BRI – Log 010 – CrRec Elis Karen – MED – 12081.2365

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BRI – Log 010 – CrRec Elis Karen – MED – 12081.2365

Beitragvon Elis Karen » Sa 4. Dez 2010, 22:40

BRI – Log 010 – CrRec Elis Karen – MED – 12081.2365

Erwähnte Personen: Deeuard, Penreva
NPC’s: Greg
Wörter: 1100
NRPG: -/-


„Können sie mir das bitte noch einmal erklären?“
Warum sollte ich das tun. Konnte der blöde Bolianer sich nicht einfach hinsetzen und sich von mir behandeln lassen. Ich wusste es och besser als er. Ich war hier der Arzt.
„Also gut“, seufzte ich. „Hören sie, wir konnten herausfinden, dass die Trägheitsdämpfer des Schiffes asynchron arbeiten und sich deshalb in Regionen der Überschneidung deser Systeme Gravitationsströme gegeneinander verschieben. Die Raumzeit arbeitet dort im Bereich Millicochrane unterschiedlich. Soweit alles klar?“
Ich wollte zum dritten mal die Injektion ansetzen als sich der Techniker wieder ruckartig bewegte.
„Ja, das schon, aber ich verstehe nicht warum ich das einerseits nicht merke und andererseits davon krank werde.“
„Genau das ist ja der Punkt. Es liegt daran, dass ihr Innenohr zwar minimale Veränderungen in der Gravitation wahrnimmt, sämtliche ihrer anderen Sinne aber dagegensprechen. Ihr Tastsinn sagt ihnen weiterhin, dass die Gravitation nach unten wirkt und ihre Augen können auch keinen Unterschied feststellen.“
Das ganze kam recht monton raus. Ich war schon von meiner eigenen Stimme gelangweilt. Ich sollte das alles wirklich auf ein PADD schreiben und es in den Wartebereich legen, damit sich jeder Patient das Teil durchlesen konnte bevor ich es jedes mal erklären musste. Scheiße, konnten die mich nicht einfach meinen Job machen lassen.
„Die gegeneinander arbeitenden Informationen sorgen im Hirn für teilweise extrem unangenehme Reaktionen was zu erhöhtem Ausschütten von Stresshormonen führt, aber auch zu starken Kopfschmerzen, Übelkeit und in besonders schweren Fällen zu starken Depressionen.“
Ich setzte wieder das Hypospray an.
„Und was tun sie jetzt genau dagegen?“
Was ich dagegen tun werde? Ich werde gleich den Patienten umbringen damit sich das mit den Symptomen erledigt hatte.
„Ich will sie nicht mit der Medizin dahinter langweilen.“ Nun ja, eigentlich wollte ich mir den Stress nicht antun, zu versuchen es ihm zu erklären. „Aber im Grunde betäube ich ihr Innenohr, wodurch es die feinen Änderungen in der Gravitation nicht mehr wahrnehmen kann. Nur ist das viel komplizierter. Außerhalb einer Flugsimulation werden sie davon nichts spüren.“
Ich konnte ihm endlich die Injektion verabreichen und dirigierte ihn aus der Krankenstation. Er war der letzte der schweren Fälle gewesen, die schon seit zwei Tagen beurlaubt waren. Wir würden die restliche Crew behandeln wenn wir diesen Testlauf beendet hatten. Ich ging zum Büro meiner Cheffin, klopfte an und trat schlussendlich ein. Ich warf ihr dann meinen Bericht auf den Tisch.
„So, dass war der letzte.“
Commander Deeuard nahm sich das PADD und überflog es augenscheinlich, nur um mich dann leicht flehend anzuschauen.
„Die Frage wirkt jetzt sicher völlig unprofessionell, aber angesichts der Tatsache, dass wir uns während der letzte Wochen die Nächte um die Ohren geschlagen haben will ich nur wissen: Funktioniert’s?“
Ich atmete tief ein und lächelte.
„Ja, es funktioniert. Die ersten drei haben sich bei uns gemeldet und versichert, dass sie Kopfschmerzfrei sind und ein paar wunderbare Stunden geruhsamen Schlafes hinter sich haben.“
„Ausgezeichnet Crewman“, meinte die Chefmedizinerin zufrieden. „Dann können wir im besten Fall ab morgen die ganze Crew damit behandeln, was vielleicht gar nicht mehr nötig ist wenn Penreva die Ursache des Problems löst.“
Sie hielt kurz inne um etwas in ihr Terminal einzutippen, wohl ein Vermerk.
„Ich bin sehr zufrieden mit ihrer Leistung Karen, sie haben in den letzten Tagen gezeigt, dass man ihnen wichtige Aufgaben anvertrauen kann. Ich werde das in ihren Akten vermerken. Machen sie weiter so und einer Beförderung steht nichts im Wege.“
Ich nickte. Es war schön für seine Leistung anerkannt zu werden. Ein Mangel daran hatte mich in der Vergangenheit sehr frustriert.
„Danke Ma’am.“
„Wie sieht es eigentlich mit der chemischen Analyse der Molekülreste an Ensign Ahms Hals aus?“
Scheiße! Ich wusste ich hatte was vergessen.

