INA/PHX - RPG17 Log03 - Cmdr. T'Rish - XO - 12083.2225

CO: Ner'Ayez Diszra - XO: Kelav T'Rish - DXO: Youkichirou Masaoka

Moderatoren: John Connor, Operationsstab

INA/PHX - RPG17 Log03 - Cmdr. T'Rish - XO - 12083.2225

Beitragvon Kelav T'Rish » Mo 6. Dez 2010, 21:13

Log 3 – Cmdr. Kelav T'Rish – XO
Personen: Thorn, Yu´She, Caitlin Todd, Beijin
NPCs: Salvina, Laetitia

Wörter: 1550

==Inari, Hangar==
Die Situation als 'kritisch' zu bezeichnen war noch eine Untertreibung in meinen Augen. Fühlerzuckend beäugte ich den Mob, welcher sich hier versammelt hatte. Wut, blanker Hass, kaum kontrollierte Rage. All diese Gefühle spiegelten sich in den Augen der anwesenden Hybriden wieder. Yu´She und Thorn befanden sich hinter mir, an die Aussenhülle des Shuttles gelehnt, während sie so wenig wie möglich taten, um nicht noch weiter den Zorn des Mobs zu provozieren.
Ich hielt den Phaser bereit, ebenso wie die zwei Sicherheitsleute von der Phoenix die noch anwesend waren.
Die Rebellen rührten sich nicht, schienen auf einen Moment nachlassender Wachsamkeit zu warten während wir uns der geöffneten Shuttletür zentimeterweise näherten.
In der Gruppe, in den vordersten Reihen, sah ich meine Tochter stehen, mit einem ähnlich grimmigen Gesichtsausdruck, einem sturen, dickköpfigen Ausdruck, der Laetitia ähnlicher sah als ich mir selbst eingestehen wollte.
Das würde ganz schnell ausser Kontrolle geraten wenn ich nicht fix etwas unternahm.
Ich kniff die Augen zusammen und fixierte Salvina mit einem Blick, der hoffentlich das ausdrückte was ich dachte: 'komm bloss nicht auf dumme Ideen, junge Dame, sonst setzt es was.'
Sie liess sich scheinbar davon nicht beeindrucken und trat aus den Reihen des Mobs auf mich zu, Kälte und Wut versprühend. Sie spielte mit einer langen Klinge, die ihr vermutlich nur allzu vertraut war, trat auf mich zu, bis nur noch eine halbe Armlänge zwischen uns war.
„Dir ist hoffentlich bewusst, dass du hier ein Monster beschützt.“ flüsterte sie schliesslich, ein angedeutetes Knurren hörbar, das ihren Missmut nur unterstrich.
„Soviel hab ich mitbekommen.“ entgegnete ich knapp. Ich hatte hier weder die Zeit noch die Lust ausführlich zu diskutieren. Die ältere Ner'Ayez die mich kontaktiert hatte war nur zu deutlich in ihren Anweisungen und Hinweisen gewesen, dass Thorn ein wichtiges Element für unsere Heimkehr in der Hand hielt. Was auch immer das genau war – sie hatte sich da nicht weiter dazu äussern wollen.
Auf die Nachfrage meinerseits hatte die greise Bajoranerin lediglich ein kryptisches 'Ich kann euch nur die Richtung zeigen.. den Pfad müsst ihr schon selbst sehen.' geantwortet.
Und ich war entschlossen diesen Pfad zu finden.
„Muss ich dir wirklich erklären, warum meine Mitstreiter ihm liebend gerne den Hals umdrehen wollen Papa?“
Ein gewisser flehentlicher Ton war in ihrer Stimme aufgetaucht. Irgend etwas in mir wollte diesen Augen und dieser bittenden Stimme nachgeben, ihr den Wunsch gewähren. Ein Teil von mir weigerte sich – irgend etwas – war es Instinkt? - sagte mir, dass dies mehr das Quengeln einer Tochter war denn die Anfrage einer Verbündeten Person.
Ich schüttelte andeutungsweise den Kopf, verschränkte die Arme.
„Lass mich eine Frage stellen, Salvina.“ sagte ich schliesslich leise. Die blaue Katze entspannte ihre Haltung etwas, schien gewillt zu sein mir zuzuhören.
Im Hintergrund rumorte der Mob etwas unruhig als Thorn und Yu´She die Rampe zum inneren der Fähre betraten.
Salvina machte eine rasche Handbewegung, war zweifellos davon überzeugt, dass man die beiden noch fangen könne, sollte das Gespräch aussichtslos bleiben. Tatsächlich hielt der Mob inne. Ich nickte dankbar dafür, dass es vielleicht doch eine ruhige und friedliche Lösung dafür geben würde.
