BRI - Log08 - CrAp Alexis Grant - TEC - 12100.1353

CO: Thorn P'Thall - XO: Ghjea Lii

Moderatoren: John Connor, Operationsstab

BRI - Log08 - CrAp Alexis Grant - TEC - 12100.1353

Beitragvon Alexis » Do 23. Dez 2010, 12:35

Wörter: 990
Beteiligte: Thalin, zwei Sec’s
Erwähnte: Penvera, P‘Thall



*** USS Britannia - Deck 16 - Konferenzraum ***

„Sie nehmen Crewman Grant mit einem Sicherheitskommando in Scheingewahrsam und führen sie zu den Arrestzellen. Sollten die Vorgänge auf dem Schiff beobachtet werden, können wir den Feind, ehe er lokalisiert ist, gar nicht intensiv genug in Sicherheit wiegen. Glückwunsch, Crewman, anscheinend sind sie die brilliante, externe Drahtzieherin und in den engsten Kreis eingeschleuste Infiltratorin, die uns bisher trefflich an der Nase herumgeführt hat. Zumindest glauben wir das scheinbar in unserer einsetzenden Verzweiflung.“ Sicherheitsgewahrsam? Schlechter Scherz. Doch da bestellte Thalin schon das Sicherheitskommando für meine ‚Festnahme‘. Das konnte doch nicht wahr sein. So wird einem die ganze Arbeit gedankt? Indem man eingesperrt wird? Doch ich schluckte die Wut und die Frustration herunter, nickte nur knapp. Der Captain hatte Recht.

Der Saboteur musste in Sicherheit gewiegt werden. Und auf mich konnte man bei dieser ganzen Scharade am besten verzichten. Alle anderen waren zu wichtig um sie wegzusperren. Außerdem würde keiner groß fragen. Niemand hier kannte mich gut. Ich war erst kurz an Bord. Der ideale Sündenbock.
Und trotzdem war es frustrierend. Ich würde meine Mannschaft nie hintergehen. Egal wie lange ich dazu gehörte. Und schon der Gedanke daran nur so zu tun als ob drehte mir den Magen um. Und gerade deswegen… Ich würde ihnen einen Saboteur liefen.
Der Captain gab noch ein paar Anweisungen bevor er in Begleitung von Lieutenant Afeoth den Raum verließ. Ich atmete noch einmal tief durch. Mein Auftritt…
Ich stand auf und Thalin zückte seinen Phaser. Ich nickte noch einmal, dann platzten schon die Sicherheitskräfte hinein. Thalin deutete mit dem Phaser auf mich. „Nehmen sie Crewman Grant fest, sie ist ein Saboteur.“ Verwirrung war in den Gesichtern zu lesen. Ob aufgrund der Tatsache das es einen Saboteur gab oder das ausgerechnet ein Crewman es sein sollte, ließ sich nicht sagen.
Ich setzte ein gehässiges Grinsen auf. „Ihr seid ja solche Stümper. So ein unfähiges Sicherheitspersonal hab ich ja noch nie gesehen. Nicht mal einen Saboteur auf dem eigenen Schiff finden.“ Die Rolle fiel mir nicht einmal wirklich schwer. Meine Abneigung gegen Sicherheitspersonal bestand seit damals, war nie ganz verschwunden. Und je mehr ich sie jetzt gegen mich aufbrachte umso leichter fiel es ihnen zu glauben dass ich der Bösewicht bin. Und das war schließlich das Ziel. Ich wurde an den Armen gepackt und in Richtung Tür geschoben. Ich warf noch einen Blick auf Penvera. Er nickte, kaum sichtbar.
„Es reicht jetzt, führt sie ab.“ Auf dem Weg durch die Gänge wand ich mich in dem Griff. Zum einen weil der Griff des Mannes links von mir fester war als nötig zum anderen um den Schein zu wahren. Welcher Saboteur ließ sich schon freiwillig abtransportieren. Ob schuldig oder nicht. „Ihr könnt mir überhaupt nichts nachweisen. Da könnt ihr mich genauso gut gleich wieder laufen lassen. Ich bin viel zu clever für euch. Das beweist doch schon die Tatsache das ich bei dieser Unterredung anwesend war.“ – „Ruhe jetzt. Sie bekommen später die Chance sich zu rechtfertigen.“ Thalins Stimme war hart. „Pah, Rechtfertigung. Das wäre ja ein Schuldeingeständnis. Keine Chance. Ich werde kein Wort zu der Sache sagen.“ War ja nicht so als ob ich schon die ganze Zeit darüber redete… Der Griff um meinen Arm wurde noch fester, schmerzte. Ich grinste vor mich hin.
Die wenigen Crewmitglieder die uns begegneten blickten allesamt geschockt. Es war kein Problem sie wissen zu lassen das man mich für einen Spion hielt. Und es reichte schon wenn ein paar Leute es wussten. Gerüchte verbreiteten sich immer schnell. Gerade solche. Und so würden es sicher bald alles wissen. Ziel erreicht…


