URPG 24/Log 1/Lt.Cmdr Thomas W Bentin/DXO-CTO/SD:12089.1836

CO: Patrick O'Hara - XO: Hoshi Sato - DXO: Thomas W. Bentin

Moderatoren: John Connor, Thomas W. Bentin, Operationsstab

URPG 24/Log 1/Lt.Cmdr Thomas W Bentin/DXO-CTO/SD:12089.1836

Beitragvon Thomas W. Bentin » So 12. Dez 2010, 17:25

Vorkommende Personen:
-XO Cmdr. Asuka Saitou
-MCPO James Renner
-MCPO Conor R. Jameson

Erwähnte Personen:
-CO Captain Flinkfuß zu Ennien


Wortzahl: 664

=/\= Mein und Asukas Quartier =/\=

Ich kam vorsichtig zur Tür herein. Zwar wusste ich, dass meine Geliebte gerade nicht da war, aber dennoch zog ich es vor erst einfach vorsichtig nach zu sehen, ob sie nicht vielleicht doch anwesend war. Als ich mich davon überzeugt hatte, dass ich recht gehabt hatte atmete ich erleichtert auf. Ich liebte meine Asuka zwar immer noch so wie vorher, doch ihr Geständnis hatte mich doch sehr schwer getroffen. Ich konnte mir das alles einfach nicht erklären. Zum ersten Mal war ich wirklich ratlos. Ich war aufgewühlt und wusste nicht mehr wo mir der Kopf stand. In diesem Zustand wollte ich einfach nicht auf meine Asuka treffen. Und so machte ich mich ihr gegenüber sehr rar. Leider mussten darunter auch die Kinder leiden. Die ja am wenigsten an all dem konnten. Aber die Wahrheit wollte ich ihnen natürlich auch nicht sagen. Dennoch merkten sie natürlich schnell, dass irgend etwas nicht stimmen konnte. In ihrer Gegenwart musste ich mich mittlerweile sehr zusammen reißen. Denn dann war mir immer zum weinen zumute. Ich war seelisch gesehen sehr angeschlagen. Es tat weh nun die Wahrheit zu kennen. Und ich konnte einfach nicht damit umgehen. Ich verstand die Welt nicht mehr. Kaum zu glauben, dass vor kurzem noch alles in Ordnung war. Zumindest aus meiner Sicht. Ich war so blind gewesen. Oder war ich an all dem Schuld? Hatte ich alles falsch gemacht? Hatte ich meine Geliebte in die Arme eines anderen getrieben? Ich stellte mir immer und immer wieder diese Fragen.

Doch nun beeilte ich mich damit, mich etwas frisch zu machen. Als ich mein Äußeres so weit wieder in Ordnung gebracht hatte ging ich zu meinen Kindern um ihnen wenigstens etwas zu zeigen, dass ich immer noch für sie da war. Doch lange hielt ich es einfach nicht aus. Schon wollten mich meine Gefühle wieder überrollen und so machte ich mich wieder auf in den Maschinenraum. Denn ich musste mich einfach ablenken. Musste etwas finden um mich ab zu lenken.

=/\= Maschinenraum =/\=

Als erstes machte ich gleich einmal meine Runde und sah mir alle Arbeitsstationen an. Doch alles war in bester Ordnung. Und so wollte ich gerade wieder in die Jefrisröhren kriechen, als James Renner zu mir kam. ,,Du bist schon wieder hier? Ich dachte du hättest nun doch einmal Feierabend gemacht.“ ,,Nein noch nicht. Ich muss noch einiges überprüfen. Der Captain wartet dringend auf meinen Bericht. Und so lange ich das nicht erledigt habe muss der Feierabend eben noch warten.“ Zwar entsprach diese Aussage von mir nicht ganz der Wahrheit, doch wollte ich niemanden mit meinen persönlichen Problemen belasten. ,,Aber dabei können wir doch auch helfen.“ Viel da Jameson ein, der unser Gespräch mit an gehört hatte. Das war zwar wirklich nett von meinen Leuten, die immer hinter mir standen. Doch wollte und musste ich alleine sein. Also antwortete ich. ,,Das geht leider nicht. Der Captain bestand darauf, dass ich mich alleine darum kümmere. Und ihr braucht auch einmal etwas Ruhe. Also entspannt euch etwas. Und ruht euch aus. Bevor wir wieder zu einer Mission aufbrechen müssen. Bis dahin muss auch ich hier fertig werden. Ihr braucht eure Ruhe.“ ,,Genauso wie du auch. Es bringt doch gar nichts immer nur zu arbeiten.“ Sagte da Jameson zu mir. ,,Es ist eben nicht zu ändern.“

Sagte ich noch und schon war ich in den Röhren verschwunden. Nun konnte ich mich wieder daran machen, bestimmte Einstellungen noch zu justieren und neu ein zu stellen. Zwar wurde die Gesamtleistung dadurch nur um 1% erhöht aber wenigstens brachte meine Tätigkeit so einen kleinen Erfolg. Hier konnte ich was bewirken redete ich mir ein. Hier war ich in der Lage alles wieder zu richten Teile zu erneuern und aus zu tauschen. Nur leider ging das mit meinen Gefühlen nicht so leicht. Ich war verletzt, enttäuscht, fühlte mich verraten, andererseits auch etwas mitschuldig an der Situation. Dann wieder konnte ich es einfach nicht verstehen wie das alles so kommen konnte. Dabei musste ich auch an die Kinder denken. Und da tauchte auch wieder das Bildnis meiner Liebe in Gedanken auf. Die Gefühle übermannten mich. Tränen flossen mir über das Gesicht. Und ich war einfach nur noch traurig. So zwang ich mich dazu weiter zu arbeiten und wischte mir immer wieder die Augen trocken. Zum Glück konnte mich so niemand sehen. Konnte keiner sehen wie es mir ging. Wie überfordert ich mit dieser Situation war. Es gab eben auch Zeiten, wo Liebe weh tun konnte und ich wusste einfach noch nicht wie es weiter gehen sollte. Nur eines wusste ich, ich wollte meine Familie nicht verlieren wollte Asuka nicht aufgeben. Wollte nur noch Liebe spüren und nicht mehr all diese anderen Empfindungen haben, die mich langsam auffraßen.
Lieutenant Commander Dipl.-Ing. Thomas W. Bentin DXO und CTO der U.S.S. Hyperion
ehemaliger Chronist, AdK und CTO der U.S.S. Stardust
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