RES - Cpt Katché - RPG 40 Log 13 – 12088.1766

CO: Wedge Antilles - XO: Jason Anthony Hawk

Moderatoren: John Connor, Operationsstab

RES - Cpt Katché - RPG 40 Log 13 – 12088.1766

Beitragvon Wedge Antilles » Sa 11. Dez 2010, 16:41

Personen: Melok, Val, Richi, Marc, Sky, Xav, Jason (indirekt)
Wörter: 1336


=^= Arrestbereich =^=


„Spuren von Meloranzin“, interpretierte Doktor Cross das Diagramm, das der medizinische Tricorder anzeigte und auf den ich neben dem Arzt stehend sah. Cross fuhr im Flüsterton fort: „Das ist ein sofort wirkendes Betäubungsmittel. Normalerweise wirkt es für drei bis acht Stunden, aber es scheint verändert worden zu sein.“
Ich nickte. „Um die Wirkung zu verkürzen, so dass er kurz vor unserem Auftauchen aufwacht.“
„Die Fakten lassen zumindest diesen Schluss zu.“ Auch dem Arzt schien es nicht zu gefallen, dass Melok die Wahrheit gesagt hatte und unschuldig war.
Doch welche anderen Möglichkeiten gab es? „Könnte er es sich selbst injiziert haben?“
„Prinzipiell ist das natürlich möglich, aber dann hätten wir an Ort und Stelle ein Hypospray finden müssen.“ An diesem Mann war ein Detektiv verloren gegangen, denn daran hatte ich nicht gedacht. Und auch die nächste Idee machte er zunichte, bevor ich sie auch nur angesprochen hatte. „Über die Luft lässt es sich nicht verabreichen, nur für den Fall, dass Sie denken, er hätte vielleicht die Umweltkontrollen in dem Kontrollraum manipuliert.“
„Also kommen Sie zu dem Schluss, dass Melok überwältigt und ihm das Betäubungsmittel verabreicht wurde.“
Cross brauchte nach seinen vorigen Ausführungen nur noch stumm zu nicken.
„Danke, Doktor. Sie können dann wegtreten.“

Ich wartete, bis der Arzt seine Sachen zusammengepackt und den Arrestbereich verlassen hatte. Erst dann trat ich wieder vor das Kraftfeld und musterte Melok. Schließlich war dies ein Anblick, den ich so schnell nicht wieder genießen konnte. „Sie scheinen tatsächlich die Wahrheit gesagt zu haben. Doktor Cross hat schwache Spuren eines starken Betäubungsmittels in Ihrem Blut nachgewiesen.“
Es war erstaunlich, dass der Riov trotz allem immer noch die Ruhe behielt. Er hätte sofort seine Freilassung fordern können. Mit Konsequenzen – diplomatischen natürlich nur – drohen. Doch er fragte einfach nur ruhig: „Und jetzt?“

Erst beim anschließenden Wortwechsel wurde er ein wenig fordernder und arroganter – letztlich so, wie ich ihn kannte. Und schlau genug, mein Angebot, sofort auf die Rhamana zu beamen, nicht auszuschlagen.
Ich drehte meinen Kopf zu dem Sicherheitsmann zu meiner Linken und nickte ihm zu. Er verstand die unausgesprochene Aufforderung und deaktivierte das Kraftfeld. „Begleiten Sie Riov Melok zum Transporterraum.“ Dann schaute ich wieder zu dem Romulaner.
Seine Körperhaltung entspannte sich, während er die Arme vor der Brust verschränkte und mich mit leicht schräg gehaltenem Kopf anschaute. Seine Arroganz hatte wieder zu voller Stärke zurückgefunden: Denn er erwartete offenbar eine Entschuldigung von mir.

„Guten Tag, Riov!“ sagte ich nur noch und verließ den Arrestbereich.


=^= Korridore von Deck 302 =^=

„Tut mir Leid, Sir, aber Ihr Hund scheint die Spur verloren zu haben“, erklang die weibliche Stimme von Ensign Salvation, als ich mich zu der Gruppe Secler begab. Sam hatte sich schon kurz zuvor zu mir begeben und trabte nun an meiner Seite wieder zurück.
„Er hatte wohl genug Vorsprung, dass die Spur kalt werden konnte“, brummte ich. Trotz des Misserfolgs tätschelte ich Sam auf die Seite. Es war schließlich nicht ihre Schuld, dass wir zu langsam gehandelt hatten. „Ab wo genau fängt der Bereich mit den Botschafterquartieren an?“
„Etwa fünfzig Meter weiter“, sagte der Ensign und zeigte mit der Hand in die entsprechende Richtung. „Wir können zwar davon ausgehen, dass der Attentäter in diese Richtung weitergegangen ist, aber wir wissen nicht, wie weit.“
Ich nickte. Zumindest konnten wir ein paar Botschafter ausschließen, da sie in einer anderen Sektion des Decks untergebracht waren und der Turbolift den Attentäter dort ausgespuckt hätte. Interessanterweise befand sich das Quartier der Gorn in dem Sektor, in dem wir gerade standen.