*** Deck 8 - Arrestbereich ***


Erleichtert atmete ich aus als man mich endlich in meine Arrestzelle verfrachtete. Ich warf den Sicherheitskräften noch einen giftigen Blick zu, ehe sie den Raum verließen.
Und dann war ich allein. Leicht rieb ich mir über den Arm. Grober Idiot. Noch nie was davon gehört das man Frauen zuvorkommend behandelt? Aber ich hatte es ja so gewollt. Ganz leicht fuhren meine Finger am Kraftfeld entlang. Eingesperrt…
Unweigerlich beschleunigte sich mein Puls. Verrückt, einfach nur verrückt. Immer hatte ich das hier vermeiden können. Den Großteil meines Lebens hatte ich jenseits des Gesetzes verbracht, Sicherheitskräfte an der Nase herum geführt. Und immer hatte ich eine Festnahme vermeiden können. Durch Können, manchmal durch Glück oder einfach nur durch Bestechung.
Und jetzt saß ich hier drin. Obwohl ich nichts getan hatte. Nichts außer meinen Job. Nur weil der Captain beschlossen hatte das ich entbehrlich war. Weil ich das ideale Opfer war.
Mein Verstand konnte diese Entscheidung nachvollziehen. Und doch wurde ich langsam wütend. Dekadentes Pack.
Ich atmete durch, versuchte mich zu beruhigen. Redete mir ein das es nicht lange dauern würde. Die internen Sensoren funktionierten wieder, ein Sicherheitsteam wurde zusammengestellt. Jetzt mussten sie nur noch den richtigen Saboteur schnappen. Ja und bis dahin ließen sie mich hier versauern.
Mit einem Kopfschütteln ließ ich mich auf die Pritsche sinken. Der Captain hatte eine Entscheidung treffen müssen. Der ganze Druck lastete schließlich auf seinen Schultern. Sein Schiff, sein Kommando, sein Problem… Eins das er sicher so schnell wie möglich lösen wollte. Da mussten Opfer gebracht werden. Und lieber das Opfer sein also solche Entscheidungen treffen zu müssen.
Und es gab schlimmeres. Immerhin war ich schon ewig auf den Beinen. Und jetzt wo ich hier untätig rumsaß spürte ich langsam die Müdigkeit. Da konnte ich genauso gut…
Ich streifte die Uniformjacke ab. In der Arrestzelle legte sicher keiner Wert auf Uniformpflicht. Mit einem missbilligenden betrachtete ich den sich bildenden blauen Fleck auf meinem Oberarm. Grobian…
Ich warf noch einmal einen Blick in die Runde. Völlig allein. Was auch sonst. Waren ja alle anderweitig beschäftigt. Immerhin war der Saboteur ja jetzt geschnappt und alle konnten wieder ihrem geregelten Tagesablauf folgen. Lassen wir den Crewman erstmal eine Weile in seiner Zelle schmoren.
Ich ließ mich vollends auf die Pritsche sinken, betrachtete die Decke. Beruhige dich und schlaf ein bisschen. Wer wusste schon wozu ich meine Kräfte später noch brauchen würde. Mit einer Mischung aus Wut, Unbehagen und Pflichtgefühl im Bauch, schlief ich ein.
Alexis
 
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