HYP Log 1 - Lt. Tiru Raakar - SEC - 12094.2300

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HYP Log 1 - Lt. Tiru Raakar - SEC - 12094.2300

Beitragvon C`Tan » Fr 17. Dez 2010, 21:55

Personen
Zara Monte
Flinkfuß zu Ennien
Asuka Saitou
Thomas Bentin
John Athens
Freyadottir



Wörter 908





*editiert*

=^= Quartier Raakar/Monte =^=

Mein Faust klopfte leise auf das Regal, während ich mich fragte, wo das verdammte Ding war: Die Schärpe meiner Uniform.
Ich musste mit Zara unbedingt reden und ihr klar machen, dass wir vor Intimitäten unbedingt unser Quartier und die Kleidung in sichern sollten.
Brummend betrachtete ich den Sprung in der Glasplatte des Kniehohen Tisches und fragte mich, wie oft wir noch einen neuen von einem Industriereplikator holen mussten.
Daneben fand ich nun endlich meine Schärpe, hob sie hoch und hängte sie vorsichtig über den Kleiderbügel zur restlichen capellansichen Uniform im Kleiderschrank.

Während ich das tat, fiel mein Blick auf eine zerstörte Vase, di auf der Kommode neben der Couch stand. Wann war das denn passiert?
Ich genoss den gestrigen Abend sehr, doch sorgte ich mich.
Nicht zum ersten Mal, machte ich mir Gedanken darum, was geschehen würde, wenn ich vollkommen die Kontrolle über mich verlieren würde. Wenn ich ohne Selbstbeherrschung agieren würde. Wenn Zara sich auf eine bestimmte Weise benahm – so wie letzte Nacht – dann war ich oft verdammt nahe daran, genau jene Selbstbeherrschung zu verlieren.

In solchen Momenten wirkte es bei mir fast so, als hätte ich Rauschmittel zu mir genommen. Auch wenn die Hand-Augen-Koordination noch vollkommen in Ordnung war, so wirkte es sich jedoch radikal auf meine Hemmschwelle aus. Und ich wusste nicht, was ich machen würde, wenn diese letzte Sicherung nicht mehr vorhanden war.




=^= Brücke =^=

Herrin McAllister war nicht mehr auf dem Schiff und diente unter einem anderen Banner. Etwas überraschend für mich, und doch gab es mir die Gelegenheit Dienst an der taktischen Station zu verrichten.

Vor wenigen Minuten durchquerte Zara die Brücke und verschwand im Audienzraum Enniens.
Nun betraten Saitou und Bentin gemeinsam die Brücke. Durch Erzählungen Zara – sie ausgesprochen redselig, wenn sie wie die letzte Nacht, einmal in meinem Bett mit mir nächtigte. Sie legte ihren Kopf auf meinen Brustkorb und schaffte es, sich quasi selbst zu unterhalten. Gelegentliches bestätigende brummen oder ein nicken reichte meinerseits oft aus. Noch merkwürdiger war, dass es mich nicht störte aber manchmal dabei einschlief.
Jedenfalls erzählte mir Zara, dass der Commander und die Herrin mit einander liiert sind oder waren – sie wusste das nicht so genau.
Beim Gang durch die Brücke wirkten beide professionell. Es war nichts an persönlichen Erscheinungen zu sehen. Auch sie beide durchschritten die Tür zum Audienzraum des Hohen Herrn Ennien.

Während ich die taktischen Systeme nach einer Checkliste für Starts prüfte, wünschte ich mir, ich könnte in diesen Raum sein. Aber ich musste mich damit abfinden, nur eine Statistenrolle an Bord des Schiffes zu haben. Eine weitreichende Karriere wäre Zurzeit undenkbar.

Nominell hatte ich momentan das Kommando auf der Brücke, wagte es jedoch nicht, auf den Stuhl meines Herrn platz zu nehmen. Stattdessen beschäftigte ich mich mit der taktischen Konsole – wer wusste schon, was ich die Gelegenheit wieder hatte.

„Es sind alle eingetroffen, Lieutenant.“ meldete mir Athens. Er tat an der wissenschaftlichen Konsole dienst und war mir einer der wenigen bekannten Gesichter außerhalb der Stabsoffiziere. Eine merkwürdige Persönlichkeit, aber er sprach nicht oft mir, begnügte es oft bei einem gemeinsamen Schweigen – Eine der Gründe, warum ich ihn mochte. Er wusste, wann an die Klappe hält. Aber die Vorsicht war gegeben, dass er auch redselig werden konnte, was ich schon beobachten konnte.

Ich blickte kurz zu ihm und öffnete dann einen Interkomkanal: „Raakar an Ennien.“
Es dauerte einige Sekunden, bevor er reagierte. „Sprechen sie.“
„Wir sind abflugbereit, Sir.“ meldete ich.
„Ich komme gleich. Erbitten sie die Starterlaubnis.“ meinte er bevor ein leises Piepsen mir verriet, dass die Kom-Verbindung unterbrochen war.
„Starbase: Hier spricht die USS Hyperion. Erbitten Starerlaubnis.“ sprach ich, nachdem ich die Flugkontrolle rief.
„Starterlaubnis erteilt.“ kam die kurze Meldung. Der Sprecher schien das öfter zu machen, er klang sehr gelangweilt. „Einen guten Flug, Hyperion.“ kam es noch weiter gelangweilt von dem Offizier. Ehe ich mich bedanken konnte – In der Flotte wurde unverständlicherweise darauf wert gelegt – war die Verbindung geschlossen.


Ich drehte mich zur taktischen Konsole und überprüfte die Umgebung des Schiffes. Keine Gefahren.
„Voller Impuls“ hörte ich plötzlich eine weibliche Stimme. Es war Herrin Saitou, die gerade zusammen mit unseren Herrn, Bentin und Zara aus dem Audienzraum heraus kamen und sich mit den Blick auf den Hauptschirm auf der Brücke verteilten.
„Bringen sie uns auf Warp.“ befahl mein Herr und sah erwartungsvoll zum Hauptschirm, der noch das Innenleben des Raumdocks zeigte. Er schien den Anblick zu genießen und wirkte fast so wie vorhin im Transporterraum, als er noch blutverschmiert von der Transporterplattform herunter trat. Es fiel mir schwer, mir ins Gedächtnis zurückzurufen, dass er keine übelriechende Bestie wäre, hatte aber die Pflicht dazu.
Langsam ließ er sich in seinem Sessel nieder, während Zara strahlend zwischen mir und dem Hauptschirm hin und her sah.
Hinter ihr öffnete sich der Turbolift und eine Frau mit roten Haaren und Zopf trat heraus. Mir schien, es wäre ein geheimer Codex ausgerufen worden, der besagte, dass beim Abflug alle zum Hauptschirm wie gebannt sehen zu hatten, als würde ein nackter irdischer Weihnachtsmann herumtanzen – Ich kannte diese Sagenfigur aus meiner Zeit auf der Akademie. Eine religiöse Figur auf der Erde, ich glaubte ein Nebengott.

Ich akzeptierte inzwischen den Codex, schloss mich dem Rest an und sah mit weit aufgerissenen Augen zum Hauptschirm – was gar nicht so einfach war, zu bewerkstelligen. Irgendwann spürte ich ganz sanft Zaras Hände an den Meinen, während auf dem Hauptschirm der Warpsprung zu sehen war….
C`Tan
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