HYP ULog 1 - Lt. Tiru Raakar - SEC - 12083.1860

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HYP ULog 1 - Lt. Tiru Raakar - SEC - 12083.1860

Beitragvon C`Tan » Mo 6. Dez 2010, 17:38

Personen
Zara Monte

Wörter 697



=^= Krankenstation =^=

Schon wieder war ich auf der verfluchten Krankenstation. Wenn je mein Vater davon etwas hörte, würde er mich nie wieder eines seiner Truppenteile befehligen lassen.

Bevor ich meine Augen öffnete, das mir grell entgegenstrahlte, bemerkte ich als Erstes Schmerzen. Der Kopf tat höllisch weh und der Brustkorb schmerzte schon ohne die Atembewegungen, doch mit dem atmen wurde jeder Atemzug mit einem stechenden Schmerz begleitet.
Das Zweite war das Geruchsumfeld der Krankenstation, der wie üblich steril, doch der vertraute Geruch Zara´s war mir inzwischen schon ebenso vertraut, wie mein Klegat.

Ich zwinkerte einige Male, versuchte mich an das Licht zu gewöhnen, was mir auch nach wenigen Sekunden und leichtem Schwindelgefühl, gelang.
An mir entlang sehend, lag ich auf einem Bio-Bett. Ungefähr auf Bauchhöhte, saß Zara in ihrem Sessel, der Kopf lag auf dem Rand des Bettes und ihren Armen; offensichtlich war sie eingeschlafen.

Als ich meinen Arm aber bewegte, weckte ich sie dadurch.
„Hey…“ murmelte sie verschlafen und sah mich durch zusammengekniffene Augen an.
„Was machst du hier?“ fragte ich beschämt. Nicht nur auf der Krankenstation, ich wurde auch von meiner Gefährtin bemitleidet.
„Auf dich warten.“ antwortete sie.
„Das musst du nicht.“ entgegnete ich ihr.
„Ich weiß. Ich wollte es.“ sprach sie.
Prüfend sah ich sie an. Wenn ich recht verstand, war es ihr also ein Bedürfnis, hier zu warten und nicht, um mir behilflich sein zu wollen. Schließlich nickte ich.

Was auch immer sie verstand, sie lächelte kurz. „Außerdem hast du mir versprochen, die letzte Nacht gemeinsam zu schlafen.“ fügte sie noch hinzu.
War ein Argument.

„Wie lange muss ich hier bleiben?“ frage ich, auch um das Thema zu ändern.
„Du wirst noch heute entlassen. Aber du bist Dienstfrei gestellt.“ erklärte sie.
„Gut.“ Ich lehnte mich zurück und stellte mich darauf ein, dass es trotzdem noch einige Stunden dauern würde.
„Willst du gar nicht wissen, welche Verletzungen du hast?“ fragte sie mich und sah mich prüfend an.
„Nicht so richtig.“
„Schön. Aber Tiru… sagte sie und stand auf, kam einen Schritt näher an das Kopfende des Bettes. „… du wirst Vater. Pass mehr auf dich auf. Wäre Chiggy nicht gewesen, wärst du Tod.“

Ich kniff die Augen zusammen. „Chiggy.“ knurrte ich leise.
„Er rettete dir das Leben. Erinnerst du dich?“ fragte sie.
Und ob ich mich erinnerte. „Ja.“
Sie sah mir zuerst musternd in die Augen bis sie mich mahnend ansah. „Was hat er getan?“
„Ich werde das klären.“ antwortete ich.
„Pass auf, dass du keine seiner Teile verlegst, damit ihn die Techniker wieder zusammenbauen können.“ war ihre Antwort….


=^= Am Abend – Quartier Monte/Raakar =^=

„Hast du nichts….“ Zara stockte im Satz und sah mich begutachtend an. „… bequemeres?“ fragte sie schließlich.
„Bequemeres?“ fragte ich verblüfft und sah an mir herunter. Ich trug die traditionelle Kleidung eines Soldaten der Armee der 10 Stämme. Am Rücken hing schräg zur Schulter ein Cape aus schwerem Stoff. Meine Haare waren nicht wie sonst im Dienst hinten zusammengebunden, sondern hingen offen an meinem Kopf herunter.
„Ja. Es sieht schrecklich unbequem heraus.“ meinte sie und verschwand in den Teil unseres Quartiers, der nur ihr gehörte: Ihren Raum. Die Tür blieb allerdings offen.
„Ich kenne nichts anderes.“ erklärte ich durch die Tür hinweg.
„Na hör mal. Du warst auf der Akademie. Warst du da nie auf Partys?“ fragte Zaras Stimme.
„Nicht sehr oft, aber wenn, dann trug ich so etwas.“
„Du bist mit einer solchen Uniform auf eine Party gegangen?“ In ihrer Stimme war Verblüfftheit zu erkennen.
Ich antwortete nicht, es erübrigte sich.
Dafür sprach sie weiter. „Hat dich da nie jemand… verkehrt angesehen?“
„Nein.“
„Nein?“
„Nein!“
„Gut.“ kam es von ihr und trat durch die Tür. „Gefalle ich dir so?“ fragte sie.
Mir blieb die Spucke weg. „So willst du auf die Sternenbasis?“ fragte ich verblüfft. Sie trug ein Hauch von einem nichts. Durch den Stoff konnte man erahnen, was sich darunter verbarg, allerdings war das ganze sehr weit geschnitten. Ihr Bauch war kaum bemerkbar.
„Was ist daran falsch?“ fragte sie und sah an sich herunter.
Ich brummte leise, seufzte anschließend, atmete tief ein und sagte schließlich. „Gar nichts.“
Ein Lächeln verwandelte ihr Gesicht in einen Sonnenschein. „Gut, dann können wir ja los.“
C`Tan
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