BRI - ULog01 - Cr Alexis Grant - TEC - 12115.1516

CO: Thorn P'Thall - XO: Ghjea Lii

Moderatoren: John Connor, Operationsstab

BRI - ULog01 - Cr Alexis Grant - TEC - 12115.1516

Beitragvon Alexis » Fr 7. Jan 2011, 14:11

Wörter: 1887
Beteiligte NPC’s: Torin, Mel, Barkeeper
Erwähnte: Penvera


*** Deep Space 5 – Quartier des CTO ***


Die Tür vor mir öffnete sich. Gerade noch ein freundliches Lächeln auf den Lippen verschwand dieses jetzt von ihrem Gesicht. Leyla, ich hatte eigentlich gehofft das vermeiden zu können. Und doch kam es mir irgendwie recht. Einen Moment lang genoss ich den geschockten Ausdruck in ihren Augen. Oh ja ich bin zurück, so schnell. Und du hast gedacht du wärst mich los. Erstmal, für eine sehr lange Zeit. Vielleicht für immer? Ich rang mich zu einem Lächeln durch. „Ich möchte gerne zu Torin.“ – „Er ist nicht da.“ Sie funkelte mich kalt an. Ihr Blick sagte das ich verschwinden soll. Und im nächsten Augenblick tauchte er hinter ihr auf. „Wer ist denn… Alex.“ Er drängte sich an ihr vorbei, schloss mich stürmisch in seine Arme. Zögerlich erwiderte ich die Umarmung. Genoss die vertraute und so liebgewonnene Nähe. Mir wurde erst jetzt bewusst wie sehr…
Wie sehr ich es vermisst hatte und das jetzt brauchte. Meine Augen brannten verräterisch. Die ganze Anspannung der letzten Zeit fiel plötzlich von mir ab. Ja ich konnte eiskalt sein, war es gezwungenermaßen gewesen. So war es am einfachsten. Aber jetzt… Ich drückte mich fester an ihn. Brauchte diesen Halt. Die Bestätigung das alles in Ordnung war. Auch wenn diese heile Welt nur eine Illusion ist. Seine Hand fuhr warm durch meine Haare. „Ich freu mich dich zu sehen.“, murmelte er leise. Ich nickte nur knapp. Wie konnte ich ihm nur begreiflich machen wie unheimlich wichtig er für mich war. „Möchtest du nicht reinkommen?“ Ich zögerte. Eigentlich wollte ich nicht. Zumindest nicht so lange Leyla noch da war. „Nein.“ Ich schüttelte den Kopf, drückte mich schließlich von ihm. Und die Kälte kehrte zurück. Sanft fuhr sein Daumen über meine Wange. „Bist du sicher? Du hast bestimmt viel zu erzählen.“ Und ob ich das hatte. Und doch waren das zum Großteil Sachen die ich ihm nicht erzählen konnte oder wollte. „Später.“ Ich nahm den Kommunikator ab, heftete ihn an seine Brust. „Ich hab noch ein bisschen was zu erledigen.“ Sein Blick wurde forschend, kritisch… „Du willst doch jetzt nicht…“ Ich lächelte ihn beschwichtigend an. „Aber nein. Ich möchte nur meine Freizeit genießen. Nicht das meinem Chef doch noch einfällt das er mich braucht.“ Sein Blick sagte, dass er mir nicht glaubt. Und doch nickte er. „Hol ihn dir nachher wieder ab. Ich muss erst morgen früh wieder zum Dienst.“ Ich nickte noch einmal, verschwand dann.


