie sich irgendwie, sonst hätten sie sich nicht so lange verstecken können. Mein Nacken prickelte. Unwirsch strich ich darüber.
Alexis
 
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