TEN–GLog 06/08–D'Mora/Wolf–SCI/tempCSO–12108.0000

CO: Ner'Ayez Diszra - XO: Kelav T'Rish - DXO: Youkichirou Masaoka

Moderatoren: John Connor, Operationsstab

TEN–GLog 06/08–D'Mora/Wolf–SCI/tempCSO–12108.0000

Beitragvon RubensWolf » Do 30. Dez 2010, 23:03

Petty Officer Second Class Hatham Eveh D'Mora
Charlog: 30
Schreiberlog auf der Unit: 21
Missilog: 6
Schreiberlog: 69

und

Crewman Rubens Wolf
Missilog: 8

Woerter Rubens: 677
Woerter Quork: 512
Betroffen:
PC: Team Blau
NPC:
Genannt/Indirekt:
PC:
NPC:


Wir standen vor dem versiegelten Schott, hinter dem wohl die Notbruecke war. Der irre Rebell hieb an, mit dem Schitt zu reden, erwartungsgemaess ohne geringste Auswirkung. Hingegen die fremde Frau stellte sich an das neben dem Schott angebrachte, sogar funktionsfaehige Computerpanel und gab einen Code ein, doch der Computer schien ihn nicht anzunehmen.

"Mein Zugangscode funktioniert nicht" bestaetigte ihre leicht ueberraschte Aussage meine Vermutung.
„Dann nimm meinen” erklang die Stimme unserer Captain und wir drehten uns ueberrascht zu ihr, gerade rechtzeitig um zu sehen, wie sie Masaoka sein Phasergewehr abnimmt und auf das Schott zielt. Die Geheimnisvolle brachte sich mit einem Satz aus der Bahn und Commander Ner'Ayez feuerte die Waffe einhaendig ab. Voellig der Situation und der Person unangemessen leuchtete in meinem Bewusstsein kurz die Beobachtung auf, dass die Kommandantin mit Schwert und laessig betaetigtem Phasergewehr, mit ihrer Ausstrahlung, die zumindest auf mich als eine Mischung aus Gelassenheit und Professionalitaet wirkt, auf eine unbanale Art und Weise sehr attraktiv ist. Da fing allerdings das Schott auch schon an, nachzugeben, und so konzentrierten wir uns alle schlagartig wieder auf das Geschehen, mit Hoffnung und Angst gleichzeitig erwartend, was wohl hinter dem Schott zu finden sein wuerde.




Etwas weiter hinten im Gang standen Epiphany und ich, hinter unserem Sicherheitschef, und beobachteten das Treiben. Immer wieder einen Blick nach hinten werfend war ich neugierig, wie die Anderen durch ein versiegeltes Schott kommen wollten. Schließlich, so dachte ich jedenfalls, wäre es schwer gewesen, durch die Panzertüre mit roher Gewalt durch zu kommen. War es nicht der Sinn und Zweck gewesen, dass diese Barrieren Eindringlinge draußen halten sollten. Und in diesem Moment hatten wir genau das vor, was ein Allianz-Angehöriger hier vorgehabt hätte: sich gewaltsam Zutritt zu verschaffen.

Zwar war das kleine Eingabefeld neben dem Schott noch funktionsfähig, doch wenn es selbst auf authorisierte Zugangscodes nicht reagierte, stimmte etwas nicht. Ich musterte die fremde Schwertkämpferin nochmals, ihre Statur, ihre Gebärden, doch schien sie mir nicht bekannt. Ein kurzer Gedanke schweifte ab, woher sie denn eigentlich Zugangscodes zur Kampfbrücke hatte. Dann fragte ich mich, warum ein solches Schiff, wie es die Obelisk war, überhaupt eine zweite Kommandozentrale hatte. Ich schüttelte den Kopf, mehr als Alibi, um die Gedanken wirklich aus meinem Geist zu verdrängen. Ich sagte mir selbst einfach, dass dieses Schiff nicht dem Üblichen entsprach, dass die Besatzung hier in einer entrückten Welt lebte. Und wir in der falschen Zeit waren.

Doch wie auch der Rest der Situation, in der wir uns alle befanden, zeichnete sich auch am Material der verriegelten Tür ab, was uns wohl allen schon auf den Schultern lastete: Erschöpfung. Das Material begann zuerst rot, dann gelb und schließlich weiß zu Glühen, bevor sich der geschmolzene Stoff schließlich unter seinem eigenen Gewicht zähflüssig gen Boden sinken ließ. Ein kurzer Blick machte die Runde, von einem der Anwesenden zum andren, als würden wir uns vergewissern, dass alle vorbereitet sind. Aber worauf sollte man sich auf diesem Kahn noch vorbereiten, wenn uns schon der Boden unter den Füßen weggebrochen ist?





Das Metall des Schottes durchlief alle Stufen der Glut, die dunkle und helle Rotglut, die Gelbglut, die Weissglut. In dem Moment nahm ich den Tricorder zur Hand und scannte weiter, bis die Legierung die echte Weissglut erreichte, und bei ungefaehr 8000 Grad Kelvin in einen sehr viskosen Zustand ueberging, schnell duennfluessig wurde und nach einigen Sekunden war das Schott weggeschmolzen. Die Hitze verbrannte das Material um das Schott herum, der Rauch verdeckte die Sicht - die automatischen Feuerschutzeinrichtungen waren offensichtlich nicht funktionsfaehig, doch durch die extrem feuerbestaendigen Materialien endete das Feuer schnell und der Rauch fing an, sich zu lichten.