*** Promenadendeck ***

Er war naiv, so wie immer. Oder doch einfach nur viel zu nett zu mir? Was auch immer. Ich suchte eine kleine Bar auf. Hier würde meine Suche beginnen. Irgendjemand musste doch etwas gehört haben. Diese Raumstation lag zwar weit ab vom Schuss, wie man so schön sagte, aber Informationen kamen auch hier an.
Ich wollte ins Hinterzimmer durchgehen, doch der Typ an der Bar vertrat mir den Weg. Ich musterte ihn kurz. „Du bist neu hier, hm?“ – „Und du bist hier fehl am Platz, Mädchen.“ Ich atmete tief durch. Die Wut die seit Tagen, seit dieser Sabotagegeschichte, in mir schlummerte brodelte auf. „Geh mir lieber ganz schnell aus dem Weg.“ Mein Blick verfinsterte sich. „Wird ja nicht frech Kleine.“ Er hob die Hand. Keine Hemmungen kleine Mädchen zu schlagen? Ich spannte mich an. Versuch es nur.
Doch da legten sich ein paar Finger um sein Handgelenk. „Ich übernehme das.“ Der Neuankömmling ließ den Bartypen los und der trollte sich eilig. „Bin ich froh das dieser mordlüsterne Blick nicht mir gilt.“ Ich schnaubte leise. „Du solltest dein Personal sorgfältiger aussuchen Mel.“ – „Du könntest dich häufiger hier blicken lassen, dann würde er dich erkennen Alex. Ach ich vergaß, du bist ja jetzt einer von diesen wichtigen Sternenflottlern die…“ Ein boshafter Blick ließ ihn verstummen. „Ah, jetzt gilt er doch mir. Das ist schön. Also was willst du?“ Er öffnete die Tür hinter sich, folgte mir dann ins Hinterzimmer. „Informationen.“ Der Bajoraner ließ sich in den Sessel hinter dem Schreibtisch gleiten, bedeutete mir Platz zu nehmen. Ich zog die Ecke seines Schreibtischs dem Sessel vor. „Informationen worüber?“ – „Tal’Shiar.“ Er lachte auf. Ein tiefer, harmonischer Ton der den Raum erfüllte. „Alex, Schätzchen, also wirklich. Was soll ich dir da erzählen?“ Ich schluckte meinen Ärger herunter. „Ich will nur wissen ob du in letzter Zeit was gehört hast. Ob sie irgendwas planen.“ – „Hier? In dieser trostlosen, gottverlassenen Gegend? Das glaube ich kaum.“ Es reicht. Mit einem Knurren landete mein Fuß auf seiner Brust, drückte ihn tiefer in den Sessel.
„Ich will nicht wissen was du glaubst sondern ob du was gehört hast?“ Meine Stimme war lauter als beabsichtigt. Kurz flackerte Schmerz in seinen Augen auf, dann grinste er mich wieder an. „Ich liebe es wenn du mich bedrohst.“ – „Du bist schrecklich. Und ich habe heut nicht die Geduld für deine Spielchen.“ – „Du könntest es ja aus mir rausprügeln.“ Einen Moment überlegte ich das wirklich zu tun, schüttelte dann den Kopf und stand auf. „Keine Lust.“ – „Du wirst weich Alex.“ Vielleicht. Vielleicht werde ich auch einfach erwachsen, vernünftiger. Ich war schon an der Tür als er mich noch einmal aufhielt. „Es könnte sein das ich was gehört habe. Nichts Konkretes.“ Ich drehte mich wieder um. Ungeduld und Wut ließen meinen Körper kribbeln. „Hast du denn was zum Tausch anzubieten?“ Ich musterte ihn, das Grinsen in seinem Gesicht. Dieser Kerl trieb mich heute echt in den Wahnsinn mit seiner Überheblichkeit. „Wie wäre es mit deinem Leben?“ Wieder lachte er. „Ich hör mich nochmal ein bisschen um. Komm nachher wieder vorbei.“ Ich nickte knapp, verließ den Raum. Der Bartyp warf mir noch einen skeptischen Blick zu. Es war offensichtlich das er wissen wollte wer ich bin. Ich seufzte leise. Inzwischen niemand mehr. Inzwischen war ich nur noch Techniker der Sternenflotte. Ein Techniker der seine Mannschaft hinterging?
Es war nicht richtig mich hier rumzutreiben. Zwischen all diesen zweifelhaften Gestalten. Aber letztendlich war ich doch auch einer von ihnen. So sehr ich versuchte mir da etwas vorzumachen. Mich bei meiner Arbeit bemühte. Versuchte Penveras Anforderungen gerecht zu werden. Loswerden würde ich diese Seite von mir wohl nie. Dreck von der Straße… Das würde ich immer bleiben. Und er würde immer an mir kleben…
Ich schüttelte den Gedanken ab. Versuchte auszublenden das ich Crewman war. Würde ich hier in Uniform auftauchen, würde ich keinen Informationen bekommen. Nein, die bekam ich nur wenn ich wieder zu der Person wurde die ich den Großteil meines Lebens war. Und so führte mich mein nächster Weg dorthin, von wo aus ich jahrelang meine Geschäfte geleitet hatte. Dort kannten mich wenigstens alle und keiner würde es wagen mir dumm zu kommen.


*** Irgendwo ***

Stunden waren vergangen. Stunden voller nutzloser Nachfragen. Die Informationen die ich erhalten hatte waren mehr als dürftig. Jeder hatte, wenn überhaupt, etwas anderes gehört. Und natürlich war es nicht gerade unauffällig überall Fragen über den Tal’Shiar zu stellen. Es tat gut meine alten Freunde zu sehen. Brachte nur leider keine Ergebnisse.
Auch Mel hatte, als ich ihn später wieder aufsuchte, nicht viel neues zu berichten. Aber wir wollten uns noch mit einem seiner Informanten treffen.
Ich lehnte an der Wand unseres Treffpunkts. „Und, bist du glücklich?“ Er blickte mich forschend an. Mir war klar das seine Frage auf meinen Eintritt in die Sternenflotte abzielte. Aber wenn ich an die letzte Zeit dachte… Nein, glücklich war ich wirklich nicht gewesen. Aber am Anfang. „Ja.“ Er lachte leise. „Wenn du meinst. Dieses Leben passt nicht zu dir. Du warst früher gut in dem was du getan hast, sehr gut sogar. Und jetzt…“ – „Jetzt bin ich eins dieser Sternenflottenweicheier. Ist klar. Vielleicht habe ich ja einfach erkannt das ich nicht mit einem Messer in meinem Rücken enden wollte, nur weil jemand scharf auf meinen Posten ist.“ Mit einem Lächeln auf den Lippen schüttelte er langsam den Kopf. „Das wäre nicht passiert. Dafür hatten alle viel zu viel Angst vor dir. Und deine Leute wären alle gestorben um dich zu beschützen.“ Ich schnaubte nur. Wären sie. Das weiß ich auch so. Noch ein Grund. Ich wollte nicht noch mehr Leben auf dem Gewissen haben.