„Habe ich in dieser Zukunft, als du aufwuchst, je mit dir darüber gesprochen, wie sehr das Umfeld eine Person prägen kann?“
„Mehr als einmal.“ gestand sie schliesslich. „Aber wie soll das für so ein Monster gelten? Kalt. Effizient. Ohne erbarmen. Andere Jäger wie Slarn haben noch wenigstens so etwas wie eine Entschuldigung, dass sie ihren Instinkten nachgeben, aber der Konteradmiral?“ Sie spuckte das letzte Wort geradezu aus.
Ich schüttelte den Kopf. „Ich weiss nicht vor was für Entscheidungen er im Laufe seines Lebens gestellt wurde. Ich weiss aber, dass er durch diese Entscheidungen zu diesem Mann wurde, der jetzt in diesem Shuttle steht. Ich weiss auch, dass die Entscheidungen die du – und ich, und Laetitia – getroffen hast, dich zu der Frau machten die jetzt in diesem Augenblick vor mir steht. Er tat das, was notwendig war um in einem zunehmen feindlichem Universum zu überleben. Ganz wie du und deine Kollegen.“
Ich atmete tief durch. Was jetzt folgte war ein Glücksspiel. Ich wusste nicht, wie sich mein Selbst in dieser Zukunft entwickelt hatte, wie die Beziehung zwischen Vater und Tochter gewesen war. Ein Bauchgefühl sagte mir, dass sie wesentlich besser auf mich zu sprechen war als auf ihre Mutter.
„Vertraust du mir, Salvina?“
Wieder nickte sie, schien in einigen Erinnerungen zu schwelgen bevor sie abrupt in die Gegenwart zurückkehrte, und ihre Miene sich lockerte. „Ja. Immer schon.“ Sie zögerte kurz, sah weg. „Du warst immer da. Immer, wenn ich irgendwo gestolpert bin und mir das Knie aufschlug. Immer, wenn es galt, Übel von mir abzuwenden.“ Sie sah mich wieder an. „Und auch wenn du jünger bist als der Mann, den ich kennenlernte, sehe ich alles was ihn so toll machte.“
Erneut wanderte ihr Blick zur Seite, zum Shuttle und Thorn. Sie schluckte merklich, rang wohl mit einer Entscheidung.
„Dann versuch mir hier bitte zu vertrauen, Salvina.“ fuhr ich fort. „Ich kann dir nicht viel verraten, aber ich denke, dass der Konteradmiral wichtig sein wird in den Dingen die noch sein werden. Wichtig als Element unserer Rückkehr.“ Ich sah mich im Hangar um, wurde mir wieder des Mobs bewusst der momentan nur von zwei Phasern und Salvinas Handgeste im Schach gehalten wurde. „Und bei aller Hilfe die wir euch geben können, letzten Endes müssen wir in unsere Zeit zurückkehren. 2395. Das Jahr aus dem wir verschwanden. Wenn wir das schaffen, können wir darauf hinarbeiten, dass diese Zukunft nicht entsteht.“
Einem Eingebung folgend hob ich meine Hand zu ihrer Wange und tat so, als ob ich eine Träne wegstrich.
„Ich habe hier das Privileg auf mein Kind zu sehen, wie es in fünfzig Jahren ist. Und ich bin beeindruckt, stolz und froh, dass du dich hier zu so einer starken und resoluten Frau entwickelt hast. Was wäre dann erst aus dir geworden unter den besten aller Umstände?“
Ich zog meine Hand zurück, lächelte. „Wenn wir Erfolg haben wird diese Zeitlinie nie existiert haben, Salvina. Es wird keinen Konteradmiral geben. Keinen Slarn.“
„Und keine Salvina.“ erwiderte sie etwas bitter.
Ich lächelte erneut. „Ich denke doch.“ sagte ich schliesslich. „Überlass das nur mir.“
Ich wurde wieder ernst. „Also, vertraust du mir? Oder wird hier jetzt Lynchjustiz walten?“
Gespannt beobachtete ich die blaue Katze vor mir, die scheinbar noch immer mit der Entscheidung rang. Schliesslich befestigte sie den Dolch an ihrem Gürtel, sah mich nicht an.
„Geh. Geh, bevor ich es mir anders überlege!“ fauchte sie schliesslich.
Es war offensichtlich, dass sie es nur getan hatte, weil ich es war, der hier vor ihr stand.
Ich nickte dankbar und begab mich auch in das innere des Shuttles, woraufhin sich die Rampe schnell schloss.
„Auf zur Phoenix.“ sagte ich schlicht.
Mein Herz raste, als die kleine Fähre den Hangar der Inari verliess und Kurs auf die jüngere Version des Schiffes nahm.