„Koennen Sie was dort erkennen?” fragte eine der Bajoranerinnen, in dem beissenden Rauch konnte ich nicht sogleich erkennen, welche.
„Nein Ma'am, der Tricorder kommt gerade nicht durch, die Glut...” hieb ich an, doch sie unterbrach mich.
„Ich will keinen Vortrag ueber Tricordertechnik, ich wollte wissen, ob Sie was erkennen koennen.”
„Nein, kann ich nicht, Ma'am” erwiderte ich beschaemt. Zumindest Teile der Angewohnheiten aus der galae s'Shiar sollte ich offensichtlich doch beibehalten und aeusserst knapp antworten ihr gegenueber.

„Masaoka, Sie gehen vor” befahl sie, dem Angesprochenen sein Phasergewehr zurueckgebend. Der schweigsame Rebell hob seine Waffe hoch und gesellte sich wortlos zu dem Menschen, waehrend sich die Unbekannte bereits an die Stelle angepirscht hatte, an der das Schott gewesen war. Dahinter waren noch ungefaehr fuenf Schritte Gang, der in einer Tuer endete. Sie sprang behaendig ueber den Glutsee und naeherte sich der Tuer, Masaoka und der Schweigsame folgten ihr. Der Sicherheitschef winkte uns dann zu, und wir folgten ihm alle, die Waffen im Anschlag, die Waende entlang. Ich entsann mich der ungleichen Kaempfe auf der Du'Danda Class Forschungsstation, als ich die herumliegenden Kisten, Verkleidungselemente und die Reste des Schotts ansah und mir einpraegte - konnten noch praktisch werden. Auf ein Zeichen der Kommandantin fuchtelte Masaoka kurz mit seinem Gewehr vor der Tuer rum, so dass sie sich oeffnete...






Als wir schließlich an der Reihe waren, Schlusslichter der Kolonne, deutete Epiphany mir, ich sollte vorausgehen. Ich stieg etwas unsicher durch den immer noch warmen Schott, bemüht an keinem der Ränder anzukommen. Eine neue Uniform konnte repliziert werden, die Haut konnte mit dem Geweberegenerator geheilt werden, selbst Narben. Aber in Gegenwart all der Anwesenden, unserer Kommandantin im Speziellen, wollte ich nicht dumm dastehen. Schlimm genug, dass ich wiedermal der Rangniedrigste war, aber ich wollte den richtigen Eindruck hinterlassen. Und irgendwie ließ mich gerade, wieder, das Gefühl nicht los, dass auch die Augen meiner Kollegin aus der Wissenschaft auf mir ruhten.

Das Innere der Kommandobrücke zeigte sich uns von seiner ungastlichen Seite. Deutliche Kampfspuren ließen freie Kabel von der Decke hängen, zeichneten verkohle Muster an die Wände, versetzten die ohnedies abgestandene Luft mit dem Gestank verschmorter Synthetikfasern. Die Instrumente flackerten zum Teil, die anderen waren überhaupt außer Betrieb. Das Licht war gedämpft und spendete kaum eine bessere Sicht, als sich unser Team langsam einige Schritt weit in den Raum hinein bewegte. Ich kam nicht umhin zu bemerken, dass die Gestaltung der Brücke entfernt an die üblichen Gemeinsamkeiten verschiedener Sternenflottenschiffe erinnerte. Wenn auch manches schon ersetzt, verändert, und repariert wurde, ließ sich zwischen den klobigen und platzverbrauchenden schwarzgrauen Kästen immer noch die Terminals der verschiedenen Abteilungen und Offiziere erahnen. Mein Blick schweifte vom raumhohen Hauptbildschirm und seinem großen Loch in der linken Hälfte über den Rest der Brücke, dem Lichtkegel meiner Unterlauflampe folgend.

War da etwas, oder hatte ich mir das eingebildet? Ich sah nochmal hin, leuchtete mit der Lampe dort hin, wo ich vorher schon war, doch konnte ich nichts erkennen. Wie auch, die Konsole, die vermutlich früher einem Wissenschaftsoffizier, oder dem taktischen Offizier diente, war ersetzt worden durch eine brusthohe Metallkiste, an derer Vorderseite zerfetzte Schaltkreise wie Innereien aus dem Gehäuse quollen. Ich blieb einen Moment lang stehen, nur um sicher zu sein, und bevor ich es erwartet hatte, hörte man von der andren Seite etwas umfallen. Und kurz darauf das erste Waffenfeuer, offenbar von der Allianz unserer kleinen Gruppe entgegen geworfen. Ein feiner Hinterhalt, und wir sind mitten rein spaziert. „Zurück!“ befahl die fremde Schwertmeisterin uns, bevor zuerst Epiphany, dann ich und der Rest folgend, unter Deckungsfeuer des Sicherheitsoffiziers wieder durch den aufgeschmolzenen Schott verschwand.
PO3 Rubens Wolf TempCSO USS Phoenix
Zeitreisender und Aushilfssoldat im Urlaub

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