Ein Geräusch ließ mich aufblicken. Gerade noch rechtzeitig um den Typen zu sehen der sich mit einem Messer in der Hand auf mich stürzte. Mein Körper reagierte einfach.
Ich duckte mich unter seinem Hieb hinweg. In einer fließenden Bewegung zog ich mein Messer aus dem Stiefel, fegte ihn mit dem anderen Bein von den Füßen. Und noch im Fallen schloss sein Gesicht Bekanntschaft mit dem Griff meines Messers. Mit einem schmerzhaften Aufschrei landete er auf dem Boden. „Soll das dein Informant sein?“, schrie ich Mel an. Sein Blick war eiskalt. Ich war einfach nur noch wütend. Das blutende Individuum am Boden jammerte irgendwas von gebrochener Nase. Und ich hatte große Lust dem noch ein paar gebrochene Rippen folgen zu lassen. Ein gezielter Fußtritt würde reichen. „Nein, ist er nicht.“, riss mich Mels’s Stimme aus den Gedanken. „Offensichtlich war das eine Falle.“ Ich musterte ihn, den Ausdruck in seinen Augen. Hatte er das eingefädelt? Aber warum sollte er. Ich war ihm nicht mehr im Weg. Wahrscheinlicher war das jemandem meine Nachfragerei aufgestoßen war. „Na los, verschwinde. Ich kümmer mich um ihn.“ Ich griff das Messer fester. Die Wut und die Frustration der letzten Tage brannte regelrecht in meinem Körper. Der Drang es an dem Typen am Boden auszulassen war stark. „Oder willst du deine Kariere aufs Spiel setzen, Crewman?“
Und dieses eine Wort war es schließlich was mir meine Handlungen und Gedanken bewusst werden ließ. Was tat ich hier? Was war ich im Begriff zu tun? Informationen beschaffen war eine Sache aber das hier. Wenn das jemand erfährt dann war eine Degradierung noch das geringste Übel. Verdammt… Ich hatte völlig die Beherrschung verloren. Mit zitternden Händen steckte ich das Messer wieder weg. „Na los, geh zurück zu deinem guten und anständigen Leben.“ Und ausnahmsweise war einmal kein Spott in seiner Stimme. Ich nickte knapp. „Danke.“ – „Kein Ding. Wenn ich doch noch was erfahre lass ich es dich wissen.“ Und damit verschwand ich.


*** Büro des CTO ***

Es dauerte fast zwei Minuten bis Torin die Tür öffnete. Er blickte mich verschlafen an. „Ich habe dich geweckt.“ Er machte eine wegwerfende Handbewegung. „Macht nichts. Und jetzt komm rein.“ Ich bewegte mich nicht vom Fleck. „Ist Leyla noch da?“ Er stutzte. „Nein, sie ist kurz nach dir gegangen.“ Erst jetzt trat ich ein. Ich war verwirrt, frustriert, einfach durcheinander. Zweifel manifestierten sich in meinem Kopf. Wer war ich überhaupt?

Ich ließ mich aufs Sofa sinken und kurz darauf drückte Torin mir eine Tasse Tee in die Hand. Er musterte mich skeptisch. „Wo warst du Alex?“ Ich unterdrückte ein Lachen. Soll ich dir das wirklich erzählen? Wohl kaum. Du hast so viel Zeit und Mühe investiert mich da raus zu holen. „Spazieren.“ Die Tasse wärmte meine Hände deren Zittern ich inzwischen besser im Griff hatte. Sein Daumen fuhr über meine Wange. „Scheint ein aufregender Spaziergang gewesen zu sein.“, hielt er mir den Daumen so hin das ich das Blut darauf erkennen konnte. Nicht meins, so viel war mir klar. Ernst blickte er mir in die Augen. Es war sicher nicht schwer für ihn sich zusammenzureimen was passiert war. Er seufzte leise, schüttelte den Kopf. „Möchtest du duschen gehen?“ Ich sags ja, viel zu nett. Und das war fast schwerer zu ertragen als wenn er mir Vorwürfe machen würde.
„Ja, bitte. Sobald ich den Tee ausgetrunken habe.“ Mit einem Nicken setzte er sich neben mich und ich ließ meinen Kopf auf seine Schulter sinken.
Alexis
 
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Registriert: Do 4. Nov 2010, 19:09

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