Und wieder saß ich noch bis tief in die Nacht vor einigen Computerkonsolen. Die Analyse war keinesfalls ergebnislos gewesen. Ganz im Gegenteil, es gab zu viele Ergebnisse. Tausende mögliche Kombinationen ergaben sich und ich hatte in Stundenlanger Kleinarbeit mit den wenigen Informationen die ich hatte ein Suchmuster ausgearbeitet, dass es mir ermöglichte einen Großteil davon auszuschließen.
Im Klartext hatte ich einen Großteil des Moleküls zusammengebastelt, aber es noch nicht vollständig rekonstruiert. Und es war ein Monster von Molekül, so viele aktive Zentren hatte ich selten gesehen. Doch irgendwann wusste ich nicht mehr weiter. Also beschloss ich den einzigen Experten in Biochemie zu aktivieren, den ich um diese Uhrzeit noch hatte.
„Computer aktiviere das Medizisch Holographische Notfallprogramm ohne die Unterstützungsprogramme.“
Ein Summen und dann:
„Nennen sie die Art des medizinischen Notfalls.“
„Probier’s mit verrücktem Universum und übermüdeter Ärztin Greg.“
Ich hatte das MHN wie versprochen im Zuge der letzten Wochen öfter aktiviert. Wir hatten uns einfach nur unterhalten. Ich konnte ihm meine Sorgen beichten und er konnte seine ihm einprogrammierte Individualität entdecken. Ich selbst hatte ihm den Namen Greg verpasst, weil ich überzeugte, dass ein Name nun mal zu einem Individuum gehört. Vom rein Äußerlichen her schien er ja ein Mensch zu sein und ich kannte mal einen Gregory dem unser MHN alle Ehre machte. Daher war er nun, völlig inoffiziell und außerhalb aller Datenbanken, mein Greg.
„Ich brauche deine Hilfe mit diesem Molekül.“
„Kannst du da nicht die Datenbank fragen“, meinte Greg freundlich.
„Ja schon, aber du bist die Datenbank, nur mit einem benutzerfreundlicheren Interface und wesentlich charmanter.“
Ich erklärte ihm, dass ich mir ziemlich sicher war, dass das Molekül dafür sorgte, dass gewisse Glückhormone im Körper ausgeschüttet wurden und das mit dem Kommunikationszentrum des Hirns verband. Es schien außerdem halluzinogene Wirkung zu haben.
„Was ich nicht verstehe ist, dass meine restlichen Varianten darauf hinweisen, dass das Zeug die Wahrnehmung und das Gedächtnis beeinflusst“, erklärte ich Greg.
„Es sieht so aus, als ob die nervliche Verbindung zwischen dem Langzeitgedächtnis und der Wahrnehmung gestört werden würde und nur zwischen dem Sprachzentrum bestünde“, meinte das Hologramm.
„Ja schon, aber was bedeutet das.“
„Anscheinend, dass deine Droge bewirkt, dass Reize der Wahrnehmung wie Sehen und fühlen keine Reaktion im Gedächtnis hervorrufen, dafür aber Sprache.“
Hier wurde ich hellhörig.
„Das kann doch dazu führen, dass das Hirn automatisch mit einem Satz Erinnerungen verbindet die Komplett im Gegensatz zur sonstigen Wahrnehmung stehen.“
Als ich mir das Molekül genauer ansah wurde alles noch etwas schlimmer.
„Zusammen mit der halluzinogenen Wirkung könnte das bedeuten, dass eine Person das glaubt was man ihr sagt. Zusammen mit der Hormonausschüttung wird das Opfer überkommunikativ und anfällig für Suggestion.“
Greg konnte nur nicken und mir wurde übel.
Jemand hatte unserer Sicherheitscheffin ohne einen Alarm auszulösen eine Substanz injiziert die anscheinend in geschickten Händen als Wahrheitsserum benutzt werden konnte und sich zudem auch noch Stunden nach der Injektion auflöste.
Ich hoffte ich würde Deeuard um diese Uhrzeit nicht wecken, aber das war jetzt wichtig.
Elis Karen
 
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Registriert: So 24. Okt 2010, 17:40

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