„Lieutenant!“ sagte Salvation auf einmal.
Da sie damit offensichtlich nicht meinte, drehte ich mich um und sah den Angesprochenen auf uns zukommen. „Mr. Richards.“
„Captain, Ensign“, erwiderte er kurz.
„Zu Ihrer Information, ich habe Riov Melok auf die Rhamana transferieren lassen. Er hat offenbar die Wahrheit gesagt.“
Der Androide nickte. „Dann sind vermutlich doch die Gorn die Drahtzieher hinter den ganzen Vorfällen. Ich bitte um Erlaubnis, mit Botschafter Zhirric reden zu dürfen.“
Es war eine ungewöhnliche Anfrage. „Was erhoffen Sie sich davon?“ Denn die Wahrheit konnte es nicht sein.
„Wir haben genügend Beweise, um sie mit den Anschuldigen zu konfrontieren.“
Ich schüttelte den Kopf. „Alles nur Indizienbeweise und wir können es uns nicht erlauben, Sie damit zu beschuldigen.“ Ich seufzte. „Nein, wir brauchen handfestere Beweise.“

Zu diesem Zeitpunkt konnte keiner ahnen, dass wir diese sehr bald bekommen würden.


=^= Konferenzraum =^=

Es gab in der Regel einfachere Wege, eine Tür zu öffnen. Doch Secler zogen es vor, dabei den größtmöglichen Schaden anzurichten. Und so standen die Botschafter und ich vor einem Loch, dessen Ränder durch den Einsatz des Plasmabrenners immer noch glühten. Wenigstens hatte Richards, der gerade durch das Loch zu uns trat, auf den Einsatz des Plasmawerfers verzichtet. „Sehr Geehrte Botschafter: Ich bitte Sie, diesen Raum sofort zu verlassen! Wir haben eine Bombenwarnung genau hier. Folgen Sie bitte sofort den Sicherheitsteams!“ Ich zog die Stirn in Falten. Mit einer Bombe hatte ich nicht gerechnet, zumal Zhirric ebenfalls anwesend war.

„Alles deutet auf eine Bilitrium-Bombe hin, Sir. In zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten wird die gesamte Starbase hochgehen.“
Ich riss die Augen auf. „Sollten wir dann nicht die Starbase evakuieren lassen?“
„Sir, dafür ist es zu spät.“ Von dem Sprichwort, dass es niemals zu spät war, hielt er wohl nichts. „Ich empfehle Ihnen, zu beten. Denn wenn Pronto und seine Leute die Bombe nicht entschärfen, dann hilft uns auch nicht mehr das schnellste Schiff hier.“

Ich aktivierte den Kommunikator. „Katché an Valeris.“
„Wir arbeiten bereits an Kraftfeldern, Sir“, antwortete sie ohne meine Frage gehört zu haben. „Aber gegen eine Bilitrium-Bombe hilft auch das stärkste Kraftfeld nichts.“
„Können wir das Ding rausbeamen, wenn wir es gefunden haben.“ Denn da die Leute vom Sonderkommando durch den gesamten Raum schlichen und alles untersuchten, ging ich davon aus, dass wir noch nicht wussten, wo sich die Bombe befand.
„Negativ. Bilitrium ist extrem flüchtig und würde beim Dematerialisieren direkt explodieren.“

„Kendric an Katché!“ klemmte sich nun auch der CSO in die Verbindung. „Lieutenant Hawk und ich haben womöglich eine Lösung.“ Warum er dann jetzt eine Pause bei seinen Ausführungen einlegte, war mir schleierhaft. „Wenn wir den Raum mit flüssigem Stickstoff fluten, könnte dies die Explosionskraft mindern.“
„Könnte, Lieutenant?“ Konjunktiv war nie gut, schon gar nicht in so einem Fall.
„Wir sind uns nicht sicher, ob es funktioniert.“
„Sie haben zwanzig Minuten, um es zu werden. Mr. Richards, evakuieren Sie dieses und mindestens zehn Decks drunter und drüber.“ Mir war bewusst, dass das nur dann etwas nutzte, wenn die Wissenschaftler Recht behielten. Aber in Ermangelung an Alternativen war es das einzig Mögliche, was wir tun konnten. Neben Beten.
„Hier drüben ist sie!“


~~~ 15 Minuten später ~~~

Ich stand etwas abseits und beobachtete die Männer von der Bombenentschärfung. „Sir, Evakuierung abgeschlossen“, verkündete Richards, der wieder zu mir getreten war. „Gibt es hier schon Fortschritte?“
Ich schüttelte den Kopf. „Wenn wir den Vorschlag mit dem Stickstoff umsetzen wollen, müssen wir bald anfangen.“ Dummerweise hatte ich von Kendric noch keine Rückmeldung bekommen.
Der Androide sah mich stumm an. Er musste mir nicht sagen, dass es allein meine Entscheidung war. Und dass ich sie jetzt treffen musste.

Das tat ich dann auch: „Ziehen Sie Ihre Männer zurück. Katché an Kendric und Valeris. Beginnen Sie mit der Einleitung des flüssigen Stickstoffs.“
Wie sich zeigen sollte, glaubte auch der Bombenleger, dass dies die Bombe entschärfen könnte. Denn: „Sir, wir haben eine Fehlfunktion im Zuleitungssystem.“
„Gibt es eine manuelle Vorrichtung?“
„Positiv. Doch derjenige wird nicht mehr rechtzeitig wegkommen, wenn das Ding hochgeht.“
„Sagen Sie mir, wo ich hin muss und was ich machen soll!“
„Sir...“ Richards muckte auf, doch ich brachte ihn mit einem Anheben der Hand zum Schweigen. „Mnemo soll sich um Sam kümmern. Mrs. Valeris, ich erwarte Ihre Anweisungen.“
Wedge Antilles

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