RES-LtCmdr - Valeris Advena-CTO-RPG Log12-12075.1096

CO: Wedge Antilles - XO: Jason Anthony Hawk

Moderatoren: John Connor, Operationsstab

RES-LtCmdr - Valeris Advena-CTO-RPG Log12-12075.1096

Beitragvon valeris » So 28. Nov 2010, 09:59

Thema: ein normaler Tag
Personen: Hawk, Hernandez

Wörter: 878

‚Wir sind eine Familie.‘, schallte es immer noch in meinem Gehirn. Ich lag in seinem Arm, meinen Kopf auf seiner Brust und ich hörte dem beständigen Schlag seines Herzens. Ich war mir nicht sicher, ob er schlief, oder lediglich die Augen geschlossen hatte. Im Prinzip war es mir auch egal, solange er mich nur festhielt. Ich kuschelte mich näher an ihn ran, legte mein Bein auf seinen Unterleib und rollte auf ihn. Er öffnete die Augen und grinste.
„Was soll das werden, wenn es fertig ist?“, fragte er und strich eine Haarsträhne hinter mein Ohr. Die Art wie er sprach verriet mir, dass er nicht geschlafen hatte.
„Keine Ahnung“, antwortete ich. „Vielleicht sollten wir einfach mal abwarten, was passiert?“ Ich küsste ihn. Erst auf die Lippen, dann auf die Wange, presste mich an ihn und begann damit, an seinem Ohr zu knappern. Er ließ seine rechte Hand meinen Rücken auf und ab wandern, während die linke Hand an meinem Hinterkopf lag. Seine Nähe fühlte sich gut an. Er fasste mich fest, drückte mich an sich und rollte sich herum, dass ich auf dem Rücken landete – er auf mir. Sein Blick sprühte vor Leidenschaft und nachdem er mich eine gefühlte Ewigkeit so angesehen hatte, wechselte er von ‚ich fress dich mit den Augen‘ zu ‚ich fress dich‘.




==Ein Schäferstündchen danach ==A==



Ich saß an meinem Schreibtisch, massierte meine Stirn und traute meinen Augen nicht. Einer der Sicherheitler hatte mir gerade ein Padd gebracht, aus dem man mich über die ‚Verhaftung‘ einer meiner Techniker informierte. Ohne, dass ich hätte weiterlesen müsssen, konnte ich bereits sagen, um wen es sich handelte.
„Danke. Sie können gehen.“ Ich nickte dem Boten der schlechten Nachricht zu und er drehte sich um und verließ mein Büro.
Ich blieb sitzen, verschwendete tatsächlich einen Gedanken daran, Hernandez dort zu belassen, wo er war. So würde er zumindest für die nächsten 24 Stunden keinen Ärger machen. Gegen alle Vernunft stand ich auf und begab mich ins Büro der Sicherheit.



==A== Ein ‚sicheres‘ Gespräch später ==A==

Ich betrat den Komplex mit den Arrestzellen, blieb im Eingang stehen und betrachtete ein Bild, welches mir (mal wieder) nicht gefiel. Offenbar waren Madam Salvation und Mister Miguel wie Materie und Antimaterie – immer, wenn sie zusammen waren, knallte es gewaltig. Ich blieb in der Tür stehen, lehnte mich an den Rahmen und sah die beiden an. Salvation war die erste, die mich bemerkte (und für mein Empfinden dauerte es schon ein wenig zu lange, bis sie realisierte, dass jemand hier war – komische Sicherheit). Sie nahm Haltung an und ich bedeutete ihr, sich zu entspannen, reichte ihr das Padd ihres Chefs. Ich nahm Abstand davon, ihr den Inhalt noch einmal verbal mitzuteilen, sondern wartete einfach, bis sie die Order von selbst gelesen hatte. Schließlich nickte sie und deaktivierte das Schutzschild. Ich trat näher heran, so dass Hernandez mich nun ebenfalls sehen konnte, nickte ihm ausdruckslos zu und deutete mit der Hand auf den Ausgang vom Sicherheitskomplex. Er stifelte los, blieb an der Tür kurz stehen.
„Wir nehmen den Turbolift“, sagte ich, als Hernandez bereits eine andere Richtung einschlagen wollte. Wortlos ging er weiter. Ich sagte nicht, wollte ihn mit der Stille bestrafen. Es würde wieder eines dieser Gespräche hinter verschlossenen Türen werden und hoffte, er stellte sich darauf bereits ein.
Als wir mein Büro erreicht hatten, gab ich den ‚Hernandez‘-Befehl (Türen schließen und interene Sensoren deaktivieren) und setzte mich hinter meinen Schreibtisch.
„Ich weiss einfach nicht mehr, was ich mit Ihnen machen soll, Lieutenant“, sagte ich und sah ihn an. Diesmal war ich sogar dabei, ihm einen Platz anzubieten. Er zweifelte an meinem Angebot, setzte sich schließlich doch.
„Bei allem Respekt“, begann er vorsichtig und machte eine kurze Pause, erwartete offenbar, dass ich ihn unterbrach. Ich tat nichts dergleichen, sondern wartete einfach ab. „Ich weiss nicht, was mir dieses Mal wieder zur Last gelegt wird.“
„Sabotage“, sagte ich lapidar.
„Aber ich habe...“, begann er aufgeregt. Ich hob die Hand, um ihn zu unterbrechen.
„Ich weiss“, sagte ich und wusste gar nicht, wie ich überhaupt auf diese Idee kam. Es hatte Zeiten gegeben, da hatte ich fast jeden meiner Techniker im Verdacht und gerade bei IHM schien ich mir sicher zu sein. Er war vielleicht ein Pechvogel, aber dass er mit der Sabotage zu tun hatte, hielt ich für mehr als nur unwahrscheinlich.
„Ich habe die Sicherheit darüber informiert, dass hier ganz offensichtlich ein Fehler vorliegen muss.“
Ich versuchte in seinem Gesicht zu lesen, ob er mir jetzt dankbar war. Für was sollte er denn auch dankbar sein? War ich es nicht, die hätte dankbar sein sollen?
„Gute Arbeit mit dem Holodeck“, sagte ich und nahm das erste mal wahr, dass sich seine Gesichtsfarbe in leichtes Rot änderte. „Sie wissen sicherlich, was man Ihnen vorwirft. Ich würde Sie bitten, dass Sie dem nachgehen. Versuchen Sie herauszufinden, wann das Virus in unsere Systeme gelangt ist und durch was.“
„Aye Commander.“ Er sah zufrieden aus. Vielleicht sollte ich ihm gegenüber mit Lob nicht so geizen.
„Und wenn Sie irgendwo hin müssen“, sagte ich noch. „Benutzen Sie den Turbolift. Das geht schneller.“ Ohne auf einen Kommentar zu warten, wies ich den Computer an, die Türen freizugeben und sah Hernandez nach, wie er mein Büro verließ. Kaum, dass er aus meinem Blickfeld verschwunden war, erleuchtete rotes Licht den Maschinenraum.
Dup dor a'az Mubster

It's the job of a journalist to be independent.

Bild
Sandiago Delano Sturm (GC/RES)
Benutzeravatar
valeris
 
Beiträge: 594
Registriert: Mi 31. Jan 2007, 06:51
Wohnort: Starbase 98

Zurück zu Starbase 98 RESOLUTION

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 6 Gäste

cron