==Phoenix==
Zu sagen, dass ich heilfroh war wieder auf heimischen Terrain zu sein, war wahrlich eine Untertreibung. „Krankenstation.“ bedeutete ich den Sicherheitlern und unseren zwei halbfreiwilligen Gästen.
Die relativ kurze Strecke vom Hangar zur Krankenstation legten wir in wenigen Minuten – und anders als auf der Inari ohne Feuergefechte – zurück.
Kaum betraten wir die Krankenstation wurden wir von einem Trill-Chief begrüsst. Beijin, rief ich mir in Erinnerung.
Ich schielte zu Thorn. „Untersuchen sie unsere.. Gäste auf Gebrechen und sonstige unangenehme Überraschungen.“ kommentierte ich. Ich hielt kurz inne. „Lassen sie das miss Todd durchführen.“ ergänzte ich schliesslich.
„Und danach ab in den Arrestbereich mit den Beiden bis auf weiteres.“
[Bällchen an Miles und Cait zurollt]

==später im Arrestbereich==
Ich betrachtete den auf der Bank sitzenden alten Andorianer. Abgesehen von den Implantaten und seinem fortgeschrittenem Alter war er bei vergleichsweise guter Gesundheit. Yu´She war andererseits aufgrund diverser Probleme auf der Krankenstation behalten worden. Wir sahen uns einander an, als ob hier ein Duell der Willenskraft stattfand, wer zuerst nachgab, wer als erster sprach. Lediglich das Summen des Kraftfeldes und das leise Flüstern der Luftumwälzung waren in dieser anhaltenden Stille zu hören.
Ich kniff die Augen zusammen, hatte die Hände in die Hüften gestemmt, entschloss mich das nun seit zehn Minuten andauernde Schweigen zu brechen.. „Was weisst du, alter Mann?“ wiederholte ich rhetorisch die Frage die ich mir zuvor auf der Inari selbst gestellt hatte. „Was weisst du, dass so kritisch ist für unsere Heimkehr und dem Ende allen Schreckens, wo du doch die Ursache für vieles warst.“
Der ältere Andorianer kniff sein gesundes Auge zusammen und schien eine Antwort zu bedenken.
„Weiss ich wirklich etwas kritisches?“ stellte er eine ebenso rhetorische Gegenfrage. Oh, Spielchen. Wunderbar.
„Dann erzähl etwas, alter Mann.“ kommentierte ich lakonisch. „Vielleicht ist ja etwas nützliches dabei.“
Er zog einen Mundwinkel andeutungsweise hoch, schien das amüsant zu finden. Ich zog eine Augenbraue hoch, war das doch die erste Gefühlsregung mir gegenüber, die ich bewusst zur Kenntnis nehmen konnte. Bisher war sein Gesicht sonst eine steinerne Maske verblieben.
„Das hängt davon ab, was Sie hören wollen, Commander.“ erwiderte er knapp. „Und was ihre Ziele sind.“
[Thorn und Yu Bällchen zuwirft]
Commander Kelav T'Rish
U.S.S. Phoenix XO & Dozent für Star Trek - Grundlagen (STG)

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Kelav T'Rish
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